Sonntag, 19. August 2012

„BigEde“ – Im Land der 1.000 Berge II


August 2012 – Tag Zwei von Zwei - Vom Sauerland zum Edersee und zurück zum Niederrhein



Vom Biggesee bis zur Edertalsperre - eine erlebnisreiche Tour durch äußerst reizvolle Landschaften.




Gut geschlafen. Georg und ich hatten je ein Zimmer im etwa 300 Meter entfernten Gästehaus bekommen.
Einerseits schade, nicht mit allen zusammen im gleichen Haus zu sein,  andererseits hatten wir die ruhigere Lage erwischt.
Die Gefährten hatten am Abend noch lange kein Auge zugemacht  so lustig wurde vor ihrem Hotel das Schützenfest gefeiert.




Das hielt aber unseren Frühaufsteher Günter nicht davon ab, schon in aller Frühe nach unseren motorisierten Gefährten zu sehen und den Frühtau von den Sätteln zu wischen.




In unserem Bikerhotel geht es frühmorgens so zu wie in einem erwachenden Bienenstock. Und so summt es schon vor dem Öffnen des Frühstücksraums gewaltig auf den Fluren und Gängen, wird an der Rezeption schon mal schnell die Rechnung gezahlt, um später möglichst zügig auf die Piste zu kommen.




Wir gehen es etwas ruhiger an – 8 Uhr Frühstück und um 9 Uhr soll es dann so langsam losgehen.
Zeit genug für ein ausgiebiges und gemütliches Frühstück mit Blick auf die emsigen  Bikerinnen und Biker, die so nach und nach in den tollen Tag starten.
Auch das Frühstück lässt im „Haus Wiesengrund“ keine Wünsche offen und so starten wir ein wenig später gut gelaunt in unseren zweiten Tourtag.


Zunächst geht es die gleiche schöne Strecke zurück, die wir Gestern aus entgegengesetzter Richtung gekommen sind. Einige Zeit später biegen wir dann auf unsere neue Route ab. Kleinste Wege zwischen grünen Hügeln – eine schöne Wiesen und Weidelandschaft. Aber die gewählte Abzweigung war nicht die Richtige. Und so endet unser Weg schließlich inmitten einer Blumenweide auf einem Hügel. Einfaches Wenden ist hier nicht drin, die Gräser und Wildblumen sind feucht vom Frühtau und der Boden ist weich und tief. Was tun? Unser Flügelmann Thomas macht‘s vor. Ganz langsam starten und in weitem Bogen über die bunte Weide fahren. So schaffen wir es nach und nach alle, wieder festen Boden unter die Läufe unserer Gefährte zu bekommen. Ich hoffe nur, der Bauer war später nicht sauer, als er unsere Spuren in seiner schönen Wiese sah ;-)

















Tolle Landschaften und Strecken sind das hier, die uns kurvig zum Edersee führten. Ein toller Anblick, als wir ihn zum ersten Mal sahen. Langsam cruisen wir am linken Seeufer entlang und genießen den Ausblick über das glitzernde Wasser.




Unser nächstes Ziel ist „Schloss Waldeck“ hoch über dem Edersee.

















Dazu biegen wir nach links vom Seeufer ab, winden uns die Anhöhe hinauf nach Waldeck und parken kurz darauf unsere Bikes am Aufgang zur Burg.




Von hier aus ist es nur noch ein kurzer Fußweg hinauf bis zum Burgtor.




Thomas "Hinter Schloss und Riegel" ;-)

















Herrlich ist es, hier oben zu stehen und auf den tiefblauen Edersee und die ausgedehnten Waldgebiete zu schauen.

















200 Meter über dem dunkelblauen Wasserspiegel stehen wir auf der mächtigen Trutzburg der Grafen von Waldeck.

















Lange Zeit können wir uns nicht von der Burg und ihrer beeindruckenden Ausstrahlung trennen.

















Wer weiß? Hätten wir ein Fässchen Pulver zur Hand gehabt – 
vielleicht wäre Birgit ja tatsächlich mit der Kanonenkugel bis zur Staumauer geflogen ;-)




So aber stiegen wir wieder gemeinsam auf unsere treuen Rösser 
und legten den Weg hinunter zum See in gemächlichem Trab zurück.




An der Ostseite der Staumauer ist so richtig was los und Parkplätze sind hier ziemlich rar.
Aber wir wollten ja sowieso an die Westseite der Mauer.

















Kurz vor dem "Zündstoff" biegen wir rechts ab und überqueren die Eder.
Auf der anderen Seite fahren wir, auf der "Straße Zur Sperrmauer", direkt bis zu unserem Ziel.
Dort ist es so richtig ruhig und schön.




Ein Gigant aus Kaisers-Zeiten – "Die Eder Talsperre"
Die Eder Talsperre wurde zwischen 1906 und 1914 fertiggestellt.
Mit Ihrer Kronenlänge von 400m und 47m Höhe ist sie ein imposantes, sehenswertes Bauwerk.




Der 27km lange Eder See dient der Stromgewinnung,
der Schifffahrt und der Wasserspeisung des Mittelland-Kanal in den Sommermonaten.




Doch das Plakat der "Operation Chastise" erinnert daran,
dass es an diesem Ufer nicht immer so friedlich und sicher wie heute war.




Und der Blick von der Staumauer hinauf zur Burg, dem Wahrzeichen der Region Waldeck,
ist nun auch auf der Wunschliste abgehakt :-)




Nun geht es wieder westward, wir haben den östlichsten Punkt unserer Reise erreicht.



Über Frankenberg und Hallenberg streiften wir durchs Rothaargebirge bis sich, kurz vor Bad Berleburg, der große Hunger bei bei uns bemerkbar machte. Zum Glück wurden gerade jetzt  Birgit & Thomas auf ein Schild des „Landgasthof Wittgensteiner Schweiz“ aufmerksam. Der Hof lag, noch ein bis zwei Kilometer entfernt, mitten in der tollsten Landschaft.




Schon von weitem sahen wir, dass es sich bei dem Landgasthof um einen großflächigen Bäuerlichen Betrieb
mit weiten Wald und Weideflächen handelte.




Kaum hatten wir unsere motorisierten Gefährten auf dem Hof abgestellt,
wurden wir auch schon von der freundlichen jungen Chefin empfangen.




Auf Bikerart wurden schnell Tische und Stühle auf dem Hof zusammengestellt
und schon ging's ins Restaurant ans warme Buffet.


Hier kann man an Sonntagen „Essen so viel man möchte“  und das zu einem wirklich günstigen Preis.
Drinnen sind alle Plätze belegt – jeder aus der Umgebung, der sich am Sonn- und Feiertag nichts mehr selber kochen möchte, war hier sicherlich anwesend. Das erklärt auch die enorme Dosendichte auf dem Parkplatz neben den Stallungen.
Ein wenig erstaunt schienen die Damen und Herren schon, dass sich solch merkwürdige Fremde in ihr Resort verirrt hatten und mit ihrer Beute auf den Tellern wieder auf den Hof verschwanden.
Aber alle waren zurückhaltend freundlich und winkten uns fröhlich zu, als sie später an uns vorbeikamen um mit ihren Limousinen den Heimweg anzutreten.
Schön ist es ja auch immer, wenn sich einige der Herrschaften für unsere Bikes interessieren. Dabei stellt sich meistens heraus, dass so mancher „früher“ auch mal auf einer BMW oder DKW gefahren ist.
So bekamen wir auch noch den Tipp, dass wir ruhig noch ein Stück in den Wald hineinfahren könnten  der Weg führe auf jeden Fall zurück auf die K40 und später auf die L717 nach Bad Berleburg.
















Einen Mini-Stopp gibt's noch am "Rhein-Weser-Turm"  damit man mal dagewesen ist  und gut eine Stunde später haben wir dann Windeck-Schladern und das „Elmore’s“ an der Sieg erreichen.




"Betreutes Fahren" und "Ambient & Chillout-Musik" - 
im Elmore’s Biergarten & Lounge fügt sich beides perfekt zusammen ;-)

















Dort lohnt es immer eine Pause einzulegen,
um die einzigartige Atmosphäre und den Blick auf die „Siegfälle“ zu genießen.




Georg verabschiedete sich hier von uns. Er hatte noch einen Termin den er nur einhalten konnte, wenn er auf direktem Weg über die Autobahn nach Hause fuhr.

Wir anderen ließen es etwas gemütlicher angehen und waren am frühen Abend, nach 390 Kilometern, wieder in unserer Region.

Ein herzliches Dankeschön an meine Mittourerinnen und Mittourer  Es war wieder toll mit euch!

Und danke Birgit für deine schönen Bilder - Ich finds ja immer toll, wenn du mit deiner Trans Alp hinter mir fährst - deine Soziabilder vermisse ich aber auch ;-)

Und die „nicht enden wollende“ Schotterstrecke durch die Baustelle? - Ich hoffe, ihr habt sie mir verziehen ;-)





Die Tour zum Download gibt’s „Hier“


Viel Spaß & tolle Touren wünscht

Westward


Samstag, 18. August 2012

„BigEde“ - Im Land der 1.000 Berge I


August 2012 – Tag Eins von Zwei - Vom Niederrhein zum Biggesee und zum Kahlen Asten



Vom Biggesee bis zur Edertalsperre - eine erlebnisreiche Tour durch äußerst reizvolle Landschaften.


Natürlich sind und bleiben die Ardennen mein liebstes Tourgebiet. Dort kenne ich mich, nach so vielen tollen Tourerlebnissen, ja auch ganz gut aus. Aber wohl gerade deshalb möchte ich schon seit einiger Zeit nicht nur „westward“ fahren, sondern auch die anderen Himmelsrichtungen unter die Räder meines Bikes nehmen.

Da Touren, die von uns aus nach Norden führen, eher auf 100-300m über dem Meeresspiegel liegen, reizen sie mich meist nur zu Kurztouren, die zwar auch immer sehr schön sind, die ich aber im Laufe der Zeit schon fast flächendeckend abgefahren bin.

Die südliche Richtung führt uns über tolle Bikerstrecken durch die Eifel und darüber hinaus. Kenne ich natürlich auch schon alles ziemlich gut.

Bleibt noch die östliche Richtung. Dort kenne ich mich durch ein paar Touren ins Bergische Land so leidlich aus und in den Harz ging es auch schon mal für ein paar Tage.

Aber im Sauerland – da war ich ja noch gar nicht mit dem Bike!

Und schnell entstand  die Tour „BigEde“ – Biggesee und Edersee und dazu noch der „Kahle Asten“, Winterberg, und die Burg Waldeck.

Von der Burg Waldeck möchte ich auf den Edersee schauen und anschließend auf der tollen Staumauer stehen.

Die Gefährten sind auch sofort Feuer & Flamme.


















An einem Samstag im August 2012 war es dann so weit. Um 08:30 trafen wir uns an unserem Treffpunkt I, am McD Erkelenz.
















Nicht nur Birgit & Thomas, Georg, ThomasK und ich waren bester Laune und strahlten übers ganze Gesicht als wir uns zu einer frühen Tasse Kaffee trafen, auch das beste Bikerwetter war wieder einmal mit am Start und wollte auf unserer Tour auch keinen Moment von unserer Seite weichen.


Kurze Zeit später treffen wir am „Polodrom“ in Jüchen den „Rest“ unserer BigEde-Truppe.



Christine & Günter, Matthias & Ulrike und Helmut hatten am „Red Hot“ bereits ihre Bikes angebunden und warteten schon darauf, dass es endlich losgeht.



Nun gibt es kein Halten mehr – nach freudiger Begrüßung stiegen wir auf unsere Bikes und starteten unsere abenteuerliche Fahrt, der Morgensonne entgegen.




Ein wenig Autobahn, um dem Gewusel um Köln zu entrinnen, lässt sich ja nicht vermeiden. Aber alles klappt bestens und schon bei Burscheid hinter Leverkusen ging es ab ins „Bergische Land“

Idyllisch, mit grünen Hügeln und schwarz-weißen Kühen auf blumigen Weiden, ist hier die liebliche Landschaft, durch die uns kleine Wege bis zum Landhaus Fuchs führten.
Das „LandhausFuchs“  ist ein beliebter Treff im Bergischen Land, der gerne von Motorradfahrern angefahren wird.


Öffnungszeit an Samstagen 11:00 Uhr!


Da waren wir wohl ein wenig früh.


Denn so früh am Morgen war hier, mitten in der schönen Landschaft, noch nichts los – war sozusagen noch der Hund begraben.


Über die sanften Hügel hinweg musste man uns aber doch schon von weitem gesehen haben. Kaum waren wir aus unseren Sätteln gestiegen öffnete sich die Türe des Gasthofs und der Wirt und seine Mutter fuhren die Systeme so langsam hoch.


Der Kaffeeautomat wurde gestartet und die Stühle des Biergartens von „schräg am Tisch gelehnt“ auf ihre vier Beine gestellt.


Gerne waren wir behilflich und schon bald saßen wir bei Kaffee und Co in fröhlicher Runde auf der Terrasse und tauschen uns mit dem gerade angekommenen Bikerpärchen aus.


Es ist toll ein Biker zu sein und mit anderen Bikerinnen & Bikern das schönste Hobby der Welt zu teilen.


Über tollste Bikerstrecken ging es anschließend wieder durchs Bergische Land – ein Traum für Biker – bis wir das Sauerland und den Biggesee erreichten.
DER Bikertreff am Westufer des Sees ist der „Biggegrill“
Auch heute geht es hier wieder hoch her, denn an Wochenenden tummeln sich am Parkplatz wahre Heerscharen von Bikerinnen und Bikern. 
Das liegt wohl auch am tollen Blick, den man von dort auf den See hat – auf das bunte Treiben der Segelschiffe und auf die „Weiße Biggeseeflotte“, die den See zwischen Olpe und Attendorn durchpflügt.
Mit 172 Mio. m³ Wasser ist der Biggesee dann auch noch der größte Wasserspeicher Westfalens.
Für uns ist es hier zu voll und auch im Haus am See ist wegen einer geschlossenen Gesellschaft kein Platz mehr frei.



Aber nur ein wenig weiter auf unserem Weg um den Biggesee halten wir beim „Haus am blauen See“

















Auf der Terrasse haben wir einen idyllischen Blick auf den See und das Essen schmeckt uns auch sehr gut.



Nachdem wir uns ausgiebig gestärkt und auch wieder genügend ausgeruht haben, geht es dem Hochsauerland entgegen, nach Winterberg und zum Kahlen Asten.
Für uns Biker ist das Sauerland das perfekte Tourgebiet. Durch seine Vielfältigkeit haben Landschaftstouren hier einen besonders hohen Erlebniswert.
Weitläufige Wälder, muntere Bäche und kristallklare Flüsse, grüne Wiesen und hübsche Fachwerkdörfer wechseln sich hier in munterer Reihenfolge ab.
Dabei durchqueren wir, im südöstlichsten Teil Nordrhein-Westfalens, eines der waldreichsten Gebiete Mitteleuropas.
Und immer geht es kurvenreich entlang kleiner Bäche und quirliger Flüsse, nur selten unterbrochen von wenigen Dörfern und Städten.





Attendorn Finnentrop Schmallenberg und dann hinauf zum "Kahlen Asten"
 Die Auffahrt ist  leider recht kurz.
Von der Straße Richtung Winterberg aus hat man den "Berggasthof" schon nach wenigen Minuten erreicht.




Dort gibt es etliche Parkplätze, auch an der rechten Seite des Gebäudes, auf denen man sein Bike abstellen kann.




















An schönen Tagen ist der Kale Asten ein beliebter "Bikertreff" 
Hier oben und auf der Strecke trifft man Bikerinnen und Biker aus vielen Regionen Deutschlands, auch gelbe Nummernschilder sind nicht wenige darunter.




















Auf der Rückseite öffnet sich dann der Blick weit hinaus über das Rothaargebirge.



















Es hat schon etwas besonderes, hier oben zu stehen um den Ausblick zu genießen.




















Auch das Gebäude und die Restauration  sind interessan. Wer sich nach der langen Zeit im Sattel noch etwas sportlich betätigen möchte, sollte unbedingt den "Astenturm" neben der Restauration besteigen. Die Aussicht von dort oben belohnt für die kleine Mühe.




Wer sich aber lieber ein wenig ausruhen und erholen möchte, für den gibt es auch noch die eine oder andere interessante Möglichkeit ;-)



Eine halbe Stunde lag nun noch vor uns, bis wir unser Gasthaus in Hallenberg erreichten. Eine kleine Runde durch Winterberg in weiten Schwüngen nach Medebach und dann auf kleinen Wegen nach Dreislar.
Es ist immer super, wenn die Anfahrt zur Unterkunft noch einmal über kurvige und eindrucksvolle Strecken führt. Da ist die K76, von Dreislar nach Braunshausen genau die richtige Strecke.
Über grüne Hügel mit grasenden Kühen, durch kleine Wäldchen und entlang eines kleinen Baches erreichten wir nach 330 Kilometern pünktlich unser Hotel.




Das Hotel „Haus Wiesengrund“ in Hallenberg-Braunshausen ist ein gut geführtes Hotel, 
in dem wir und unsere motorisierten Freunde uns sehr wohlfühlten.
Für die Bikes gab es einen Unterstellplatz und für die abentliche Unterhaltung war vielfach gesorgt.




Die Unterkünfte, auch das Gästehaus, waren gut und das Abendessen war super.




















Bikerherz - was willst du mehr :-)




Nach der langen Fahrt und dem schönen Abend sanken wir erschöpft in die Kissen - nur die Schützenbruderschaft feierte noch recht lange und fröhlich vor dem Hotel ;-)



Die Tour zum Download findest du "Hier"


Viel Spaß & tolle Touren wünscht
Westward