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| 360 Meter lang – 100 Meter über dem Grund |
Was haben wir mitgefiebert, als Indiana Jones in seinem Abenteuer
im „Tempel des Todes“ auf einer Hängebrücke seinen Kampf gegen das Böse führte.
Daran mag man denken, wenn man in Mörsdorf vor der längsten Hängeseilbrücke Deutschlands
steht und überlegt, ob man freiwillig die 360 Meter Nervenkitzel in 100 Metern
Höhe durchstehen möchte – ein Stück Überwindung gehört schon dazu. Ob man dann tatsächlich
hinüber und wieder zurückgeht??? – das
bleibt natürlich jedem selbst überlassen ;-)
Die Idee zum Bau dieser spektakulären Marketing-Idee
hatten drei „Brückenträumer“ - der Bürgermeister und zwei Mitstreiter -
erstmals 2006 bei den Überlegungen, wie man den Ort Mörsdorf attraktiver machen
könnte. Mit Baukosten von 1,2 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen hat sich
dieser große Traum im Jahre 2015 erfüllt.
Aufsitzen in Erkelenz – zweimal haben wir die Tour schon
wegen „Schlechtwetter“ verschieben müssen – aber heute geht es endlich in den Hunsrück.
Zusammen mit Thomas & Birgit und Brigitte & SAM geht es zu unserem zweiten Treff, der Raststätte Bedburger Land an der A46.
Ute ist mit ihrer "Kleinen" heute natürlich auch wieder dabei :-)
Schnell bringt uns die A61 in unser Tourgebiet, das gleich hinter der Ausfahrt 28-Rheinbach mit schönen Weinanbaugebieten beginnt.
Unseren ersten Stopp wollen wir wieder einmal bei „Försters Weinterrassen“
einlegen und gleich einen neuen Weg dorthin erkunden.
Es geht also nicht wie
sonst über die B257 bis Altenahr und von dort die Ahr entlang bis zum
Restaurant „Bunte Kuh“, sondern über Grafschaft und Schloss Vettelhoven, bis
wir dann kurz vor Esch links auf eine schmale Betonplattenpiste abbiegen.
Ob nun alle diese kleinen Wege für die Allgemeinheit gedacht sind???
– die Winzer auf ihren lustigen schmalen Traktoren haben uns jedenfalls
kaum beachtet.
Weiter geht es auf kleinen Wegen bis und durch Dernau, bis wir am „Kaiserstuhl“ auf die Ahr treffen.
Weiter geht es auf kleinen Wegen bis und durch Dernau, bis wir am „Kaiserstuhl“ auf die Ahr treffen.
Die Aufschrift „Kaiserstuhl“ war mir bisher noch nicht aufgefallen und eigentlich liegt er doch ganz irgendwo anders? Deshalb umso
interessanter die Geschichte, die ich im Netz dazu gefunden habe.
Schon gewußt: Den
"Kaiserstuhl" an der Ahr kurz vor Marienthal gab es vor 200 Jahren
(?) noch nicht... Aus Richtung Walporzheim kommend kurz nach der
"Bunten Kuh" folgt in der nächsten Kurve der "Kaiserstuhl".
Früher war der "Kaiserstuhl" eine Felsformation, die bis zum Ahrufer
ragte. Der Kutschenverkehr erfolgte über eine Brücke auf die andere Seite der
Ahr. Auf der alten Postkarte erkennt man den historischen Straßenverlauf.
Heute ist auf der
anderen Seite der Ahr nur noch der Rest des Brückenpfeilers zu erkennen,
der von grünen Pflanzen überwuchert wurde. Der "Kaiserstuhl"
gehört zum Weinberg "Marienthaler Jesuitengarten". Wir haben es uns
natürlich nicht nehmen lassen mal in den Weinberg hineinzugehen, da sich hier
mit die höchsten Weinbergsterrassen der Ahr befinden. Es ist immer wieder
erstaunlich sich vorzustellen, dass jeder Stein vor hunderten von Jahren von
Menschenhand aufgeschichtet wurde. Ob im Weinberg noch etwas Rebschnitt
erfolgen wird, wissen wir nicht... Es ist einfach wunderschön an der Ahr!
Gleich hinter dem Gasthaus “Bunte Kuh“ geht es scharf links
in die Weinberge hinauf und kurz darauf parken wir unsere Bikes vor „Försters Weinterrassen“.
Für mich ist es der vierte Besuch auf diesem außergewöhnlichen
Weingut.
Wir sitzen hoch auf der Terrasse und haben einen wunderschönen Blick auf
das Ahrgebirge und den Rotwein-Wanderweg.
Das Gebäude ist ganz im Stile von
Gaudi & Hundertwasser gehalten – „Die Natur kennt keine rechten Winkel“
Man hat den Eindruck, dass die umfangreichen
Begrünungs-Maßnahmen am Weingut der Natur die Möglichkeit geben, sich wieder
einiges von den menschlichen Eingriffen zurück zu erobern.
Jetzt fahren wir, auf dem Weg "Im Teufenbach", ein Stück über den
Rotwein-Wanderweg in Richtung Ahrweiler.
Das ist ganz legal – auch wenn uns manche Wanderer etwas befremdlich ansehen. Wir fahren langsam und lächeln ihnen freundlich zu – da ist die Welt gleich schon wieder in Ordnung :-)
Das ist ganz legal – auch wenn uns manche Wanderer etwas befremdlich ansehen. Wir fahren langsam und lächeln ihnen freundlich zu – da ist die Welt gleich schon wieder in Ordnung :-)
Durchs nette Ahrweiler hindurch geht es über Kempenich
und Monreal immer weiter südlich, bis wir bei Klotten die Mosel erreichen.
Wie
schön, wieder einmal hier zu sein – auch wenn wir heute bei Treis-Karden
die Mosel schon wieder verlassen.
Ab hier biken wir im Hunsrück und kurz darauf nähern wir uns auch schon Mörsdorf, dem kleinen verschlafenen Dorf mit der „riesigen Hängeseilbrücke“.
Mit dem „Verschlafensein“ ist es erst einmal vorbei. Schon
vor dem Ort weisen große Schilder auf große Parkplätze hin.
Die brauchen wir
heute aber nicht, denn wir nehmen den kleineren Platz am „Besucherzentrum Geierlay“,
der für uns ausreichend ist.
Es wird extra darauf hingewiesen, dass die Parkgebühr, von
zur Zeit 2,00 €, auch für Motorräder gilt – das geht schon in Ordnung.
Was hier von der kleinen Gemeinde als Ausflugsziel geboten wird ist schon super.
Zudem machen der Platz und das Besucherzentrum einen gepflegten Eindruck, was ja auch nicht zum Nulltarif zu bewerkstelligen ist.
Was hier von der kleinen Gemeinde als Ausflugsziel geboten wird ist schon super.
Zudem machen der Platz und das Besucherzentrum einen gepflegten Eindruck, was ja auch nicht zum Nulltarif zu bewerkstelligen ist.
Nachdem wir uns erfrischt haben kommt nun der härteste Teil unserer Adventuretour – geht es auf die
Fußwanderung zur Hängeseilbrücke, die uns in einer Art Volkswanderung ca. 2
Kilometer (und zurück) durch Wiesen und Felder zur Brücke führt.
Bequeme „Wanderschuhe“ sind da natürlich angesagt ;-)
Schon eindrucksvoll – Der erste Blick auf die in
luftiger Höhe schwebende Stahlseil-Konstruktion.
360 Meter Nervenkitzel in 100 Metern Höhe auf der „Geiyerlay“ - Die längste Hängeseilbrücke Deutschlands.
Und natürlich lassen wir es uns alle nicht nehmen,
wenigstens einmal bis zur Mitte der Hängeseilbrücke zu gehen.
Obwohl es, trotz
der stabilen Abspannseile ganz schön wackeln kann, ist ein Gang über den
Holzsteg ein cooles Erlebnis, das man sich unbedingt einmal gönnen sollte.
In
luftiger Höhe zu stehen und auf den winzigen Lauf des Mörsdorferbach und seine
Umgebung zu schauen, ist es wert hier hin zu kommen.
Nachdem wir wieder am Besucherzentrum angekommen sind,
erholen wir uns von unserem Wanderausflug mit diversen Speisen und Getränken.
Für jeden war wohl etwas im Angebot dabei.
Für jeden war wohl etwas im Angebot dabei.
Auf unserem Rückweg und zu unserem geplanten Tankstopp in
Ediger-Eller an der Mosel zeigt eine unserer Maschinen eine so geringe
Restreichweite an, dass wir uns auf die Suche nach einer Tankstelle in der näheren Umgebung machen. Die finden wir dann, nach einigen Verirrungen ;-) in Kastellaun.
Von Senheim bis Bremm geht es noch einmal an der Mosel entlang.
Dann folgen das Pulvermaar und das Schalkenmaar.
Dann folgen das Pulvermaar und das Schalkenmaar.
Unser heutiger Fuhrpark
Rainer und seine Yamaha MT07
In Adenau kann man noch eine schöne Pause einlegen, denn da ist noch so richtig was los. Dagegen ist unser Stopp am „Café Fahrtwind“ ein Totalausfall. Als wir um 18 Uhr dort ankommen ist der Treff bereits geschlossen. Schade für uns – nun haben wir nämlich irgendwie keine Lust mehr uns etwas anderes zu suchen.
Rainer und seine Yamaha MT07
In Adenau kann man noch eine schöne Pause einlegen, denn da ist noch so richtig was los. Dagegen ist unser Stopp am „Café Fahrtwind“ ein Totalausfall. Als wir um 18 Uhr dort ankommen ist der Treff bereits geschlossen. Schade für uns – nun haben wir nämlich irgendwie keine Lust mehr uns etwas anderes zu suchen.
Also nur ein kurzer Stopp hier, das Topcase nach Proviantresten durchsucht und auf geht’s zur letzten Etappe über
Fuchshofen, Schuld und Kirchsahr zur A61 bei Rheinbach.
Gegen 20 Uhr sind wir, nach knapp 500 Kilometern, am AK
Jackerath und dann auch schon bald Zuhause.
Fazit: Nach unserer Alpentour sind die Berge an Ahr,
Mosel und im Hunsrück natürlich nur noch „Kleinkram“ – aber dafür „wunderschöner
Kleinkram“ :-)
Und angelehnt an Denzel wäre die Schwierigkeit der
Tour mit 2 gut eingestuft – Strecke ohne nennenswerte Anforderungen.
Als Tour-Empfehlung gibt's *** Sterne – Hinfahren lohnt sich :-)
Als Tour-Empfehlung gibt's *** Sterne – Hinfahren lohnt sich :-)
Vielen Dank an meine Mittourer für den schönen Tag und einen besonderen Dank an Birgit, die unseren Tourtag wieder durch ihre schönen Bilder eingefangen hat :-)
Viel Spaß & tolle Touren wünscht HerBert ;-)










































