Im August 2010 starteten wir zu unserer Tour "Komm zur Ruhr". Eine beeindruckende Reise in die Industriekultur des Ruhrgebiets - eine Tour, an die ich mich gerne zurückerinnere.
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| Rheinorange Duisburg Copyright by Bjoerg C. |
Kohle und
Stahl, Kumpelehre und Revierstolz - Das Ruhrgebiet war immer mehr als nur der „Kohlenpott“ Deutschlands.
Westwards „Komm zur
Ruhr“ zeigt, was man vom Ruhrgebiet gesehen haben muss - Die Geschichte
der Industrialisierung, die Architektur historischer Industriebauten - Top-10-Stätten der Industriekultur.
Und das alles
eingebettet in der außerordentlichen landschaftlichen Vielfalt des mittlerweile „Bunten
Potts“.
Auf unserer
Tour „streifen“ wir einige bedeutende Denkmäler der Industriegeschichte des
Ruhrgebiets.
Alle diese Orte genauer zu erkunden ist aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich - das würde
gleich mehrere interessante Tage benötigen.
Was wir aber
auf jeden Fall von dieser Tour mitnehmen ist die Basis für weitere Besuche - zu späteren Gelegenheiten.
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| Wehrhahnmühle Duisburg Innenhafen Copyright: Dieter Golland |
km 0 - Polo Jüchen
km 55 - Innenhafen Duisburg (A)
Mit
Mühlenwerken und Speichern entstand um 1900 am Duisburger Innenhafen das
Zentrum des deutschen Getreidehandels. Nach dem 2.Weltkrieg verlor der Innenhafen seine Bedeutung, in den siebziger
Jahren drohte den alten Getreidespeichern der Abriss. Heute gestalten
Architekten, Künstler und Stadtplaner ihn zu einem attraktiven Stadtquartier
um, das Arbeiten, Wohnen und Freizeit miteinander verbindet. Besondere
Attraktionen sind: Die attraktive Gastronomiezeile, das Kultur- und
Stadthistorische Museum sowie die Rundfahrten durch den größten Binnenhafen der
Welt vom Steiger Schwanentor aus. Maritimes Flair verbreitet die "Marina
Duisburg" mit 133 Liegeplätzen.
Beim Verlassen
des Innenhafens und der Überquerung der Ruhr sehen wir links von Ruhrort
„Rheinorange“, eine überdimensionale Stehle, die die Einmündung der Ruhr in
den Rhein markiert.
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| LaPaDu-Im Rausch der Farben Copyright: Sharkingo |
km 65 - Landschaftspark Duisburg-Nord (B)
Industriegeschichte,
Ökologie, Erholung, Freizeit und Kultur - der Landschaftspark Duisburg-Nord ist
ein ganz besonderer Park. Den Mittelpunkt bildet die 1985 stillgelegte
Meidericher Eisenhütte. Auf dem 200 Hektar großen Gelände sind zahlreiche
Attraktionen entstanden, etwa der Kletterpark in den alten Erzbunkern. Ein
ehemaliger Gasometer bietet gar Gelegenheit zum Tauchen. Der Besucher kann
einen Hochofen besteigen oder an unterschiedlichen Führungen teilnehmen. Auch
als ungewöhnliche kulturelle Spielstätte hat der Landschaftspark längst einen
guten Namen. Abends verwandelt eine Lichtinszenierung des britischen Künstlers
Jonathan Park das Hüttenwerk in ein faszinierendes Lichtspektakel.
km 85 - Wood Pecker’s Roadhouse Bottrop - An der Grafenmühle (C)
km 160 - Schiffshebewerk Henrichenburg (D)
Das alte
Schiffshebewerk Henrichenburg wurde am 11. August 1899 von Kaiser Wilhelm II.
eingeweiht. Es war bis 1970 in Betrieb. Heute ist es ein Standort des
Westfälischen Industriemuseums. Das Museum bietet Einblicke in die Geschichte
der Binnenschifffahrt und des Kanalwesens. In der Maschinenhalle können die
Besucher die Welt der Technik und des Dampfes entdecken. Die Lebens- und
Arbeitswelt der Schiffer lernt man an Bord eines Museumsschiffes kennen.
Stationen auf einem Spaziergang am Oberwasser sind: Historische Helling,
Schiffe und Arbeitsgeräte, Anleger und Verladestelle, Hafenkräne und Hubbrücke.
Zu bestaunen gibt es ein in Europa einzigartiges Ensemble der Hebewerkstechnik.
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| Road Stop Hohensyburg Quelle |
km 200 - Road Stop Dortmund Hohensyburg (E)
km 230 - Henrichshütte Hattingen (F)
Die vor 150
Jahren gegründete Henrichshütte steht für den Beginn, die Blüte und den
Niedergang der Schwerindustrie im Ruhrgebiet. Bis zu 10.000 Menschen waren in
den verschiedenen Betrieben der Hütte mit der Koks-, Eisen- und Stahlproduktion, dem Walzen, Schmieden und
Gießen beschäftigt. Gegen den erbitterten Widerstand einer ganzen Region wurde
1987 Hochofen 3, der älteste im Revier, ausgeblasen. Heute ist die ehemalige
Hütte ein Industriemuseums. Rundwege für Erwachsene und Kinder erschließen das
50.000 qm große Museumsgelände. Auf Fotos, in Filmen und Interviews begegnen
Museumsgäste Menschen, die über ihre Arbeit auf der Hütte berichten. Eine
Schaugießerei, Abendführungen mit Kulturprogramm, Vorträge und
Sonderausstellungen ergänzen das vielfältige Angebot.
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| Lockparade Copyright: Eisenbahnmuseum Bochum |
km 240 - Eisenbahnmuseum Bochum Dahlhausen (G)
Mit über 180
Fahrzeugen aus der Zeit von 1853 bis 1964 gehört das Eisenbahnmuseum heute zu
den größten seiner Art in Deutschland. Einige Fahrzeuge sind sogar
betriebsfähig. In einem original erhaltenen Betriebswerk mit 14-ständigem
Ringlokschuppen und dazu gehörigen Nebenanlagen wie Drehscheibe, Wasserturm und
Bekohlungsanlage kann man sie alle sehen, die kleine Industriebahnlok ebenso
wie den eleganten Schnellzug-Renner.
Kräftige
Güterzugmaschinen, wie sie für das Ruhrgebiet jahrzehntelang typisch waren,
sind ebenso vertreten wie der "Akku-Blitz", ein Triebwagen, der
früher auf vielen Nebenstrecken des Reviers den Personenverkehr besorgte.
km 250 - Bikertreff am Haus Scheppen (H)
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| Villa Hügel Quelle |
km 255 - Villa Hügel (I)
Die Villa
Hügel diente von 1873 bis 1945 der Industriellenfamilie Krupp als Wohnsitz und
Repräsentationsort des Unternehmens. Das Große Haus war einst
Hauptwohngebäude der Familie und beherbergt heute die Kulturstiftung Ruhr. Hier
finden große, überregionale Kunstausstellungen statt. Im Kleinen Haus
informieren Ausstellungen über die Geschichte der Familie und des Unternehmens
Krupp sowie die Förderaktivitäten der Alfred Krupp von Bohlen und
Halbach-Stiftung, die auch Eigentümerin der Villa ist. Die repräsentative
Parkanlage lädt zu einem Spaziergang und zum Verweilen ein.
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| Margarethenhöhe Quelle |
km 265 - Margarethenhöhe (J)
Die
Gartenstadt Margarethenhöhe, benannt nach der Stifterin Margarethe Krupp, galt
schon während ihrer Entstehungszeit zwischen 1909 und 1920 als Paradebeispiel
einer zweckmäßigen und zugleich menschenfreundlichen Siedlungsbauweise. Noch
heute üben die Häuser, von denen kaum eines dem anderen gleicht, nicht nur auf
architektonisch Interessierte eine starke Anziehungskraft aus. Geschwungene
Giebel und Laubengänge, Erker, Holzfensterläden und Natursteinsockel prägen den
liebenswerten Gesamteindruck. Für einen Blick hinter die Fassaden wurde in der
Stenstraße eine Museumswohnung eingerichtet.
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| Zeche Zollverein Quelle |
km 275 - Zeche Zollverein (K)
Der Eifelturm
des Ruhrgebiets.
Das
Wahrzeichen des alten und neuen Ruhrgebietes: Welterbe Zeche und Kokerei
Zollverein Die Zentralschachtanlage Zollverein XII galt bis zu ihrer
Stilllegung 1986 nicht nur als modernste, sondern auch als "schönste Zeche
der Welt". Zusammen mit der Kokerei Zollverein und der Gründungsschachtanlage
1/2/8 gehört sie heute zu den Welterbestätten der Menschheit. Wo früher täglich
12.000 Tonnen Kohle gefördert, aufbereitet und weiter zu Koks veredelt wurden,
befindet sich heute ein moderner, lebendiger Standort für Kultur und Design.
Auf dem Museumspfad Zollverein und der Kokerei Zollverein können die Besucher
in die industrielle Vergangenheit eintauchen. Zahlreiche Erlebnisführungen
präsentieren Zollverein in all seinen Facetten.
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| Tetraeder Bottrop Quelle |
km 285 - Tetraeder Bottrop (L)
Bist du
schwindelfrei? Das Tetraeder in Bottrop bietet einen phantastischen Blick über
das Ruhrgebiet. Die dreiseitige Pyramide ist ein frei begehbarer Aussichtsturm
auf der Halde Beckstraße in Bottrop-Batenbrock. 60 Meter oberhalb der Halde
leuchtet das Tetraeder auch nachts aus der Ferne. Die Stahl-Konstruktion ruht
auf vier 8 m hohen Betonpfeilern und befindet sich auf der Kuppe der ca. 120 m
hohen Halde.
Der höchste
Aussichtspunkt - 42 Meter über dem Haldengipfel – hängt auch noch bewusst
"schräg".
km 295 - Gasometer
Oberhausen (M)
Der Gasometer
Oberhausen, 1929 als Gas-Zwischenspeicher erbaut, wurde 1988 stillgelegt und
1993/94 zur größten und wohl außergewöhnlichsten Ausstellungshalle Europas
umgebaut. Spektakuläre Projekte wie die Installation "The Wall" von
Christo und Jeanne-Claude, stellten Besucherrekorde auf und machten den
Gasometer überregional zu einem der bekanntesten Symbole des Ruhrgebietes. Seit
März 2006 beherbergt der Gasbehälter in seinem über 100 Meter hohen Innenraum
die faszinierende
Licht-Klang-Installation "Licht Himmel" der international bekannten Künstlerin Christina Kubisch. Mehr
als 200 Leuchten tauchen den Polygon in ein völlig neues Licht und erinnern an
einen Sternenhimmel. "Licht Himmel" bildet gemeinsam mit dem
einzigartigen Ambiente im Inneren der Industrie-Kathedrale den Rahmen für ein
unvergessliches Erlebnis. Abgerundet wird der Gasometer- Besuch durch den
grandiosen Blick von seinem 117 Meter hohen Dach auf das gesamte westliche
Ruhrgebiet.
Zum Abschluss
geht es noch einmal am Landschaftspark Duisburg-Nord vorbei. Im Vorbeifahren
erleben wir die faszinierende bunte Beleuchtung der ehemaligen Eisenhütte.
km 360 Tourende Polo
Jüchen
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| Erstellt mit: Google Maps |
Viel Spaß
& tolle Touren wünscht - HerBert ;-)









