Entrevaux - Festungsstadt am Var
Praktisch unbemerkt kommen wir durch die Hintertüre nach Entrevaux und erklären eine zentral gelegene Fläche zu einem geeigneten Stellplatz für unsere Bikes. Der Place Louis Moreau liegt genau gegenüber des Torbogens zur Altstadt - Biker wollen nicht gerne weit laufen.
Eine Stunde Pause - die einen wählen die Eisdiele zehn Schritte seitlich - die anderen investieren ein paar wenige Schritte mehr bis in die historische Altstadt.

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| Durch die Hintertüre |

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| Burgwächter |
Torbögen, schmale Gassen, hohe Häuser und mittendrin ein lauschiger Platz für Touristen. Heute - in der Vorsaison - sind praktisch keine davon da - wir zählen ja nicht dazu - sind ja Reisende. Ein kleiner Rundgang, ein Blick hinauf zur Festung - da müssen wir nicht unbedingt hinauf.


Stattdessen setzen wir uns schön gemütlich - unter alten Bäumen - zu einem Café, das von einer freundlichen älteren Dame betrieben wird. Gleich nebenan gibt es einen romantischen Laden, in dem es all die schönen Kleinigkeiten gibt, die man von solch einer Reise mit nach Hause nehmen kann.
Ein Fläschchen mit einem hiesigen Likör weckt mein Interesse - den kann ich dann Zuhause gemeinsam mit C. probieren und ihr von diesem wundervollen Ort erzählen.
| Blick hinauf... |
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| ...zur Festung |


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| Blick "vom" kleinen Café |
Ein Fläschchen mit einem hiesigen Likör weckt mein Interesse - den kann ich dann Zuhause gemeinsam mit C. probieren und ihr von diesem wundervollen Ort erzählen.
Nun schmeckt ihr dieser - zugegeben etwas herbe Likör aus der Region Mercantour - nicht so besonders - da schwelge ich dann selber - Schlückchen für Schlückchen - in schönen Erinnerungen.
Durch unsere Unterhaltung in deutsch auf uns aufmerksam geworden gesellt sich ein Einheimischer zu uns. Er ist als junger Deutscher hier hergekommen - und geblieben. Durch seine Arbeit als Ranger im Nationalpark Mercantour kann er uns einige interessante Informationen über die Stadt, die Häuser, die Menschen und den Nationalpark geben. Eine interessante Begegnung.

Durch unsere Unterhaltung in deutsch auf uns aufmerksam geworden gesellt sich ein Einheimischer zu uns. Er ist als junger Deutscher hier hergekommen - und geblieben. Durch seine Arbeit als Ranger im Nationalpark Mercantour kann er uns einige interessante Informationen über die Stadt, die Häuser, die Menschen und den Nationalpark geben. Eine interessante Begegnung.

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| Stadtmauer |
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| Blick von der Stadtmauer |
Unsere Zeitreise zwischen den alten Mauern von Entrevaux geht zu Ende. Auf dem Rückweg zum Stadttor werden wir noch einmal an die Zeit der französischen Revolution erinnert - da wurde man hier auch schon mal festgehalten und in den Kerker geworfen - wir aber dürfen die Stadt unbehelligt verlassen.
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| Revulution |
Wie das ja immer so ist: Stellt man nur ein Motorrad irgendwo hin, gesellen sich gleich mehrere dazu. So auch hier. Zu unseren Bikes haben sich mittlerweile noch einige dazugesellt. Das stört aber selbst die vorbeifahren Polizisten nicht.
Eine Tankstelle haben wir schon ewig nicht mehr gesehen - aber hier sollte es wohl eine geben. TomTom - einmal auf die Fährte angesetzt - wird dann auch gleich am östlichen Stadtrand fündig. Nun ist auch Ute wieder beruhigt - nur ihre automatische Luftdruck-Anzeige signalisiert Nachbesserungsbedarf. Das wird dann im Hotel mit ThomasK's umfangreichem Erste-Hilfe-Equipment nachgebessert.
Durch die Gorges de Daluis
Zuerst geht es auf der D4202 nach NW und dann auf der D2202 nach NO. Hier haben wir zunächst noch den schönen Ausblick auf den Fluss und das weite Tal des Var.
Nachdem wir dann aber den kleinen Ort Daluis erreicht haben treten die Felsen zu einer engen Schlucht zusammen und die Gesteinsfarbe ändert sich von Hellgrau in Dunkelrot - wir sind in der „Gorges de Daluis“ 800m / **** / SG2
Hier hat der Var einen tief eingeschnittenen Canyon in den Fels gegraben - wir dagegen fahren hoch über dem Grund der Schlucht. Es geht ganz nah am Rand der steil abfallenden Wände vorbei und nur hin und wieder gelingt uns ein Blick bis auf den Boden der Schlucht. Es gibt ein paar Stellen, an denen man mit einer kleinen Gruppe anhalten könnte - ansonsten ist auch die langsame Fahrt durch den Canyon ein beeindruckendes Erlebnis.
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| Am Var |
Nachdem wir dann aber den kleinen Ort Daluis erreicht haben treten die Felsen zu einer engen Schlucht zusammen und die Gesteinsfarbe ändert sich von Hellgrau in Dunkelrot - wir sind in der „Gorges de Daluis“ 800m / **** / SG2
Hier hat der Var einen tief eingeschnittenen Canyon in den Fels gegraben - wir dagegen fahren hoch über dem Grund der Schlucht. Es geht ganz nah am Rand der steil abfallenden Wände vorbei und nur hin und wieder gelingt uns ein Blick bis auf den Boden der Schlucht. Es gibt ein paar Stellen, an denen man mit einer kleinen Gruppe anhalten könnte - ansonsten ist auch die langsame Fahrt durch den Canyon ein beeindruckendes Erlebnis.
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| Gorges de Daluis |
Die Strecke zwischen Daluis und Guillaumes durch den Gorges de Daluis - das sind rund 12 atemberaubende Kilometer. Die Ausmaße der Landschaft, die Tiefe der Schlucht und der Blick auf die schwindelerregenden Serpentinen machen die Strecke zu einer der schönsten Motorradrouten in den französischen Alpen.
Es geht mehrmals durch kurze Tunnels und manchmal fährt man schmalspurig um die Felsen herum - einfach atemberaubend. Einige Kilometer vor Guillaumes überspannt die Bogenbrücke Pont de la Mariée die Schlucht - ein spektakulärer Punkt und wie man hört - ein Paradies für Bungeespringer.
In Guillaumes schleißt sich der Kreis, der uns durch die Cians- und die Daluis- Schlucht geführt hat. Die Frage, welche der beiden beeindruckender war ist nicht leicht zu beantworten.
Mein Favorit: Die komplette Runde mit beiden Schluchten!
Es hatte sich schon länger angedeutet - und jetzt fallen die ersten Regentropfen. Nicht so kleine und einzelne Tropfen wie bei uns, bei denen man einfach weiterfährt - sondern ein richtig heftiger Schauer, den man nicht so einfach ignorieren kann.
Gerade vor uns liegt die Einfahrt zu einem Tunnel - die Gelegenheit, schnell die Regenkleidung überzuziehen. Wir halten seitlich rechts vor der Einfahrt - hinein in den finsteren unbeleuchteten Tunnel möchte ich mit unserer Gruppe nicht fahren - ein Felsüberhang schützt uns auch hier ausreichend vor dem Regen. Bis wir mit unseren Regensachen fertig sind ist schon fast der ganze Tunnel mit Bikern und zwei Oldtimer- Cabrios gefüllt - alle wollen sich hier schnell wetterfest machen.
Da ich mit dem Rücken zum Eingang stehe, werde ich erst durch die grinsenden Gesichert meiner Gefährten auf die Show hinter mir aufmerksam. Dort steht eine Bikerin im String-Tanga und macht sich - ohne Schutzkleidung - regenfest. Sachen gibt's :)
Wir sind als erste wieder aus dem Tunnel heraus und fahren erstmal vorsichtig weiter. So schnell und heftig der Regen gekommen ist, so schnell ist er auch wieder vorbei. Aber die Regensachen lassen wir an, da scheint noch mehr zu kommen.
In Saint-Martin-d'Entraunes geht's links zum Allos - aber den kennen wir ja schon aus beiden Richtungen. Also biegen wir nach rechts ab zum Col de la Cayolle. Waren wir bei der Hinfahrt heute morgen noch fast alleine unterwegs, so ist jetzt, am späten Nachmittag, hier schon mehr los. Vor allem eine Personen- und Ps- starke Gruppe aus Austria macht mächtig Druck auf die vor ihnen fahrenden Bikes. Wo- und wo es auch nicht geht, wird auf Teufel komm raus überholt. Der Guide brettert vorneweg und keiner scheint das Hinterrad seines Vordermanns aus dem Auge verlieren zu wollen. Die komplette Route des Grandes Alpes in zwei Tagen - so geht das!
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| Am Cayolle |
Am Scheitelpunkt des Cayolle geht's noch einmal mit dem Regen los - so wird das leider nichts mit der schönen Aussicht bei der Abfahrt.
Später scheint dann wieder die Sonne und um 18 Uhr sind wir pünktlich und trocken zurück im Hotel.
Morgen starten wir unsere Königsetappe bis ans Mittelmeer - Kaiserwetter ist angesagt.




















































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