Mittwoch 06. Mai 2020 - Mal schaun, was mein neuer TomTom Rider 500 so drauf hat
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| TomTom 500er Serie |
Seit dem 23. März gilt in der NRW-Öffentlichkeit ein Kontaktverbot für mehr als zwei Personen. Ich vermisse die Gruppentouren mit den Gefährten und die Fahrten in die Ardennen - beides ist im Moment nicht machbar.
Dazu lief es zum Ende der letzten Saison wettermäßig auch schon nicht so gut - unsere Oktober-Tour fiel buchstäblich ins Wasser. Somit dauert unsere "Winterpause" bereits sieben ganze Monate.
Im Moment gehen also, bis auf weiteres, nur noch Touren zu zweit.
Am 22. April lud Rainer mich zu einer schönen Tour durch die Eifel ein und heute folgt ThomasK meiner Einladung zu einer Ahr-Tour unter der Streckenführung meines neuen TomTom Rider der 500er Serie.
Eigentlich entspricht mein Rider13 ja noch den Anforderungen meiner Tourplanungen, aber etwas zeitgemäßes wäre schon schön. Nicht dieses kleine, schwarze Brikett mit der minimalistischen Bildschirmgrafik, sondern ein formschönes Gehäuse mit einer ansprechenden Grafik und Zugriff aufs Internet.
Da kommt das Angebot von Polo, zu einem TomTom Rider 500 mit Schutztasche, gerade recht.
Die Bewertungen in den entsprechenden Foren zeigen Lob, decken aber auch Schwächen auf.
Jetzt "verschärft" TomTom noch die Situation und stellt das "Lebenslange Update" für den Rider13 ein. Sieben Jahre scheinen für ein Navigationsgerät das Lebende zu bedeuten.
Dann soll es wohl so sein und kurze Zeit später beschäftige ich mich mit den Funktionen des neuen Rider.
Hat man Erfahrung in der Bedienung von TomTom-Navigationsgeräten, ist der Umstieg auf die Serie 500/550 kein großes Problem und schnell sind die ersten Tourdateien im Speicher.
Was mir beim neuen Gerät sofort fehlt, sind die festen Zwischenziele in meiner Tourplanung. Dort konnte ich bisher einen vorgeplanten Stopp einlegen und die Tour später, mit der Funktion "Tour fortsetzen", weiterfahren.
Auch meine Gefährten, die nach der gleichen Tourdatei fahren, können nun nicht mehr durch einen Blick auf ihr Navi erkennen wie weit und wie lange es bis zum nächsten Zwischenziel / Stopp noch ist.
Auch bei Touren mit Passknackerpunkten erkenne ich nun nicht mehr auf dem Bildschirm, ob ich gerade an einem Kontrollpunkt mit Fotostopp angelangt bin, oder ob es sich "nur" um einen Routenpunkt zur Streckenführung handelt. Jedes Zwischenziel wird nur im Vorbeifahren "eingesammelt".
Ein zusätzlicher Nachteil: Die Zwischenziele werden nicht mehr so benannt, wie in der Tourplanung festgelegt. Wo sonst zum Beispiel: "Westlichster Punkt Deutschlands" stand, steht dann ein Straßennamen, oder, auch nicht selten, "Straße unbenannt".
Inzwischen behelfe ich mich damit, die Tourdatei in mehrere kleine Dateien zu splitten - sozusagen von Pause zu Pause. Notizen für mich und detaillierte Absprachen mit den Gefährten werden jetzt notwendig, wo es vorher eindeutig komfortabler ging.
Was auch nicht geht, ist eine Dateiübertragung zwischen den Geräten der 500/550er Serie mittels Bluetooth. Also stelle ich den Gefährten nach, wie vor, die Touren in der Dropbox zum Download bereit.
Die einzig praktikable Methode, die ITN- oder GPX-Datei aufs Navi zu bekommen, ist der Transfer mit einer Micro SD Speicherkarte. GPX-Dateien können auch über das TomTomeigene MyDrive-Programm übertragen werden - ITN-Dateien aber nicht. Das verstehe wer will.
Trotz dieser "Unzulänglichkeiten" - die eigentlich zum Heulen sind - habe ich mich mit dem vorhandenen Mangel arrangiert und fahre - "mit dem Rest" - ganz gerne.
Jetzt aber genug genörgelt und endlich zum Thema: Heute fahren ThomasK und ich, mit dem TomTom Rider500 eine Tour an die Ahr.
Nicht zu früh und nicht zu spät treffen wir uns in Erkelenz-Lövenich zur TT-Testtour. Gegen das Virus sind wir beide gut vermummt und auf den 1,5m Mindestabstand achten wir auch.
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| Erkelenz-Lövenich Alter Schulhof |
Die heutige Tour habe ich wieder mit der MyRouteApp auf dem Tablet geplant und mit der Micro SD Karte, als ITN-Datei, in den Rider500 gespeichert. Für ThomasK habe ich die gleiche ITN-Datei und zusätzlich eine GPX-Datei in die Dropbox gestellt. Beide Dateien beinhalten die gleichen Routenpunkte, wobei die ITN-Datei noch weitere Informationen für den Rider beinhaltet.
Über die schnelle L264 geht es über Merzenich nach Euskirchen und von dort nach Billig. Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück bis Bad Münstereifel. Hier biegen wir von der B51 auf die Schleidstraße ab. Am Schleidbach entlang geht es durch schöne Waldgebiete und an der Waldkapelle Decke Tönnes vorbei. Über Berg und Kalenborn kommen wir zum Aussichtspunkt Dernau.
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| Berg |
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| Kalenborn |
Bis hierhin hat die Routenführung bestens funktioniert. Alle Ansagen sind präzise und zeitnah, die Anzeige zoomt immer zeitig auf die aktuelle Situation.
Bei der Tourplanung hätte ich am Aussichtspunkt gerne einen Stopp eingeplant, das Navi kann mir aber nur einen einfachen, unbenannten Routenpunkt angezeigt und mich nicht zu einem Stopp auffordert wie beim Rider13. Da muss ich mich halt selber auffordern, hier einen Stopp einzulegen.
Der Ausblick über die Weinberge bei Dernau ist beeindruckend. Unendliche Rebstöcke unter blauem Himmel und im Tal liegen die Schiefergedeckten Häuser von Dernau.
Was ein wenig stört, ist der hohe Maschenzaun, der den Hang des Weinbergs vom Parkplatz trennt. Verständlich und sicherlich notwendig, um die Rebstöcke und deren Weintrauben vor zu engem Kontakt mit den Parkplatzbesuchern zu schützen.
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| Parkplatz mit... |
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| ...Ausblick durch den Zaun |
Hinunter nach Dernau biegen wir auf die B267 in Richtung Mayschoß ab und stehen vor der Baustellenampel einer einspurigen Straßenbaustelle.
Hier zeigt sich ein Vorteil meines neuen TomTom. Schon seit Beginn der Tour werde ich auf diese Baustelle hingewiesen. Schon gestern konnte ich auf dem Tablet, bei der MyDrive-App, die Verkehrsbehinderungen entlang meiner Tour erkennen.
Jetzt wird mir sogar angezeigt, mit wievielen Minuten Verzögerung ich durch die Baustelle rechnen muss.
Über Rech geht es nach Mayschoß und dort nach links, über die Brücke der Ahr, zum Parkplatz am Bahnhof. Hier wählen wir die obere "Etage" mit tollem Blick auf die Weinberge.
Wir vertreten uns etwas die Beine, essen mitgebrachte Plätzchen und trinken Coffee to Go aus dem Thermos-Becher und Wasser aus dem Sixpack.
Ansonsten reden wir über alles, was sich so ereignet hat und ob wir, wegen der Coronabeschränkungen, unser Biker-Wochenende an die Rhön, fahren können.
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| Rech |
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| Mayschoß |
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| Parkplatz am Bahnhof... |
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| ... mit tollem Blick auf die Weinberge |
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| Wir essen, trinken und reden - die "X" döst derweil ein wenig vor sich hin |
Weiter geht's durch das schöne Ahrtal, an Schieferwänden vorbei, den Blick hinauf zu Burg Are.
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| Schieferwände |
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| Burg Are |
In Altenahr leitet TomTom uns um die Vollsperrung bei Ahrbrück herum - man muss sich nur drauf einlassen.
Bei Insul geht's hoch nach Harscheid und hinter Schuld kommen wir wieder hinunter auf die L75.
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| Schuld |
Kurz darauf wechseln wir von Rheinland-Pfalz zurück nach Nordrhein-Westfalen. Über Schönau und Nettersheim fahren wir in Marmagen an der ehemaligen Eifel-Höhenklinik vorbei nach Kall und Heimbach. Dort sitzen wir dann auf der gleichen Bank am Minigolf-Platz wie letztens noch mit Rainer.
Wenig später starten wir zur letzten Etappe, auf der uns TomTom sicher nach Hause führt.
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| 126km/h🤔 |
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| Erstellt mit MyRouteApp und Google Maps |
Fazit meiner ersten Reise mit dem TomTom Rider500.
Es hat Spaß gemacht, mit meinem neuen Navi unterwegs zu sein.
Mir gefallen die Optik, die Ansagen und die Routenführung.
Das Display ist bei sonnigem Wetter sehr gut ablesbar, Regenwetter war ja noch nicht.
Ganz besonderes gefällt mir, dass ich über gesperrte Strecken informiert und umgeleitet werde.
Um diesen Service zu nutzen, muss die Tour mit einer ITN-Datei gefahren werden und das Handy, mit der MyDrive-App, muss eingeschaltet sein. Da die App einiges an Strom aus dem Handy zieht, sollte zur Sicherheit eine Power-Bank mit an Bord sein. Heute hatte es aber gut gereicht.
Was mir überhaupt nicht gefällt ist, dass ich nun keine "harten" Zwischenziele mehr vorplanen kann. Da muss ich mir noch was einfallen lassen - die Datei z.B. splitten.
Es ist natürlich auch nicht zeitgemäß, dass man keine Tourdateien via Bluetooth zwischen den Geräten austauschen kann. Das macht man dann per Mail, Dropbox und Micro SD-Karte. Mit der MyDrive-App geht's auch - dann aber nur mit GPX- und nicht mit ITN-Dateien, die weitere Informationen für den Rider beinhalten.
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert
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