August 2015
Das ist ja toll – einmal
nicht die Regensachen einpacken zu müssen, nicht mal nur so zur Sicherheit ins Topcase –
denn das wird der perfekte Sommertag – laissez faire für unseren Wetterguide ;-)
Auch wenn es wieder einmal
eine Tour mit gut 500 Gesamtkilometer wird, unsere heutigen Ziele "Entlang der Lahn" lohnen jede Mühe.
Ob Limburg an der Lahn, Bad Ems, Nassau, Montabaur, das Gelbachtal oder die
Marksburg – jedes unserer Ziele ist für sich schon sehenswert und diese Reise
wert.
Und dann haben wir da noch,
an der Aussichtsstelle Kördorf, ein Treffen mit Ralf aus dem Honda NC-Forum.
Ralf hat sich freundlicherweise angeboten, mit uns eine
Insider-Tour durch Limburg an der Lahn zu fahren!!!
Um 08:30 Uhr geht es an
der Raststätte Bedburger Land an der A61 los, die wir nach einer Stunde bei
Burgbrohl wieder verlassen.
Erst mal zu Penny ;-) Bäckereien in Discountern und Baumärkten sind ein toller Stopp für unterwegs - und in fast jedem größeren Ort vorhanden.
In Burgbrohl bieten die freundlichen Mitarbeiterinnen der Bäckerei Hoefer Kaffee,
Kuchen und Teilchen an – alles, was man an einem frühen Tour-Morgen so braucht ;-)
Weiter geht's durch das schöne Brohltal und auf Teilen der "Vulkanpark-Route". Ein kurzes Stück geht es dabei auch an der Strecke der historischen "Brohltalbahn" entlang, die hier sehr bekannt und beliebt für Wochenendausflüge ist.
Wen wunderts, dass hier die Häuser mit dem reichlich vorhandenen Vukangestein gebaut sind.
Koblenz zeigt sich
zunächst von der industriellen Seite – aber dann wird es schöner.
Es geht über
die Rheinbrücke mit Blick auf die "Festung Ehrenbreitstein". Ein Bummel durch die Altstadt, "Das Deutsche Eck" und die Festung Ehrenbreitstein sind für mich immer ein besonderes Erlebnis.
Seit der Landesgartenschau 2011 führt eine Seilbahn vom Deutschen Eck bis zur Festung
hinauf. Eigentlich sollte sie nach der Gartenschau wieder demontiert werden. Das wäre aber doch zu schade gewesen.
Einen Bericht und interessante Fotos der Festung Ehrenbreitstein gibt es von der Bloggerin MotoMinya in ihrem Beitrag "Hinter Festungsmauern"
Nachdem wir in Koblenz den
Rhein überquert haben, ist es ab "Bad Ems", dem Kurbad mit Geschichte, die "Lahn", der wir weiter folgen.
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber hier kommt mir noch so einiges bekannt vor.
Später
erreichen wir Nassau.
Nassau ist Stammort der
noch heute regierenden Grafen von Laurenburg, die bei der Befreiung der
Niederlande mitwirkten. An die Vergangenheit erinnert die Burg Nassau, deren
Ruine in den 80er Jahren restauriert wurde.
Wir nähern uns dem Treffen
mit Ralf, den wir schon von weitem auf dem Aussichtpunkt Kördorf ausmachen können.
Was für ein tolles Gefühl :-)
Wir sind hier 200 km von
Zuhause entfernt und am Aussichtspunkt mit Tischen und Bänken wartet ein Biker
auf uns mit einem Korb voller Gebäck, Kaffee und Getränken.
Ein toller Platz mit schöner Aussicht ist
das hier, an dem Ralf uns herzlich begrüßt.
360° Rundumblick, bis weit in den Westerwald und Taunus hinein.
Schön ist‘s auf der Höhe
an der Allee zur Höchst, und toll verpflegt werden wir hier von Ralf.
Nach dem Picknick folgen wir mit
unseren Bikes Ralfs voll beladener Vespa hinunter nach
Kördorf.
Dort holt er seine Honda NC700S aus der Garage und los geht es auf „Insider-Tour“ nach Limburg.
Auch mal eine schöne Erfahrung für mich, dem Guide zu folgen :-)
Eine tolle Gegend ist das
hier, und immer wieder begleitet uns die Lahn.
Auch eine Menge Kanuten nutzen
den schönen Tag auf dem Wasser.
Besonders schön sieht es in Balduinstein aus,
nachdem wir die Lahn über die dortige Brücke überquert haben.
Dort werden wir
noch einmal hinfahren und einen Pausenstopp direkt an der Lahn, unterhalb der Burgruine einlegen.
Limburg, die großartige Fachwerkstadt an der Lahn
Schon lange bevor Tebartz
van Elst die alte Stadt an der Lahn in die Nachrichten brachte - war Limburg, seit
dem 13. Jh., mit ihrem Wahrzeichen, dem roten Dom mit seinen sieben Türmen,
eine berühmte und gerne besuchte Stadt.
Imposant reckt sich das
romanisch-gotische Meisterwerk in den Himmel, ein Anblick, dem sich niemand
entziehen kann, egal aus welcher Richtung er sich der Stadt auch nähert.
Ohne Zoll und Aufenthalt
überquert man heute die alte steinerne Brücke über die Lahn.
Das war nicht immer so
leicht. Schon im Mittelalter war die alte Lahnbrücke eine wichtige
Handelsverbindung zwischen den Städten Köln und Frankfurt. Als erste steinerne
Brücke Deutschlands machte sie Limburg durch ihre Zolleinnahmen reich.
Die Zweiradparkplätze auf der Graupfortstraße, nicht weit von der Altstadt, sind mit Baustellen-Schildern und Barken zugestellt. Dann stellen wir unsere Bikes halt dazu. Wie es aussieht, wird hier heute sowieso nicht mehr gearbeitet.
Nur ein paar Sträßchen
weiter sind wir auch schon in der romantischen "Altstadt" mit ihren historischen Gebäuden und
schönen Fassaden rund um den Fischmarkt.
Und natürlich gibt es für
die vielen Reisenden zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen man sich von
der Reise erholen und dem geschäftigen Treiben gelassen und entspannt zusehen
kann.
Das schon im Netz
ausgespähte Restaurant „Don Camillo“
stellt sich als passend für uns heraus und man ist redlich bemüht, unseren
Hunger und Durst gebührend zu stillen.
Anschließend nimmt Ralf
uns auf eine Führung durch die Limburger Altstadt mit und erzählt so manches zu den eindrucksvollen Häusern wie das Werner-Senger-Haus von 1250,
das etwa gleich alte Haus Römer 2-4-6 und vom "Säuferbrunnen", direkt auf dem Plötze neben dem Don Camillo.
Steil führt uns nun der
mit altem Kopfstein gepflasterte Weg hinauf zum Limburger Dom.
Am Domplatz liegt auf der
rechten Seite das „Diözesanes Zentrum St. Nikolaus“ , das einige Jahre für negative Schlagzeilen sorgte.
Der Dom selbst ist in
seinen Ausmaßen deutlich kleiner, als ich ihn mir vorgestellt hatte, aber doch
sehr eindrucksvoll.
Ralf nimmt uns noch
mit auf die linke Seite des Doms, von der aus man einen guten Blick auf
die alte und die im Bau befindliche neue Brücke der A3 hat. Dort werden
sicherlich mehr Millionen verbaut, als durch den ehemalige Bischof der Stadt ;-)
Von Limburg aus geht es nach Montabaur
Der im südlichen Westerwald
gelegene Fremdenverkehrsort, mit seinen Schiefer-verkleideten Fachwerkhäusern
aus dem 16./17. Jh. und den Stadtmauer-Resten mit dem Wolfsturm, beeindruckt
durch seine Kleinstadtidylle.
Durch das Gelbachtal
25 Kilometer
Urlaubsstimmung - das ist das Erlebnis für Biker bei einer Fahrt durch das
romantische Gelbachtal zwischen
Montabaur und Nassau.
Kein Wunder, dass die vielen
tollen Kurven inkl. zweier schöner Spitzkehren das Tal zu einem beliebten Ziel
bei Motorradfahrern gemacht haben.
Links und rechts begrenzen
grüne Wiesen den Bachlauf, Wald wechselt mit
Weideflächen und kleine Dörfer liegen romantisch in der natürlichen Landschaft.
In
großen und kleinen Schwüngen folgen wir dem Gelbachtal - Ein Muss für jeden
Biker.
Bei Obernhof mündet der
Gelbach in die Lahn und kurze Zeit später sind wir auch schon wieder in der
Nähe von Ralfs Wohnort, wo sich unsere Wege auf dieser tollen
Limburg-Gelbachtal-Runde wieder trennen.
Ein Handschlag, wir winken
uns zu und schon sind wir hinter dem nächsten Hügel verschwunden.
Über Miehlen und
Dachsenhausen geht es hinunter zum Rhein wo wir mit unseren Rössern den steilen Aufstieg zur „Marksburg“ wagen.
Die Marksburg ist eine aus
dem 12. Jahrhundert stammende Höhenburg oberhalb der Rheinland-Pfälzischen Stadt Braubach am Rhein. Sie steht auf einem Schieferkegel in 160 Meter
Höhe und ist die einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein.
Da wir nicht mehr wirklich im Zeitplan sind, wählen Christine und Günter den schnelleren
Heimweg über Koblenz zur A61, während wir unsere Reise Rhein-aufwärts
fortsetzen.
Warten...warten...warten...
....dann geht es mit der Fähre über den Rhein nach Boppard.
Durch das kurvige Mühlental fahren wir die
L207 hinauf bis wir in Sichtweite der Burg Thurant die Mosel bei Löf überqueren.
Im Moselort Hatzenport geht es dann rechts ab -
und wir schlagen uns wieder einmal erfolgreich durch das verwunschene "Schrumpftal" – immer ein tolles Erlebnis.
Links rum? :-)
Dann doch lieber zum McD-Mendig und danach geht es zügig über die A61 Richtung Heimat.
Ein wunderschöner
Sommertag, dicht gefüllt mit tollen Begegnungen und Erlebnissen.
Limburg ist sehr
sehenswert **** und auch dem Lauf des Gelbachtals *** zu folgen ist lohnenswert.
Ansonsten sind ja auch der
Rhein und ebenso die Lahn, der wir auf unserer Reise gleich mehrfach begegnet sind,
einfach traumhafte Flüsse in toller Landschaft.
Dies alles hat Birgit
wieder mit ihren schönen Fotos festgehalten – wenn ich sie so sehe, möchte
ich gleich schon wieder losfahren ;-)
Noch einmal ein dickes
Dankeschön an unseren Insider Ralf für deine freundliche Begleitung – es war
ein sehr schöner Tag mit dir :-)
Auch meinen Gefährten
Birgit & Thomas, Christine und Günter, Heike und Helmut, Rainer und ThomasK
unserem RL meinen herzlichen Dank für eure Begleitung und den immer fröhlichen
und leichten Tag.
Zurück nach 510 Kilometern
um 19:49 Uhr
Den Download zur Tour
findest du "HIER"