Samstag, 18. August 2018

Chillout an den Siegfällen

Samstag, im August 2018 - Wir fahren zu den Siegfällen bei Windeck / Schladern


Um 9 Uhr geht es bei Birgit & Thomas los - ich bin wieder einmal etwas spät dran. Also schnell zum Treffpunkt II, da warten ja noch Christine, Ute und Rainer darauf, von uns aufgenommen zu werden.

Spät dran
Heute fahre ich zum ersten Mal über den nagelneuen Zubringer von Holzweiler zum Autobahnkreuz Jackerath an der A61. Ganze Ortschaften, Landstraßen und Autobahnen verschwinden im großen Loch, das der Braunkohle Tagebau hier hinterlässt und werden an anderer Stelle wieder neu gebaut. Widerstand dagegen gibt es natürlich auch - der Hambacher Forst ist zurzeit sicherlich das bekannteste Waldstück Deutschlands.

Noch einigermaßen pünktlich starten wir dann von der Raststätte Bedburger Land und bleiben bis zur Abfahrt Rheinbach auf der A61.

Abfahrt Rheinbach
Über Meckenheim geht es zunächst in Richtung Bonn-Bad Godesberg, dann zur Fähre Bonn-Mehlem nach Königswinter. An einer Stelle muss wohl eine einflussreiche Persönlichkeit wohnen - dort möge man doch bitte - auf freier Strecke - Tempo 60 einhalten. Natürlich wird diesem Wunsch auch noch mit einer Blitzanlage der notwendige Nachdruck verleihen.
Die "Fähre" Bonn Mehlem, Austraße - Königswinter, Rheinallee bietet nach vorne einen schönen Ausblick auf das am anderen Rheinufer liegende Königswinter, nach rechts auf den "Drachenfels" und nach links auf den "Petersberg" mit dem ehemaligen Gästehaus der ehemals jungen Bundesrepublik Deutschland.

Fähre nach Königswinter





Drachenfels

Petersberg

Drachenburg


An der Fähre zum Siebengebirge standen wir schon einmal vor acht Jahren und warteten auf den Fährmann, der uns mit seinem Boot, über den großen Fluss, ins "Drachenland" übersetzte.


Thomas auf dem Weg ins Drachenland
Von der Fähre runter geht es durch die schmalen Gässchen der Königswinter-Altstadt, vorbei an der Talstation der Drachenfelsbahn und dann über die gut ausgebaute L331 hinauf auf die Margarethenhöhe. Zwischendurch lockt ein Wanderparkplatz für eine kleine Pause im Grünen.







Das Siebengebirge haben wir jetzt bereits durchquert, besonders breit ist der Hohenzug ja nicht. Über Uckerath geht es nach Eitorf und von dort zur Wingenbacher Höhe und zur Forschrother Höhe, wo ich mir noch zwei Passknacker-Punkte hole. Die Gefährten tragen es mit Humor - ich bin aber auch bescheiden - nur dreimal halten wir heute an einem "Pass".

Nachweisfoto
Beweisfoto zum Nachweisfoto

Uh
Kurz darauf treffen wir auf die Sieg, folgen ein wenig ihrem Lauf - und sind schon bald in Windeck Schladern, wo wir auch gleich unser Ziel erreichen.

An der Sieg

Windeck-Dattenfeld

Elmores auf dem ehemaligen Gelände eines Kupferwerkes
Das "Elmores" Biergarten & Lounge in Windeck Schladern ist ein besonderer Platz, gelegen in einem ehemaligen Kupferwerk mit tollem Blick auf die "Siegfälle".

Siegfälle



Zum besonderen Erlebnis trägt neben des außergewöhnlichen Ambiente auch die Ambient & Chillout Musik bei.

Elmores

Nebengebäude
2012 waren wir auch schon einmal hier, gegen Ende unserer "BigEde-Tour" ins Land der 1.000 Berge.

Was man nur immer machen sollte - sich vorher die Öffnungszeiten ansehen!
Und so stehen wir hier vor verschlossenen Türen - oder eher gesagt - vor Absperrungen und zugezogen Vorhängen. Im Moment wird wieder alles für den Betrieb ab dem Nachmittag angeliefert und aufgefüllt. Aber etwas umsehen, das geht schon. Ein paar Fotos schießen und die Siegfälle bewundern. Besonders hoch sind sie ja nicht - aber schön anzusehen sind sie auf jeden Fall.





Nichts zu Essen, nichts zu Trinken - aber trotzdem eine schöne Pause. Doch irgendwo im Ort muss es ja etwas für uns geben. Ute erinnert sich an ein Café einer früheren Tour - auf der Suche danach finden wir recht schnell etwas passendes. Im Bahnhofgebäude gibt es eine Gaststätte mit sehr freundlicher Bedienung und einer ansprechenden Auswahl an Kuchen, Teilchen und kleinen warmen Gerichten. Im Bahnhofsrestaurant hat es uns gut gefallen - ein schöner Platz.

Bahnhof Schladern
Bahnhofsgaststätte
Modernes Design
Reichhaltiges Angebot
Könnte man auch mit dem Zug hinfahren
Wir verlassen die Sieg um auf kleinen Sträßchen über Loch und Forst an den Holper Bach zu gelangen. Ihm folgen wir durch das ruhige und fast naturbelassene Pirzenthal, wo der Bach letztendlich in die Sieg mündet. Wissen, Selbach und Hachenburg - dann sind wir in Alpenrod.
Jetzt gilt es, den letzten PK-Punkt für heute zu finden - die Alpenröder Hütte ist zugleich auch eine schöne Einkehr für Wanderer und Biker.
In der Tourdatei lässt sich der Zielpunkt nicht genau an die Hütte setzen. Einfach weiterfahren, einmal links dem Verlauf des Weges folgen, kurz danach links abbiegen und dem schmalen Waldweg bis zum Funkmast folgen, dann ist man auch schon da.

Alpenröder Hütte

Funkmast


Große Aufregung bei einer Bikergruppe, die gerade losfahren möchte. Einer der Fahrer kann seinen Schlüssel nicht finden. Große Hektik, allgemeines Gesuche. Alle und jeder werden in die Suche mit einbezogen. Und zur großen Erleichterung aller - der Schlüssel findet sich unter einem Tisch und die Gruppe kann ihre gemeinsame Reise fortsetzen.
Wir wissen schon lange um die beruhigende Wirkung eines Schlüsselbandes!



Die "Alpenröder Hütte" ist rappelvoll. Die Luft vibriert von den Stimmen der vielen Gäste. Eine tolle Stimmung herrscht in der Holzhütte - alles so richtig Outdoor.
Und dann übernimmt auch noch Rainer unsere Rechnung - Vielen Dank Rainer, der Grund ist wahrlich ein überaus erfreulicher!



Zurück in Alpenrod führt TomTom mich auf fragwürdigen Wegen. Zwischen Navigieren und Sinnieren passe ich einen Moment nicht auf und schwups - ist die ganze Gruppe weg. Dann fahre ich halt zum letzten Punkt wo wir noch zusammen waren und warte und warte und...
Dann holt mich mein Flügelmann ab und bringt mich zur Gruppe, die einige Kilometer weiter auf uns wartet. Schön, wieder bei den Gefährten zu sein - jetzt kann es weitergehen.




Auf unserer Rückfahrt an den Rhein werden wir doch noch von einem Regenschauer ausgebremst. In Dattenberg suchen und finden wir Schutz unter einem großen Baum - nur kurz, dann geht es weiter.

Marktplatz Dattenberg


In Linz am Rhein setzen wir wieder mit der "Fähre" über den Fluss, dann geht es bei Bad Neuenahr auf die A61 und eine Stunde später sind wir - völlig entspannt " von unserer Chillout-Tour wieder zurück und zu Hause.

Fähre Linz am Rhein




Rheinbach - Windeck-Schladern - Bad Neuenahr ca.200 km
Karte erstellt mit Tyre und OpenStreeMap

Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen