… Das
ist die Frage, die die Bloggerin Minya, in ihrem Motorrad-Blog „Moto Minya“, nach einer
längeren Wanderstrecke zur Saarschleife stellt ;-)
Natürlich bewegt auch mich diese Frage – denn die Saarschleife gehört auch zu unseren Wunschzielen. Deshalb bin ich schon sehr
erleichtert, als Minya dann doch noch ihr Ziel erreicht und vor einer „Mörder Leinwand“ steht :-)
Juli 2015
Kein „leichtes“ Unternehmen, die Saarschleife von uns aus innerhalb
einer „gemütlichen“ Motorradtour zu erreichen. Denn es werden am Ende gute 500
Kilometer mehr auf unseren Tachos sein – mit tollen Landschaften, schönen
Aussichtspunkten, kleinen Landstraßen und einigen kurzen Autobahnstrecken.
09:30 geht es, an der Autobahnraststätte Bedburger Land an der A61, los – bis zum frühen Nachmittag wollen wir den Aussichtspunkt Cloef an der Saarschleife erreichen.
Mit ihrer blauen BMW F 700 GS ist Heike die "Neue" in unserem Team. Schweren Herzens hat sie sich von ihrem chromblitzenden Chopper
getrennt, um ab heute bei uns einzusteigen. Toll gemacht Heike – willkommen im
Team!!!
Unseren Start haben wir wetterbedingt schon vom Samstag auf den Sonntag verschoben. Ob
sich das Wetter den ganzen Tag halten wird ist auch heute leider ungewiss. Aber
niemand von uns möchte sich, vom angesagten Regen am späten Nachmittag, von
unserer Reise abhalten lassen.
Leider staut sich der Verkehr bei Erftstadt zum Stopp & Go auf. Vorsichtig fahren wir im zäh fließenden Verkehr – wobei der überwiegende Teil der PKW Fahrer eine
Gasse für uns aufmacht. Das hat sich in den letzten Jahren, meinen
Erfahrungen nach, wirklich gebessert. Ist doch eine schöne Geste, den Zweiradfahrern
einen kleinen Vorteil zu gönnen ;-) Nur ganz wenigen merkt man an, dass sie uns eigentlich nicht vorbeilassen möchten.
An der Spitze des Staus ist dann wieder einmal nicht festzustellen,
weshalb man 5 Kilometer Schritttempo fahren musste – da war einfach nichts.
Bei Rheinbach verlassen wir die A61 und steuern, wie geplant, die
nächste Tankstelle an. Von hier aus werden unsere Tankfüllungen bis zum
preiswerten LUX-Sprit am späten Nachmittag reichen.
Durch tolle Landschaften fahren wir durchs Ahrgebirge immer weiter in
die Eifel hinein bis Daun,
wo wir zu unserem ersten Pausenstopp einkehren.
Auf Google Maps fiel die Wahl auf die „Bäckerei Schillinger“ in Daun – eine gute Wahl – nicht nur wegen des schönen Rot.
Wir sitzen auf der Terrasse unter den Sonnenschirmen,trinken Kaffee und
essen Kuchen oder leckere Teilchen oder sogar ein deftiges Frühstück mit
Spiegeleiern.
Dabei hat man dann auch noch einen tollen Blick auf die Burg oberhalb von Daun.
Die zweite Etappe bringt uns über ein Stück der A1 an die Mosel bei Trier.
Über schöne Landstraßen und kleine Ortschaften erreichen wir einige Zeit später
die Saar bei Wiltingen.
An Saarburg vorbei fahren wir das tief eingegrabene Tal
der Saar aufwärts bis Mettlach, den südlichsten Punkt unserer Reise.
Weltbekannter Hersteller von Keramikwaren – Villeroy & Boch
Hier in Mettlach, der Stadt des bekannten Keramik-Herstellers "Villeroy & Boch", haben wir uns mit Matthias
& Ulrike verabredet.
Mit ihnen zusammen sind wir in den vergangenen Jahren viele tolle
gemeinsame Touren gefahren.
Im vergangenen Jahr haben die Beiden ihren
Wohnsitz weiter südlich verlegt – heute ist seitdem die erste Gelegenheit, uns
auf etwa der halben Strecke zu treffen.
Nachdem wir uns ausgiebig begrüßt haben fahren wir gemeinsam nach
Orscholz zum Aussichtspunkt Cloef.
TomTom weist mir zielstrebig den Weg zum Parkplatz, von dem aus wir
unseren Fußweg zum Aussichtspunkt starten wollen.
Bei unserer Ankunft stellen wir fest, dass der Parkplatz heute zur
Teamzone des „Saarschleifen Bike Marathon“ erklärt und mit Barken abgesperrt
wurde.
Als wir da noch vor der Sperre stehen fahren 2 Pressefahrzeuge an uns
vorbei, für die die Sperren sofort zur Seite geräumt werden. Schnell schließen
wir uns an und flutschen noch so mit durch – hinter uns schließt sich wieder
die Schranke :-)
Ein schönes Gewusel ist das hier mitten zwischen den Teams mit ihre eigenen
Ständen, Zelten und Teamfahrzeugen. Am Cloef-Atrium geht es erst einmal durch die
dicht gedrängten Zuschauer und Mountainbiker hindurch auf den Weg zum
Aussichtspunkt. Mehrmals überqueren wir dabei die Rennstrecke der Biker –
Vorsicht ist geboten ;-)
Und dann, endlich, stehen wir am Aussichtspunkt und blicken auf die
Saarschleife – „Mörder Leinwand“ ;-)
Die "Saarschleife" ist ein einzigartiges Naturerlebnis das durch die
beständige Kraft des Wassers geschaffen wurde.
Den schönsten Blick auf die 180° Windung des gemächlich dahinfließenden
Flusses hat man hier, vom "Aussichtspunkt Cloef" in Orscholz.
Über Jahrmillionen hinweg hat sich die Saar ihren Weg ins Gestein
gegraben.
Schön ist es, 180 Meter über dem Fluss zu stehen und den Blick über das wohl
bekannteste Naturerlebnis und Wahrzeichen des Saarlandes schweifen zu lassen.
Und natürlich hat hier auch schon so manch anderer Besucher gestanden und vor uns den Ausblick auf den doppelten Fluss genossen
:-)
Zurück am Atrium nutzen wir erst einmal das große Angebot an Grill- und
Getränkeständen um uns für die Weiterfahrt zu stärken. Am Parkplatz müssen wir
uns dann leider schon wieder von Matthias & Ulrike verabschieden, die nun in die entgegengesetzte Richtung heimwärts fahren.
Schön war‘s, die Beiden hier zu treffen und zu hören, wie es ihnen in
der Zwischenzeit so ergangen ist :-)
Saarburg, mit seiner schönen Altstadt ist unser nächstes Ziel.
Auch hier führt uns der von mir „manipulierte“ TT Reiseführer zu einem
netten Parkplatz, von dem aus wir unsere Altstadtbesichtigung starten können.
"Saarburg", inmitten von Wäldern und Weinbergen gelegen, wurde im Jahre
964 mit dem Bau der Burg hoch über der Saar gegründet.
Wie wir sofort sehen, ist die romantische mittelalterliche Stadt ein wahrer
Touristenmagnet – wie bei uns etwa Bad Münstereifel.
Sightseeing, Shopping, Andenken, Kaffee & Kuchen, Eis – alles, was ein Tourist so begehrt :-)
Die besondere Attraktion des Städtchens – Der Leukbach und der 20m hohe Wasserfall mitten in der Stadt.
Zwischen Fachwerkhäusern und
Barockbauten stürzt hier das Wasser wildschäumend und lautstark zu Tal.
In
früheren Zeiten wurden hier die Mühlräder der ehemaligen Hackenberger Mühle
antreibt.
Entlang des Wassers reiht sich heute eine Restauration an die andere, die an schönen Tagen wohl auch ziemlich gut besetzt sind.
Bei der Planung zur Tour bekam ich von Bernd, einem guten (alten) Bekannten
den Tipp: „Wenn ihr schon in der Nähe von Trier seid, dann fahrt doch mal zur „Mariensäule“
hoch, die kenne ich noch aus meiner Bundeswehr-Zeit. Da habt ihr einen tollen Panoramablick
auf Trier.
Schon von weitem
sehen wir auf der linken Seite der Mosel, auf dem höchsten Punkt der
Sandsteinfelsen, die Mariensäule hoch über der Stadt Trier.
Mit Spendengeldern
der Trierer Bürger wurde 1866 der Bau des 40 Meter hohen Pfeilers, auf dem die
gekrönte Marienstatue steht, ermöglicht.
Die Auffahrt auf
den Felsen ist nicht so überschwänglich ausgeschildert und nicht so leicht zu finden. Aber irgendjemand muss wohl meinem TT einen Tipp
gegeben haben ;-)
Da, wo ein steiler
Wanderweg auf der linken Seite den Wald hinaufführt, leinen wir unsere Rösser
am Seitenrand an und, wer noch fit genug ist, kraxselt die Naturstufen hinauf
zum Aussichtspunkt.
Und … wow! … vom
Vorplatz der Mariensäule erleben wir einen fantastischen Blick auf die alte
Römerstadt und das weite Moseltal.
Bei Total Echternach bekommen unsere mechanischen Gefährten das
versprochene Futter – Bei LUX-Preise hat man fast schon das Gefühl, zum halben
Preis unterwegs zu sein ;-)
Nun hilft nichts mehr, die Regenfront hat uns erreicht und die Schutzkleidung
muss her.
Über Bittburg und Prüm geht es nach Belgien und dann zu einem letzten
Stopp beim McD Monschau / Imgenbroich.
Ein Abschiedsgruß, dann trennen sich unsere Wege in Hückelhoven-Baal.
548 Kilometer zeigt das Display meiner „X“, als wir um 21:30
wieder zu Hause eintreffen.
Vielen Dank für:
Den tollen Tag mit viel Spaß und schönen Aussichten an meine Gefährten Thomas & Birgit, Ute, Georg, Helmut, Heike, Rainer und ThomasK
Den tollen Tag mit viel Spaß und schönen Aussichten an meine Gefährten Thomas & Birgit, Ute, Georg, Helmut, Heike, Rainer und ThomasK
Die tolle Idee von Matthias & Ulrike, dass wir noch einmal eine gemeinsame
Tour, wenn auch mit getrennter Anfahrt, gefahren sind
Moto Minyas Reisebericht, der mich eindeutig zu dieser Tour inspiriert
hat
Bernds Tipp, dass der Blick von der Mariensäule auf Trier jede Mühe
lohnt
Birgits schöne Bilder, die auch ein Beweis für die Existenz der
Saarschleife sind. Heutzutage kann man ja alles möglich mit PhotoShop machen :-)
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
Herbert ;-)










