Freitag, 12. Mai 2006

Warum ist es am Rhein so schön?

Tourbericht vom 12.05.2006


Es ist schon lange her, dass ich an unserem großen Fluss war - also die Strecke ausgearbeitet und nichts wie los.

Von „Elly’s-Bikertreff“ aus – Mönchengladbach-Schrieversmühle – fahre ich bei Rheydt auf die A61 und dann - immer geradeaus die Landkarte hinunter - bis Bad Neuenahr. Jetzt noch über die B266 zur Rheinfähre nach Linz – dann liegt er vor mir – der alte Vater Rhein.



Mit der Fähre auf der anderen Rheinseite angekommen geht es über die B42 bis nach Koblenz am „Oberen Mittelrheintal“. 150 Kilometer habe ich jetzt schon auf der Uhr - eine ganz schön lange Anfahrt.



Am „Deutschen Eck“ schaue ich mir beim Zusammenfluss von Rhein und Mosel den regen Schiffsverkehr an, blicke hinüber zur „Festung Ehrenbreitstein“ und bummle ein wenig durch die schöne Altstadt.



Später geht es über die Rheinbrücke wieder auf die B42 um dann nach Lahnstein abzubiegen und der Ausschilderung zur „Burg Lahneck“ zu folgen.



Kein Wächter zu sehen – also fahre ich bis kurz vors „Burg Restaurant“.



Da hier heute nicht wirklich was los ist, stelle ich die Kawa an den Jägerzaun und setze mich auf einen Kaffee auf den Burgplatz und genieße den Ausblick aufs Rheintal.



Zurück zur B42 wird die Strecke nun erst so richtig schön. Oberhalb von mir zieht die „Marksburg“ vorbei und direkt am Rhein halte ich am Imbiss in Osterspai. Currywurst mit Pommes und Blick auf die vorbeiziehenden Frachtschiffe – das hat schon was.



Weiter folgen Filsen, Kamp-Bornhofen, Kestert, und St. Goarshausen. Hier setze ich mit der Fähre nach St. Goar über – das wollte ich immer schon einmal.




Nach rechts fahre ich durch St. Goar und dann den Berg hoch zur Burg Rheinfels. Seit meiner Kindheit haben wir so eine alte Blechdose für alte Fotos – mit einem Bild und der Aufschrift „Burg Rheinfels“.




Von dort auf dem Höhenweg über Niederburg und Oberwesel zurück zum Rhein und noch 20 herrliche Kilometer bis Bingen.

Nach einer Kaffeepause mit Blick auf das auf der anderen Rheinseite liegende „Niederwalddenkmal“ geht es wieder auf der gleichen Seite des Flusses zurück.

Kurz vor St. Goar erhebt sich auf der rechten Seite der 132 Meter hohe Felsen der „Loreley“. Langsam gleitet der sagenumwobene Felsen an mir vorbei, dann geht es zügig über die B9 über Bad Salzig, Boppard, Spay, Rhens und Koblenz nach Sinzig, über die B266 nach Bad Neuenahr und über die A61 zurück nach Hause.
Gefahren: 440 Kilometer




Das hat mir gut gefallen:
-Die Rheinüberquerung bei Sinzig-Linz und St. Goarshausen- St. Goar
-Die Burg Lahnstein mit Café und toller Aussicht
-Die Uferpromenade und das Deutsche Eck in Koblenz,
-Die Strecke von Koblenz nach St. Goarshausen (rechte Rheinseite)
-Der Imbiss in Osterspai, direkt am Rhein
-Der Höhenweg St. Goar, Burg Rheinfels, Niederburg, Oberwesel, Bingen und zurück nach St. Goar
-Die Strecke von St. Goar bis Rhens

Das hat mir nicht so gut gefallen:
-Die Hin- und Rückfahrt auf der A61 nach und von Bad Neuenahr – je ca. 150km – das zieht sich
-Die Linksrheinische B9 zwischen Rhens und Sinzig ist dann ohne Rhein-Romantik
-Alleine unterwegs zu sein - das gefällt mir nicht so wirklich

Viel Spaß beim Touren wünscht
Herbert