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Freitag, 28. Februar 2014

Juni 2013 – „Das Salz der Opalküste“ I


Nun ist es endlich so weit, ich drücke den Starter und der Kawa- Vierzylinder springt so zuverlässig an wie immer.

 

450 spannende Kilometer liegen heute vor uns, bevor wir gegen 18 Uhr unsere Bikes auf der Place  de l’Eglise vor der Kathedrale von Saint-Riquier parken werden.


Das muss doch endlich mal klappen – mit dem Bike ans Meer.

Das Mittelmeer wäre toll – ist aber viel zu weit.

Bretagne oder Normandie wären auch ganz toll – leider reicht die Zeit auch dafür nicht.

Doch dann fand ich diesen tollen Bericht in Geo Saison, der mich allein schon mit seiner Überschrift elektrisierte:
„Die Opalküste“  –  Eine der aufregendsten Küsten Europas - Viel schöner als die Normandie oder die Bretagne.Kann das sein? Wo liegt denn die Opalküste? Noch nie von ihr gehört – klingt aber verlockend -  so nach blauem Meer und weißen Stränden - ein wenig wie - Südsee oder - Indisches Meer.

Dann die Überraschung. Die Opalküste ist gar nicht so weit weg, liegt gleich oberhalb der Normandie an der Nord-Pas-de-Calais.

Meine Neugierde auf ein spannendes Abenteuer an der „Grand Site de France“ist geweckt.


05:45 geht der Wecker.
Mein Smartphone hat sich bisher noch nicht gemeldet, also gibt es auch keine  Absagen vom harten Kern der Truppe.
Sind schon kampferprobte Mädels und Jungs. Sagen immer, wir wären schon bei schlechteren Bedingungen gefahren und es war immer schön. Ich selbst wäre ja vielleicht schon ausgestiegen wenn ich nicht der Tour- Guide wäre, der versprochen hat, als letzter von Bord zu gehen. Und wer weiß, dann hätten sie mich wohlmöglich wieder einmal zu Hause abgeholt und mich zur Tour „gezwungen“.
Am Vortag hab ich alles gepackt und die Kawa schon mal probegestartet. Nun ist alles startklar. Noch einmal einen Gruß an meine Frau und ab geht’s.

Ein Juwel in Nordfrankreich: Die OpalküsteDie weiße Kreideküste von Dover kenne ich schon seit meiner Schulzeit, aber dass es auf der anderen Seite des Ärmelkanals eine ebenso beeindruckende Küste gibt, ist wohl nur wenigen bei uns bekannt.
Am Fuß dieser weißen Kreideklippen schimmert der Ärmelkanal so blaugrün, dass man trotz des ruppigen Windes an die Südsee und an „Opal-Edelsteine“ denken muss.
Eine Welt aus spektakulären Landschaften erwartet uns, von der Somme-Bucht über Le Touquet-Paris-Plage, Boulogne-sur-Mer und Calais. Dort erstreckt sich die Opalküste auf über 140 tolle Kilometer mit beeindruckenden Klippen und Dünen und einer Landschaft gesäumt von Kirchtürmen, Mühlen und Mohnblumenfeldern.
Seit drei Jahren warte ich auf diese Tour, seit Monaten ist sie fertig geplant, die Zimmer sind reserviert und  die Vorfreude ist groß – Nur das Wetter will nicht so richtig mitspielen.
Dabei habe ich den Tour-Termin extra auf Ende Juni gelegt. Eine Woche später strömen nämlich alle Franzosen an ihre Küsten um dort ihre Sommerferien zu verbringen. Dann wird es dort Oben so richtig voll.
Immer noch können wir die  Zimmer stornieren, die wir schon vor 3 Monaten über Booking.com gebucht haben. Ist übrigens eine tolle Sache. Je nach Unterkunft ist eine kostenlose Stornierung oder ein geringer Abstand bis kurz vor der Anreise möglich.

Auf den 2 Kilometern zur Tankstelle werde ich vom Nieselregen schon mal leicht nass, mit den Regensachen will ich aber noch etwas warten.
Ute und Matthias & Ulrike warten schon auf mich als ich beim McD-Hückelhoven ankomme. Dort ist am WE immer offen, man bekommt immer einen guten Kaffee, es gibt genügend Parkplätze und erfrischen kann man sich auch noch mal schnell  – ein idealer Tourentreff!
Sofort habe ich wieder dieses vertraute Gefühl bei meinem Team angekommen zu sein, wieder gemeinsam etwas Tolles zu erleben.
Die Stimmung ist gut und man zieht mich ein wenig auf - man hätte sich schon Sorgen gemacht ob der TG denn auch noch kommt. Nun bin ich ja da und gleich darauf treffen auch Thomas & Birgit ein. Die Freude ist groß - wir haben uns alle seit der letzten Tour vor vier Wochen nicht mehr gesehen.
„Lift-off“ ist erreicht, aber es fehlt noch  ThomasK. Unser „Permanent RL“ ist noch nicht da. Ungewöhnlich. Ich warte noch fünf Minuten, dann rufe ich ihn über‘s Smartphone an.....


Samstag, 21. September 2013

"Rheingold"

September 2013 - Auf der fast vergessene Rheingoldstraße über die Hügel des Hunsrück ins Rheintal.




An unserem Treffpunkt für HS-Kennzeichen, beim McD in Erkelenz, treffe ich mein „Permanent-RL“ ThomasK und aus Rheydt kommen Heute auch Christine & Günter hierher. Das restliche Team, aus MG- Helmut und Matthias und aus NE- unsere Ute, sammeln wir an der Raststätte Bedburger Land auf. Rainer hat dann noch das Angebot für „Kurzentschlossene“ angenommen und kommt, trotz HS-Kennzeichen, auch noch zum TP II.

Mit 8 Bikes geht es gleich, nach einer Schlechtwetter-Verschiebung von einer Woche, auf „Rheingold-Tour“. Über 500 Kilometer zu Mosel, Rhein und Ahr.

Heute ist auch der Tag der Wahrheit für meine neue NC 700 X. Habe ich alles richtig gemacht, oder habe ich mich verzockt? Mit 48 PS fahre ich nun an der Spitze des Teams – mit dem „PS schwächsten“ Bike. Hinter mir folgen jeweils eine BMW F800R, BMW R650GS, BMW 1200GS, Kawasaki Versys1000, BMW 1300S, Suzuki V-Strom 650 und eine KTM 690 Duke – Wow, alle weitaus stärker als meine Neue. Aber ich bin zuversichtlich – überholen können sie mich sowieso nicht, ich bin ja der Tourguide ;-)

Los geht’s mit zwei BMW’s und der Duke im Nacken. Die KTM hat zwar 20PS mehr als meine "X", dafür muss sie aber auch ein wenig mehr tragen :-)

Erst mal Landstraße, 70-100km/h im Wechsel, bis zum AD Jackerath. Alles super.

Nun bin ich aber doch gespannt. Das erste kurze Stück der A61 bis zum TP Bedburger Land wird mir zeigen, ob für mich die Standardscheibe ok ist. Für AB-Fahrten sind 120-130km/h vereinbart, das geht. Bei meiner ZR7-S war es besser. Ein wenig mehr muss ich meinen Kopf schon gegen den Wind stemmen.



Großes Hallo am Rastplatz, als wir den Rest der Truppe treffen.



Hey, neue Maschine. Sieht aber gut aus. Probesitzen und Austausch von Infos – Die“ X“ kommt gut an.

Nun gibt’s erst mal 60km A-61 bis zum Abzweig Mendig. Aus Erfahrung weiß ich - die veranschlagten 120km/h schaukeln sich beim Überholen mit der Gruppe leicht auf 150 hoch. Da habe ich ein wenig Sorgen - die „X“ ist ja noch nicht voll eingefahren. Man findet nicht immer gleich eine Lücke für 8 Bikes und im Gänsemarsch will ich ja auch nicht auf der Überholspur unterwegs sein. Ganz zu schweigen von den genervten Autofahrern, die leicht ungehalten werden wenn sie nicht schnell wieder 200+ fahren können. Hat aber gut geklappt, mehr als 130km/h sind’s nicht geworden – Geschwindigkeitsanzeige des Navi‘s.

Von Mendig aus geht es runter zur Mosel. Mit einem kleinen Schlenker nehmen wir vorher noch das „Schrumpftal“ mit. Da wollte ich schon lange mal durch. Einfach super! Und die NC? Der hat‘s auch super gefallen, war immer gut drauf, nichts hat ihr gefehlt.



Super Strecke bis Boppart am Rhein.



Wir sitzen am großen Strom, trinken Kaffee und erzählen Benzin.



Allgemeine Meinung: Alles läuft prima und mein neues Bike ist gut drauf.


 













Wie immer gibt es dann wieder dieses plötzliche, allgemeine Aufbrechen, diese spannende Erwartung, denn die „Rheingoldstraße“ lockt.




Bei „Rheingold“ denkt man gleich an die „Siegfried-Saga“ und den finsteren Hagen von Tronje, der den Nibelungenhort, das „Rheingold“, im Rheinstrom versenkt haben soll. Und wo könnte er ihn wohl besser versenkt haben, als gleich am Loreley- Felsen.

Aber auch an den „Rheingold-Express“ denkt man gerne zurück, an jenen legendären, luxuriösen Trans-Europa-Express der Deutschen Bahn, der zwischen 1928 – 1987 die Strecke von Hoek van Holland durch das Rheintal bis in die Schweizer Berge verkehrte.

Und dann gibt es noch die „Rheingoldstraße", jene fast vergessene Hunsrück- Höhenstraße mit fantastischen Ausblicken ins Rheintal, auf den Loreley- Felsen und bis weit in den Taunus hinein.
Von den mit regem Leben erfüllten Tälern führt die „Rheingoldstraße“ über steile Hänge zu den stilleren Höhen bis sie in berauschender Fahrt wieder hinab ins Tal führt.
Grüne Wiesen und Wälder wechseln so in schneller Folge mit verwinkelten Weindörfern und gastlichen Wirtshäusern ab.

Als Hauptorte der „Rheingoldstraße“ zählen Boppard, Oberwesel, St. Goar, und Bacharach.

Allen bekannt ist die Loreley. Von Gästen aus aller Welt wird die Sagengestalt mit dem goldenen Haar auf ihrem Felsen am Rhein besucht.

Entlang der Loreley-Burgen-Straße begegnen uns trutzig die Burgen Gutenfels in Kaub und mitten im Rhein, auf einer Insel, die Pfalz Grafenstein. In St. Goarshausen zeugen die Burgen Katz und Maus von ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit.



 













Auf geht’s zum Aussichtspunkt „Loreleyblick“ bei Urbar.


Hier treffen wir Klaus-0902 aus dem "NC 700 Forum", mit dem ich mich hier verabredet habe.


 













Total Cool. Er wohnt in St. Goar und kann uns alles hier erklären. 


 













Ab hier begleitet er unsere 8 Bikes, mit seiner NC 700 S im coolen Design, auf unseren weiteren Etappen entlang der Rheingoldstraße.



Der schmale Höhenzug hinüber zur Mosel ist später wieder schnell überwunden und wir folgen gemütlich dem Flusslauf bis Pommern. 



Hier haben wir uns beim „Moselimbiss“ den nächsten Stopp verdient.


 













Zusammen sitzen wir bei Pommes und leckeren Bratwürsten und tauschen uns aus. Toll, welche Möglichkeiten überregionale Foren bieten können. Werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.



Herzlicher Abschied von Klaus der nun wieder nach St. Goar zurückfährt, während wir am Bahnübergang 10 Minuten verplempern ohne zu wissen, dass auf der anderen Seite Waller von unseren "WSBikern" mit seiner Truppe ebenfalls auf den Zug wartet. Erst als Egbert „Hey Herbert“ ruft werde ich aufmerksam, da sind wir aber auch schon aneinander vorbei.


 













Schöne Strecken bis Bad Münstereifel, ein letzter Kaffee, herzliche Verabschiedung und ab auf die Bahn.


 













Wir wollen ja vor dem Dunkeln wieder zu Hause sein ;-)

Am AD Jackerath löst sich unser „Rheingold-Team“ so nach und nach wieder „fliegend“ auf, ein super Tourtag mit tollen Bikerinnen und Bikern geht zu Ende – Dann bis zur nächsten Tour.




520 spannenden Kilometer und eine super gestimmte NC 700 „X“, die alle meine Erwartungen erfüllt-  und mir ein tolles neues Fahrgefühl vermittelt hat.


Sonntag, 18. August 2013

"Märchenland"

August 2013 - "Die - Dornröschen - Mission"

Dornröschens Sababurg

"Westward goes Extern" - Tag Zwei von Zwei


"Reisetag Zwei - Märchenland"




Der "Hahn" krähte in aller Herrgottsfrühe –
Auch ihm war wohl das 7-8-9- System nicht fremd.

Wecken um 7 Uhr, dann geht es um 8 zum Frühstückstisch
und um 9 sind Sie dann auch schon wieder auf Ihre Reise.




Der Frühstücksraum war reich gedeckt –
da gab es alles was sich unsere Reisenden nur wünschen konnten.




Schön gestaltet war der Raum mit den großen Fenstern,
gefüllt mit all den interessanten Dingen einer längst vergangenen Zeit.

Nun hieß es aber auch schon Abschied nehmen vom urgemütlichen
"Haus am Schneiderbrunnen"
und seiner freundlichen und fürsorglichen Wirtin.















Rasch wurden die Rösser gesattelt und aus ihrer Stallung geführt.




Dabei erfasste Frau Birgit geistesgegenwärtig und schnell
das Zaumzeug des Anführers Ross –
allzu übermütig wollte es schon ohne seinen Reiter vorwärtspreschen.

Auch von Frau Utes Gunter mussten Sie sich an dieser Stelle leider schon verabschieden –
ein toller gemeinsamer Abend ließ alle auf eine Wiederholung in naher Zukunft in den Vogesen hoffen.















Dann wurde aufgesessen und in leichtem Trab verließen die Gefährten diesen gastlichen Ort.

Welche spannenden  Abenteuer würde Sie wohl erwarten,
wenn Sie erst einmal auf der „Deutschen Märchenstraße“ unterwegs waren?















Gar nicht weit des Weges erreichten Sie Bodenwerder am Weserfluss.















Hier war eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Weserbergland zu Hause
"Der Lügenbaron von Münchhausen"




Würden unsere Freunde, ebenso wie der Baron, zu maßlosen Übertreibungen bei ihren Erzählungen neigen, würden Sie euch sicherlich die tollsten Lügengeschichten auftischen.




Als dass Sie im Gänsemarsch, genau wie beim „Schwan kleb an“, mit ihren Rössern durch die Fußgängerzone gezogen wären und dass die erstaunten Bürger, welche auf dem Marktflecken anwesend waren, Sie mit offenen Mündern angeschaut und sich wohl gefragt hätten, was diese Fremden mit Ihren seltsamen Rössern wohl in ihr durch Verbotsschilder stark gesichertes Innenstädtchen wohl verschlagen habe.















Aber alles ging gut und nur ein paar erstaunte Rufe klangen noch an die Ohren unserer Freunde, als Sie auf Ihren mechanischen Rössern entschwanden :-)




Auf Ihrem Weg nach Polle begleiteten windzerzauste Obstbäume unsere Reisenden rechts und links des Weges, der sich recht kurvig durch die schöne, leicht hüglige Landschaft wand.




Noch einmal ging es über Ottenstein in schönen Kurven hinunter von der Höhe, dann hatten Sie bei Brevörde wieder die Weser vor Ihren Augen.















Direkt am Fluss lag nun links von Ihnen der Campingplatz von Polle. Vortrefflich wird dieser demnächst von
"Heike in ihrem Moped Tagebuch"
beschrieben, die dort in naher Zukunft ihr Zelt aufschlagen wird.




Unsere Gefährten hielten sich links um noch einen flüchtigen Blick auf Burg Polle zu erhaschen, denn für eine richtige Rast war es denn doch noch zu früh. In den Sommermonaten wird in der Burgruine das „Aschenputtel-Spiel“ aufgeführt, denn hier ist sein Zuhause.




Als nächste Wegstrecke lag nun der Aufstieg auf den „Köterberg“ vor unseren Helden.




Eifrig trieben Sie ihre Rösser an, den 427m hohen Berg zu erklimmen. In dieser frühen Morgenstunde waren Sie noch fast alleine unterwegs, was sich zu fortgeschrittener Stunde wohl gehörig ändern würde.















Denn gar beliebt ist der Gipfel, mit seiner gastlichen Raststätte, bei den Reitern der motorisierten Rösser, in der nahen und auch der weiteren Umgebung.
















Ein wenig mussten Sie aber doch den Eifer Ihrer Rösser zügeln – den Anwohnern zum Schutz galt es hier nur in möglichst leichtem Trab zu reisen. Eiserne, einbeinige Gesellen überwachten die Stege - stets bereit zu eiligen Reisenden ihre strafenden Blitze hinterherzuwerfen.















Doch alle geben ihr Bestes und schon nach kurzer Zeit hatten Sie den Gipfel erreicht.




Von hier aus schauten Sie auf nicht weniger als 62 Ortschaften in NRW, Niedersachsen und Hessen - auf die Porta Westfalica - das Hermanns-Denkmal im Teutoburger Wald - zum Herkules bei Kassel und zum Brocken im Harz.




Toll war es dort oben zu stehen.

Nicht weit unterhalb des Köterbergs streiften Sie die „Tonenburg“, die seit ihrer Eröffnung Anno 1998 zu einem beliebten internationalen Treffpunkt der Moto-Reiter geworden war.















Unten im Tal führte unsere Freunde der weitere Weg durch die Weserstadt „Höxter“ 















Bezaubernd war der Anblick der alten und schönen Fachwerkhäuser und auch das Schloss und Kloster „Corvey“, an dem Sie am Otsrande von Höxter entlangzogen, besitzt eine Strahlkraft die weit über das Weserbergland hinausreicht.




Von "Holzminden" aus überquerten unsere Gefährten nun den Naturpark „Solling“.

Dieser Mittelgebirgszug des "Weserbeglands" erreicht eine Höhe von 527,8m und besitzt mit „Neuhaus im Solling“ an der K50 einen beliebten Ferienort.

Kaum dort oben angekommen stürzten Sie sich auch schon wieder,
über die L549, hinab bis ins Tal.

Immer die Rottmünde zur Linken folgten hier Kurve auf Kurve in schneller Reihenfolge –
Der heißeste Ritt den unsere Recken im Weserbergland erlebten.




Unten in Boffzen angekommen wurde sich erst einmal gesammelt.
An eine Weiterfahrt war erst zu denken, nachdem sich das breite Grinsen in den Gesichtern der Gefährten ein wenig geglättet hatte.




Wieder an der Weser erreichten unsere Freunde über Beverungen „Bad Karlshafen“, das 1699 durch Landgraf Carl zu Hessen gegründet wurde. Dem Landgrafen war es zu verdanken, dass aus Frankreich geflohene Protestanten, die Hugenotten, hier als erste Siedler der Stadt eine neue tolerante Heimat fanden.




Um an den Missionsort ihrer Reise zu gelangen verließen die Gefährten für eine kurze Zeit die Ufer der Weser und folgten der Diemel bis nach Trendelburg.




Burg und StadtTrendelburg lagen nun idyllisch eingebettet im Diemeltal,
am Rande des „Reihnhardswaldes“, vor Ihnen.















Die eindrucksvolle Trendelburg, oben auf dem Berg, gilt der Sage nach als die
"Rapunzel-Burg".




Vom Turm hängt noch heute der Zopf der Prinzessin herab, über den ihr Prinz zu ihr gelangen konnte.




Bei der Weiterfahrt galt es nicht zu vergessen, einen Blick auf den Campingplatz der Trendelburg zu werfen. Hier hatte Svenja, auf ihrer „Tauchfahrt des Schreckens“, ihr Zelt aufgebaut bevor Sie ihre Deutschlandreise fortsetzte.




Nun ging es Schlag auf Schlag – Jetzt galt es Ihre Mission zu erfüllen.




Schon bald lagt der wohl wichtigste Schauplatz der Grimmschen Märchen vor unseren Freunden,
„Dornröschens Sababurg“.




Der kleine Ort Sababurg liegt romantisch-verwunschen im Herzen des mächtigen "Reinhardswaldes", dem Schatzhaus Europäischer Wälder, zwischen Kassel und Göttingen.















Bekannt ist die Sababurg als das Schloss, in dem die Märchenfigur Dornröschen in ihren hundertjährigen Schlaf gefallen ist.















Weder die Dornenhecke noch der Fußmarsch stellten für unsere Gefährten ein wirkliches Hindernis dar.




Mutig kämpften Sie sich bis zur Burg durch wo der Prinz seine Prinzessin aus Ihrem tiefen Schlaf erweckte.




Stolz sind die Recken – Haben Sie Ihre "Dornröschen - Mission" im Märchenland doch überaus vortrefflich gemeistert.















Nach erfolgreicher Erfüllung Ihrer Reise begaben sich unsere Helden nun auf Ihre Rückreise.















Dabei erblicken Sie kurze Zeit später am gegenüberliegenden Ufer der Weser ein gastliches Haus, in welchem Sie sich gerne von den Strapazen der beschwerlichen Reise erholen- und auch gleich die hungrigen Mägen füllen wollten.















Trockenen Fußes überquerten Sie den Fluss mit einer Fähre, nur um alsbald zu sehen, dass das „Gasthaus zur Fähre“ von allerlei Reisenden belagert wurde und an einen gemütlichen Aufenthalt nicht zu denken war.















Also beschlossen Sie noch auf dem Wasser, Ihre Reise unverzüglich fortzusetzen und an anderer Stelle eine geeignete Raststätte aufzusuchen.















Ein letztes Stück ging es entlang der Weser, dann erreichten Sie "Hannoversch Münden", die Stadt des Dr. Eisenbart.















Überaus beeindruckt waren unsere Besucher von den über 700 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten, die das Bild der historischen Altstadt prägten.















Die prächtigen Fachwerkbauten, Wehrtürme, Befestigungsanlagen, das Welfenschloss, die Steinbrücke und das Renaissance-Rathaus zeugen von einer reichen Vergangenheit als Handelsstadt am Wasser.




Nun standen Sie an der Spitze der Insel „Unterer Tanzwerder“, an dem der 70 Zentner schwere „Weserstein“ seit 1899 auf den Ursprung der Weser an dieser Stelle aufmerksam macht.




Dort lasen Sie im Original die poetischen Verse:
„Wo Werra sich und Fulda küssen / Sie ihren Namen büßen müssen / Und hier entsteht durch diesen Kuß / Deutsch bis zum Meer der Weserfluß“




Von Ihrer weiteren Rückfahrt wäre dann noch zu berichten, dass Sie noch die Kurfürstliche Stadt Kassel durchquerten und an der „Wilhelmshöhe“ beinahe doch noch zwei Ihrer Gefährten verloren hätten.
Nur durch den Einsatz einer durch die Luft fliegenden Botschaft konnten Sie schließlich wieder zueinander finden.




Reichlich hungrig kehrten Sie zu einer letzten Rast im „Zündstoff - Steakhouse & Bikertreff" in Waldeck am Edersee ein.















Im gut besuchten Steakhouse deckten Sie sich mit allem Nötigen ein, was der hungrige Reisende so begehrt.















Da wurden Pommes mit Riesen-Currywurst oder Riesen-Hamburger in kürzester Zeit vertilgt. In späteren Zeiten bildete sich dann auch die Mähr einer
„Kulinarisch wertvollen Märchentour“ :-)















Vom Edersee aus ging es auf die letzte Etappe auf Ihrem Weg zurück in die Heimat - die unsere Gefährten müde aber unbeschadet, nach insgesamt 490 Kilometern, in der Abenddämmerung erreichten.





Am Ende der Reise haben unsere Gefährten…



…vom Geronimo auf den Edersee geblickt

…vom Hermannsdenkmal über den Teutoburger Wald geschaut

…die mystische Stimmung an den Externsteinen gespürt

…märchenhaft im Haus am Schneiderbrunnen genächtigt

…das Essen im Dorfrestaurant Schneiderhof genossen

…es dem Baron von Münchhausen in Bodenwerder gleichgetan

…das Aschenputtel in Polle besucht

…auf dem Köterberg die grandiose Rundumsicht genossen

…eine Sightseeing-Runde durch die Fachwerkstadt Höxter gedreht

...das Schloss und Kloster Corvey gestreift

…den Solling bezwungen


...Rapunzels langes Haar am Turm der Trendelburg gesehen

Dornröschen auf der Sababurg aus ihrem 100jährigen Schlaf geweckt

…die Weser mit der Fähre bei Hemeln überquert

…den Text des Wesersteins mit eigenen Augen gelesen

…die Stadt Kassel bis zur Wilhelmshöhe durchquert

…riesen-Burger im Zündstoff in Waldeck am Edersee vertilgt

…nach 860 abenteuerlichen Kilometern auf ihren Rössern, ihre Heimat wieder unbeschadet und wohlgemut erreicht


Mein herzlichster Dank geht an Frau Birgit, die die Reise der Gefährten wieder in vielen tollen Bildern festgehalten hat, die noch späteren Generationen von Ihrer Reise ins Sagen und Märchenland berichten werden.


Der Autor dankt allen Gefährten für ihre getreue Begleitung auf dieser abenteuerlichen Mission und wünscht sich noch viele solcher tollen Erlebnisse.








Eine Abschrift des Reiseverlaufs bekommt der geneigte Leser an dieser Stelle