17.04.2016 – Wie die Grubenlampe auf den Berg kam
Es
sind doch immer die coolen Ideen, mit denen Künstler uns auf ihre oft faszinierenden
Werke aufmerksam machen.
2005
bekam der Künstler "Otto Piene" den Auftrag, auf der Abraumhalde der ehemaligen "Zeche Rheinpreußen" eine Landmarke als ein bedeutsames Symbol des Bergbaus in
der Region zu schaffen, dass die Arbeit der Bergleute im Ruhrgebiet
entsprechend würdigen sollt.
Er
verlegte den Arbeitsplatz der Bergleute aus der Tiefe der Grube auf die Höhe
des Berges, den sie mit dem steinernen Abraum der Kohleförderung hier
aufgeschüttet hatten.
Symbolhaft
setzte er auf die Spitze, die aus dem tiefsten Gestein der Grube besteht, eine
überdimensionale Grubenlampe und nannte sie "Geleucht"
So
wie die Grubenlampe ein unverkennbares Zeichen der Bergleute ist, so leuchtet der
30 Meter hohe Aussichtspunkt in leuchtendem Rot von Moers am Rhein bis weit
ins Ruhrgebiet hinein.
Die
wahre Leuchtkraft entwickelt diese außergewöhnliche Landmarke, seit ihrer Einweihung am 17.09 2007, dann in der
Dunkelheit. Nicht nur die Grubenlampe leuchtet rot auf der Spitze der Halde,
das gesamte Umfeld erstrahlt in rot illuminiertem Licht.
Vom
Parkplatz, am Fuße der Halde aus, führt ein leicht zu begehender Weg hinauf zur
Spitze. Dabei hat man einen beeindruckenden Blick auf die Industrieanlagen, die
im weiten Umkreis von Duisburg, auf der anderen Rheinseite, zu sehen sind.
Wer
sich schon einmal gefragt hat, wo die gewaltige Industrieanlagen unseres
Landes liegen, der sollte sich einmal diesen Ausblick gönnen. Von der
Plattform der Grubenlampe ist der Ausblick einfach faszinierend – ähnlich wie
vom „Tiger & Turtle“, von dessen rasanter Achterbahn man auch einen ähnlich beeindruckenden Ausblick hat.
Sonntagmorgen
und ein wenig Zeit für eine kleine Motorradtour.
Was
habe ich denn, im Umkreis von 75 Kilometern, so passendes in meinem
Tourenvorrat?
Schnell
stellt sich heraus, dass ich heute Lust auf eine Erkundung der Halde
Rheinpreußen in Moers am Rhein habe. Da Entfernung und Fahrzeit stimmen und
auch noch Zeit für eine Pause bleibt, ist die Route schnell vom Rechner gezogen und in meinem TomTom
abgespeichert.
Zur
Mittagszeit liegt der „Lamershof“
in Kempen/Tönisberg an der Strecke. Also lenke ich die „X“ auf den Parkplatz
des umgebauten Bauernhofs. Hier ist es immer voll, denn der Lamershof ist
bekannt und beliebt für seine gebratenen Hähnchen.
Hier gibt es keine halben Sachen, hier werden ganze Hähnchen serviert – bei angenehmen Außentemperaturen auch auf der großen Außenterrasse.
Hier gibt es keine halben Sachen, hier werden ganze Hähnchen serviert – bei angenehmen Außentemperaturen auch auf der großen Außenterrasse.
Mit
Lukas, dem Lokomotivführer, bin ich schon einmal hier gewesen. Seine jährliche Gockeltour ist Kult bei den „WestSideBikern“. Hungrig, von der Suche nach den Kurven am Niederrhein, kehrt er dann hier
mit seiner Meute ein ;-)
Wie
schon gesagt, gibt es am Fuß der Halde Rheinpreußen einen Parkplatz, den man für
sein Bike benutzen kann.
Gegen eine Fahrt bis zur Spitze sprechen zwei
Absperrpfosten und ein Verbotsschild für Kraftfahrzeuge.
Natürlich kann man mit Zweirädern mühelos bis ganz nach oben fahren, was Mountainbiker und Radler auch gerne machen.
Hat man aber einen Verbrennungsmotor an seinem Bike, kann es am Ende auch schon mal Schimpfe geben.
Aber, wie gesagt, es ist auch kein Problem sein Bike auf dem Parkplatz abzustellen und die paar hundert Meter bis zur Spitze zu gehen – ist wirklich nicht so weit.
Der Ausblick, den man
während der kurzen Wanderung hat, entschädigt für die kleine Mühe :-)
Für eine Erfrischung gibt es ganz in der Nähe ein
Café del Sol
Rheinberger Straße 201
47445 Moers
Für eine Erfrischung gibt es ganz in der Nähe ein
Café del Sol
Rheinberger Straße 201
47445 Moers
Auf
dem Rückweg halte ich noch einmal kurz am Parkplatz der Halde Norddeutschland,
aber da sich der Himmel nun bedrohlich mit schwarzen Wolken bezieht, verschiebe
ich deren Besteigung lieber auf ein anderes Mal.
Kurz
erwischt mich noch ein heftiger Hagelschauer – dann bin ich aber auch schon, nach 150 Kilometern und mit dem
restlichen halben Hähnchen vom Lamershof im Gepäck, wieder zu Hause.
Viel
Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert :-)






































