Montag, 20. März 2017

"The Filling Station" - START 2017

Sa. 04. März 2017 - Saisoneröffnung in Süd-Limburg

"The Filling Station" - Good Food, Good Feeling!

Vier Monate Winterpause für unser Team – jetzt geht es endlich wieder los!!!
Zum Tourstart geht’s  weil’s dort so schön ist  in die Region Süd-Limburg.




Treffen am McD-Hückelhoven  Eins unter Vollbesetzung.



Thomas kommt mit seinem neuen mächtigen Honda-Cross-Tourer in Schwarz/Rot und Birgit führt heute ihre Yamaha MT07 aus. Also gibt es leider keine der tollen Sozia-Tourbilder – nur fröhliche Bikerinnen und Biker bei Kaffee & Kuchen ;-)




So früh in der Saison geht es etwas später los, fahren wir nicht so weit und sind etwas früher zurück  so zum Eingewöhnen :-)



Erst einmal geht es auf kleinen Straßen in Richtung Niederlande. Einige neue Wege sind dabei – und auch ein paar schöne Kurven.




Die alte Festungsstadt „Stevensweert“ liegt besonders schön an der Maas.




Später im Jahr ist der Marktplatz und die umliegenden Cafés und Restaurants immer gut besucht und vom Platz neben der historischen Kanone schaut man weit auf das Maasland und auf den regen Verkehr der vielen Sport- und Freizeitboote der nahegelegenen Stevensweerter Marina.



Nach einer gemütlichen Fahrt durch die beschaulichen Maasdörfer geht es bei Stein per Autobahnbrücke über die Maas nach Lanaken  in Belgien – unser Ziel  „The Filling Station“




Seit 2012 sind wir wieder einmal in diesem außergewöhnlichen Lokal.





Das Essen ist typisch amerikanisch mit einer großen Auswahl an American Burgers, Chicken Wings, Spare-rips und Stakes.





Das Ambiente ist schon beeindruckend mit seinen zahlreichen Artefakten aus der amerikanischen Film- und Musikgeschichte.






Und natürlich fehlt auch nicht die typische Harley, ein paar alte Zapfsäulen und Pin up-Girls, um ein Gefühl nach Route 66 der 50er-Jahre aufkommen zu lassen.


Schleuse vor Maastricht

Gleich nach unserer Stärkung geht es wieder hinüber in die Niederlande nach Maastricht. Dort gibt es immer noch gewaltige Bauarbeiten in der Verkehrsführung – und wir geraten mitten hinein.
Im mitlerweile fertiggestellten, spektakulären doppelstöckigen König-Willem-Alexander-Tunnel kommt es immer noch zu Staus, weil die oberirdischen Anschlüsse noch nicht fertig sind.
Dazu gehört auch die neue Superbaustelle der maroden Noorderbrug über die Maas, die bis zu ihrer Fertigstellung 2018 ca. 170 Millionen Euro kosten wird.
Ein 180 Meter langer Abschnitt der insgesamt 1000 Meter langen Brücke wird parallel zu der vorhandenen errichtet und Mitte des Jahres komplett (samt der Pfeiler) auf glatten Stahlplatten eingeschoben und so die alte Brücke, die dort abgebrochen und zerkleinert wird, ersetzen.
Die Arbeiten für das kühne Vorhaben der Ingenieure sind schon in vollem Gange, so dass es für uns schon durch eine Reihe der neu errichteten Pfeiler hindurchgeht.
Die bis zu 120 Tonnen schweren und 47 Meter langen vorgefertigten Betonträger werden per Schiff über die Maas vom mehr als 100 Kilometer entfernten Oosterhout herbeigeschafft und dann in 432 Mammuttransporten zu Lande zu ihrem Montageort gebracht.
Die gewaltigen Betonelemente unterscheiden sich in Länge und Breite und werden wie ein Puzzle auf die insgesamt 16 neuen Pfeiler gelegt und montiert.




Der Maasboulevard führt uns unter die Innenstadt, die John F. Kennedybrug über die Maas und kurz danach sind wir schon auf der Mergelland-Route nach Sint Geertruid, Margraten und Slenaken unterwegs.



Ein Abstecher über Schweiberg bringt uns von Norden nach Epen und nach einer Linkskurve liegt dann unser nächstes Ziel vor uns – eine Berghütte wie im Algäu – das Café-Restaurant „De Smidse“
Hier verlassen uns Ute und Helmut - weitere Aufgaben warten ;-)





Hier wollte ich doch schon immer einmal, solange ich durch das Epener Land bike, auf einen Kaffee und ein Stück Limburgse Vlaai einkehren, gemütlich in der Nachmittagssonne sitzend und den vorbeiziehenden Wanderern und Bikern zusehen.





Das alles klappt wie bestellt – sogar die Sonne schaut für einen Moment vorbei – wir sitzen vor De Smidse bei Kaffee & Kuchen und sehen den vorbeiziehenden Wanderern und Bikern zu.




Auch für unsere letzte Etappe fanden wir noch ein paar noch nicht gefahrene Wegstrecken – nicht so selbstverständlich, wo wir doch schon so oft hier entlanggefahren sind.



Schönen Dank an meine Gefährten, dass ihr in der neuen Saison wieder dabei seid - interessante und tolle Ziele warten auf uns :-)



Viel Spaß & tolle Touren wünscht HerBert ;-)


Samstag, 18. März 2017

Rund um den bunten "Pott"

März 2017 - Mowwe der Hof



Große Industriegebiete, alte Zechen-Siedlungen, Hochöfen und Krupp-Stahl – das sind die Erinnerungen aus meiner Kindheit, wenn wir zu unseren Verwandten ins Ruhrgebiet – in den Kohlenpott fuhren.
Nach und nach hat sich dort nicht nur die Luft von Schwefel-Gelb nach Himmel-Blau geändert, auch die Landschaft an der Ruhr wurde grüner und der Pott immer vielfältiger und bunter.
Einen maßgeblichen Anteil an den interessanten und außergewöhnlichen Bauwerken im Ruhrgebiet, haben die „Landmarken“ und die Industriekultur des Ruhrgebiets.
Schon einmal waren wir mit unseren Bikes mitten im Pott – 2010 auf der Tour „Komm zur Ruhr“. 10 außergewöhnliche Denkmäler der Industriekultur lagen damals an unserer Strecke, darunter auch die Zeche Zollverein in Essen, die Luisenhöhe ebenfalls in Essen, der Duisburger Innenhafen, das Schiffshebewerk Henrichenburg und der Gasometer in Oberhausen.
Damals eine Tour, die uns die gewaltige industrielle Leistungskraft des Ruhrgebiets erahnen ließ.
Irgendwie stieß ich vor einigen Jahren auf „Mowwe der Hof“. War es nun der Name, das rote Haus oder die hausgemachten Reibekuchen - ich weiß es nicht mehr so genau. Aber eine Tour dorthin hatte ich damals schon geplant.

Heute geht es also noch einmal ins Ruhrgebiet – besser gesagt – rund um den „Bunten Pott“.
ThomasK und ich treffen uns bei Birgit & Thomas, dann geht es zu Polo, wo Christine & Günter und Rainer zu uns stoßen.
Heike ist heute ohne Helmut dabei – das Spiel mit dem Schläger und dem kleinen leichten Ball ist seine Leidenschaft ;-)



Es könnte losgehen – wenn da nicht ein Defekt an einem Fahrlicht wäre. Ist ja eigentlich kein Problem eine neue Lampe bei Polo zu kaufen und sie schnell  mal auszutauschen. Ist es aber doch – nach einer halben Stunde und 3 verschlissenen „Monteuren“ :-) geben wir auf  wir bekommen die Spannklammer einfach nicht wieder montiert. Muss es halt so gehen ;-)




Fehlt noch Ute – für sie gibt's den Abholservice in Düsseldorf Süd am Park-Inn by Radisson :-)





Dann geht es über die A46 bis Haan Ost und von dort über Land zum „Cafe Hubraum“. War ja klar – ganz schön viel Betrieb auf der Strecke. Aber ich wollte das ja alles einmal mit eigenen Augen sehen – denn die „Klingenstadt-Solingen“ hat auch einiges an Industriekultur zu bieten. Nicht wenige der Firmennamen, die groß und stolz über ihren Eingangsportalen prangen sind immer noch ein Begriff.
Unvermittelt liegt der „Haribo-Werksverkauf Solingen“ vor uns. Der Solinger Fabrikverkauf bietet alles an Produktneuheiten, Klassikern oder auch Fan-Artikeln – hier gibt es alles was das Haribo-Herz begehrt.




Noch ist nicht viel los beim „Cafe Hubraum“.





Die Bikes schön in Reihe abgestellt und rein zum Kaffee-Fassen.




Ist schon eine tolle Atmosphäre hier an der Wupper mit Sandstrand – da sollte man doch mal öfter hinfahren.





Ab geht’s ins Bergische – tolle Kurven in bezaubernder Landschaft. Wir durchfahren romantische Ortschaften mit idyllischen Fachwerkhäusern und schöne Täler mit unzähligen Bächen und Flüssen. Cronenberg, die Olper Höhe, die Herbringhausener Talsperre, Keilbeck, Ennepetal, Hagen, Schwerte und Wickede liegen an unserer Strecke.












Vorsichtshalber habe ich beim Bauernhof-Cafe einen Tisch für uns bestellt, mit neun Personen ist das schon angesagt. Da wir den genannten Zeitpunkt aber nicht einhalten können, gibt es einen kurzen Telefonstopp und schon ist alles wieder in der Zeit ;-)




Eine halbe Stunde später ist Lanstrop erreicht. Noch einmal biegen wir rechts ab und schon rollen wir auf den Hof des roten Hauses.
Thomas und ich sind uns einig - bisher hatten wir wirklich tolle Strecken auf unserer Tour - nur die vielen Tempo 50 Beschränkungen auf Landstraßen sind schon ungewöhnlich :-(







„Mowwe der Hof“ liegt in Dortmund-Lanstrop, mitten in einem Landschaftsschutzgebiet. Man könnte sich schon vorstellen, dass Fuchs und Hase sich hier „Gute Nacht“ sagen :-)




Bei dem schönen Wetter ist die Außenterrasse natürlich gut besucht – nur noch der für uns reservierte Tisch ist frei. Viele Radfahrer nutzen die schöne Lage, mit Blick auf die grasenden Kühe und Pferde auf den Weiden, für eine Pause auf ihrer Tour. Und Straßenverkehr gibt es hier natürlich auch nicht – nur ein Traktor mit Heu kommt hin und wieder vorbei.
Da wir uns die Speisekarte natürlich schon im Internet angesehen haben, ist die Bestellung schnell erledigt. Reibekuchen mit Apfelkompott und Reibekuchen mit Lachs sind die Renner ;-)




Gut eine Stunde später steigen wir gut gestärkt auf unsere Bikes – auf geht’s zum Schiffshebewerk Henrichenburg.




In Lünen verlieren wir uns kurzfristig innerhalb einer Straßensperrung mit Umleitung, aber kurze Zeit später sind wir wieder vollzählig – unser Team ist eben gut organisiert ;-)




Es geht vorbei am Trianel Kohlekraftwert Lünen, über den Datteln-Hamm-Kanal und durch Waltrop zum „Schiffshebewerk in Henrichenburg“.






Hier legen wir am Café-Restaurant „Kortmann“ einen kurzen Stopp ein – 2010 waren wir schon einmal hier. In Erinnerung sind uns noch die tollen Kuchenstücke, die uns auch heute aus der Kuchenvitrine anlachen – Grund genug, noch mal auf einer extra „Tortentour“ hierher zu kommen :-)





Nach der Überquerung des Rhein-Herne-Kanals fahren wir einen nördlichen Abstecher über Datteln nach Haltern am See.






Auf der Strecke in Richtung Halten am See steigern sich nochmals die Stecken mit Tempo 50 - wohlbemerkt auf gut ausgebauten Landstraßen. Über die Zusatzschilder "schlechte Wegstrecke" höre ich im Vorbeifahren laut den "Amtsschimmel" wiehern.




Von Haltern am See geht es  dann westlich über Dorsten, Hünxe und Voerde.
Hier fahren wir praktisch mitten durch das Steag-Kraftwerk Voerde.








Anschließend südlich: Walsum, Marxloh und dann Bruckhausen mit beeindruckender Schwerindustrie.




Über die Dammstraße erreichen wir Duisburg-Ruhrort, das letzte Ziel unserer Rundreise um den Pott.
Mit der Rolle des „Horst Schimanski“ hat der 2016 verstorbene "Götz George" Fernsehgeschichte geschrieben. Ihm zu Ehren hat die Stadt Duisburg eine kleine Gasse nach ihm benannt – die "Horst-Schimanski-Gasse". Grund genug, dort einmal vorbeizuschauen.
Die Bikes stellen wir auf dem Platz vor der Schifferbörse Duisburg-Ruhrort ab.




Von hier geht es ein paar Stufen hinunter und schon sind wir am Kai des Vinckekanals. Direkt vor uns liegt das Museumsschiff  „Oscar Huber“, das ab Mitte April besichtigt werden kann.





Ein Stückchen weiter liegt die Kneipe am Hafen – „Zum Hübi“ – eine Szenekneipe mit interessanten Ausblicken auf den Hafen, auf ein Hotelschiff, das sich geraden für die Weiterfahrt fertig macht und auf die Friedrich-Ebert-Brücke.
Wir sitzen in der Abendsonne und genießen die Atmosphäre  hierher komme ich ganz bestimmt noch einmal zurück :-)








Von hier aus hat man auch den Einblick in die Horst-Schimanski-Gasse. Immer wieder kommen Tatort-Fans zur Gasse, schießen ein Foto oder stellen sich in Pose für ein Selfie. Einer hat sogar ein ausgedrucktes Tatort-Logo dabei ;-)





Schimmi-Gasse in Häkel-Ausführung


Ein letzter Aufbruch – zwischen den Brückentürmen  der „Friedrich-Ebert-Brücke“ hindurch überqueren wir den Rhein und erhaschen im schwindenden Tageslicht noch einen letzten Blick auf die Skulptur-Steele „Rheinorange“, die die Mündung der Ruhr in den Rhein markiert.



> Rheinorange



Tourverlauf Polo - Duisburg-Ruhrort - ca. 250km


Tourverlauf Hückelhoven - Hückelhoven



Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert :-)