Heute,
auf unserer letzten Alpentour, ist schon der Gedanke an die Rückfahrt mit uns
unterwegs. Da wir am Nachmittag bereits unsere Bikes verladen und uns für morgen reisefertig
machen wollen, fahren wir heute eine etwas kleinere Tour – die Ofenpassrunde
mit einem Abstecher nach Samnaun. Nicht nur die tolle Strecke dorthin hat es
uns angetan, auch der Steuerfreiraum lockt mit günstigem Benzin, Spirituosen
und Parfüms.
Bevor
es losgeht treffen wir uns erst einmal in voller Montur zum Fotoshooting im Garten des Tirolerhof. Gar nicht so leicht, alle einmal gemeinsam aufs
Bild zu bekommen. Aber auch SAM hat einen Moment Zeit, um für unser
Erinnerungsfoto zu posieren.
Pünktlich um
10 Uhr geht es los –
nur Günter ist heute bei seinen Lieblingsjob, als Babysitter und Opa :-)
Von
der Norbertshöhe geht es noch einmal hinunter nach Martina in der Schweiz und den
schäumenden Inn entlang bis Vinadi.
Dort biegen wir links ab in Richtung
Samnaun. Alle
Fahrzeuge vor uns fahren zum Glück geradeaus – nur nicht der PKW vor uns. Agrrr
– das wird nicht so schön mit einer Dose vor uns auf unseren Fotos und dem Video von dieser tollen Strecke. Das muss sich ändern. Ein Handzeichen an die
Gefährten und aus der nächsten Kurve heraus beschleunigt das gesamte Team. Nun hat der PKW-Fahrer die eindeutig schönere Aussicht auf 9 vor ihm fahrende
Bikes ;-)
Auf
geht’s in die engen, aus dem Fels geschlagenen Tunnel - plötzliche Dunkelheit,
nasse Fahrbahn und pechschwarze Wände.
Ein wenig Licht dringt durch die einzelnen Öffnungen von der Außenwelt herein – man
ahnt mehr wohin es geht, als dass man es sieht.
Nach angestrengter Suche liegt es dann vor uns –
Das Licht am Ende des Tunnels.
Kurve folgt auf Kurve
Was für
eine tolle, wildromantische Straße :-)
An
der BP-Station tanken wir den günstigsten Sprit, den wir seit Jahren in unsere Bikes gebunkert haben.
Da können auch nicht unserer LUX-Tanktouren mithalten.
Wie für uns
bestellt werden gerade die schönsten Motorradparkplätze für uns frei – gleich vor
dem Sport & Wellness-Hotel Post.
Hier sitzen wir und unterhalten uns mit
anderen Bikern und trinken teuren Schweizer Kaffee zur tollen, kostenlosen
Aussicht.
Dass keiner von uns raucht hält uns zwar davon ab steuerfreie
Zigaretten zu kaufen, aber das eine oder andere Fläschchen Likör, Whiskey oder
Parfüm geht dann doch über die steuerfreie Ladentheke von Hangl’s Duty-Free-Center.
Noch
einmal genießen wir die Straße Samnaun-Vinadi und fahren anschließend am Ufer
des Inn hinauf bis Scuol und Zerness.
Während das Inn-Tal nun westlich abbiegt, folgen wir der Straße nach Osten, lassen den Abzweig zum Munt la Schera rechts
liegen und schwingen uns, auf perfekt asphaltierter Piste, die Serpentinen hinauf
zum „Ofenpass“
2.149m, 14%, *** SG2, auf dessen Spitze uns das Gasthaus Sysom Give erwartet.
Da
es sich beim „Ofenpass“
um eine wichtige Transitstrecke mir regem PKW- und LKW-Verkehr handelt, hält
sich der Fahrspaß in Grenzen.
Aber landschaftlich sind die Ausblicke aufs
Ortlermassiv und den Schweizer Nationalpark sehr beeindruckend.
Der
Parkplatz auf der Passhöhe ist nicht so besonders einladend und da ein Reisebus
gerade seine Reisenden hier ausgeladen hat, ist das Gasthaus momentan bis zum
letzten Platz besetzt.
Also geht es nach einer kurzen Rast wieder auf die Bikes
und hinunter ins Münstertal.
Im
Val Müstair fahren wir dann durch eines der schönsten Bergtäler der Schweiz,
eine beeindruckende Komposition aus herrlicher Naturlandschaft und
imponierenden Bergen.
Bei
Taufers im Münstertal sind wir dann wieder unvermittelt in Italien – alles hier
sieht so aus, wie man sich die Alpen so vorstellt.
Über
Mals und Graun geht es zügig über den Reschenpass nach Österreich und zurück nach
Nauders.
Das
Verladen unserer Bikes auf die Hänger haben wir schnell erledigt -
Da bleibt uns tatsächlich noch Zeit für Kaffee & Kuchen. Wenigstens heute haben wir mal die 3/4tel Pension
auskosten können :-)
Zum
Abendessen haben wir noch einmal ein tolles
Menü im Tirolerhof und als Absacker spendiert Brigitte dann auch noch einige leckere Drinks aus Samnaun :-)
Nach
dem Frühstück am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von der beeindruckend schönen
Alpenlandschaft, die wir mit tollen Gefährten auf unseren Bikes erleben konnten :-)
Die Rückfahrt verläuft gut und am frühen Abend melden alle, dass sie wieder heil Zuhause angekommen sind :-) Vielen herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen unserer tollen Alpentour beigetragen haben :-)
Ofenpassrunde mit Samnaun: 170 km von 10:00 bis 14:00 Uhr
Maut: 0.00 €
Aussicht: *** lohnt sich
Fahrtrichtung der Tour: Zuerst wollten wir die Tour im Uhrzeigersinn fahren. Da
wir aber Samnaun noch zum preiswerten Tanken dazu genommen haben, fuhren wir
sie gegen den Uhrzeiger. Gut so – der Blick ins Val Müstair ist aus dieser
Sicht noch ein kleines bisschen beeindruckender.
Schwierigkeit: SG2 für die Strecke über den Ofenpass, bei der Fahrt
nach Samnaun sollte man auf die dunklen und nassen Tunnel vorbereitet sein.
Glossar
Spaßfaktor nach „Alpenrouten“
*Naja
**Ganz nett ***Hinfahren lohnt sich ****Ein Highlight
*****Absolut grandios
Schwierigkeit nach „Denzel“
SG1
Strecke sehr leicht, SG2 Strecke ohne nennenswerte Anforderung SG3, Strecke
erfordert Erfahrung im Gebirge
Online-Tourenplaner, wie z.B. Tyre, Google
Mapps, MotoPlaner, in den Wintermonaten
Bei
Verwendung von Online-Tourenplanern werden die Rundtouren bei gesperrten Pässen
und Strecken, wie z.B. in den Wintermonaten, nicht wie geplant dargestellt.
Navis im Offline-Modus stellen die geplante Route dagegen richtig dar.
Juni 2016 – „Auf der 8-Pässe-Tour“–Reschenpass, Stilfserjoch, Foscagnopass, Passo d’Eira, Livignopass,
Berninapass, Albulapass, Flüelapass
Abfahrt vom Stilfserjoch
Heute geht es auf die Königsetappe unserer Alpentour – die 8-Pässe-Tour. Sie
bringt uns, nachdem wir nun schon recht gut trainiert sind, endlich über
die Nord-Ost-Rampe zum Stilfserjoch.
Ein ganz besonderes Highlight ist auch der
Albulapass, den wir von St. Moritz, der Stadt der Schönen und der Reichen aus
angehen.
Ein kurzer Bummel durch Davos, die Stadt des gepflegten Schweizer
Wintersports, dann sollten wir, nach gut 300 Kilometern, gegen 18 Uhr wieder in
Nauders sein.
Die
Wetteraussichten sind so lala – in der Nacht hat es auf den Bergen Neuschnee
gegeben. Am Morgen ist es freundlich und zum Nachmittag soll es dann nicht ganz
so schön werden.
Aber
was hilft‘s – heute ist die letzte Möglichkeit für diese tolle Tour – und wir
sind ja schon bei (fast) jedem Wetter gefahren ;-)
Helmut und ThomasK sind startbereit
Punkt
9 Uhr geht’s los. Ein wenig aufgeregt sind wir schon wegen der Haarnadelkurven,
die uns am Stilfserjoch erwarten. Noch einmal machen wir uns klar, dass es mit
10 Bikes am Joch besonders darauf ankommt, einen genügend großen Abstand zum
vorfahrenden Motorrad zu halten. Ein wenig heikel sind hier die Rechtskurven,
die bei einem entgegenkommenden Fahrzeug recht eng sein sollen. Die einen sind gelassen
wie immer – man sieht aber auch ein paar gerötete Wangen – aber alle wollen
heute da hinauf :-)
Pass Nr. 1, der „Reschenpass“
– 1.519m, *** SG 1-2 Kaum wahrnehmbar, wir sind in Süd-Tirol in Italien.
Das
Highlight des Passes ist zweifelsohne die tragische Geschichte um das kleine
Bergdorf Graun, dessen Kirchturm der wohl der meist fotografierte der ganzen
Welt ist. 1948 wurde der Reschensee aufgestaut, dabei versank der Ort Graun in
den Fluten. Lediglich der Kirchturm des Ortes ragt bis heute trotzig aus den
Fluten hervor.
Noch
einmal geht es also am Reschensee vorbei und noch einmal liegt das weiße
Kloster Marienberg hoch über uns am Berg.
In
Glurns dann eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt. Während wir noch rangieren
und überlegen, ob wir die Sperrung austricksen können, kommt ein netter
Anwohner zu uns und rät, lieber die ausgeschilderte Umleitung über Spondinig zu
nehmen. Gleich hinter der Sperre warten die Carabinieri und deren
Protokolle seien ziemlich teuer. Ein gutes Argument, den empfohlenen Umweg zu
wählen ;-)
Christine und die Vorfreude vor dem Aufstieg
In
Prad sind wir dann wieder auf der geplanten Strecke und kurze Zeit später legen
wir, kurz vor dem Aufstieg, eine kleine Erfrischungspause mit Blick auf den
Gipfel ein.
Mit dem Bike zum Stilfserjoch - Diese Radfahrer sind immer schon da :-)
Pass Nr. 2 das „Stilfserjoch“
– 2.758m, **** SG 3 –Der
Höhepunkt einer jeden Alpentour!
Das
„Stilfserjoch“
zählt mit seinen vielen Kehren zu den schwersten Passstraßen der Alpen.
Besonders
auf der Nord-Ost-Rampe reiht sich eine Spitzkehre an die andere – gut, dass wir
mittlerweile schon so viel Übung haben :-)
Der Aufstieg beginnt
Sage und schreibe 87 Kehren liegen nun vor uns, davon 48 für den Aufstieg
Auf 30km
Länge schrauben wir uns 1570m in die Höhe. Dabei ist die Streckenführung der
„Königin aller Passstraßen“ einzigartig. Wie in unendlichen Schleifen liegt
eine Fahrspur über der anderen.
Immer wieder schweift der Blick über das
gewaltige Panorama das sich uns bietet – aber Vorsicht – höchste Konzentration
ist gefragt.
Die Rechtskurven haben es in sich, sind Haarnadelkurven im engsten
Sinne. Tempo verringern, in den 2ten Gang schalten, kurz schauen ob ein
Fahrzeug von Oben kommt, in die Kurve legen und mit Gas hineinziehen.
Kommt kein Gegenverkehr kann man erleichtert aufatmen, dann holt man halt etwas
weiter aus und nutzt die gesamte Breite der Kurve. Die Linkskurven sind dagegen
die reinste Erholung ;-)
Da wir in der Woche und noch früh am Morgen unterwegs
sind hält sich der Gegenverkehr stark in Grenzen. Während der Hauptsaison und
an Wochenenden braucht es dann aber schon einigen Mut mehr als heute - an der
Nord-Ost-Rampe hat so mancher Biker seinen Aufstieg noch vor dem Gipfel abgebrochen und ist umgekehrt ;-)
Wir
sind nur noch einige Kehren vom Gipfel entfernt, da geht es nicht mehr weiter.
Vorsichtig halten wir in der Steigung an und warten, bis der Schneeräumer die Fahrbahn für uns freimacht.
Dann rollen wir vorsichtig wieder an und durch den glitschigen Schneematsch erreichen wir den Passo dello Stelvio.
Parkplätze gibt es heute nur längs
Hier
oben ist touristisch schon einiges los. Restaurationen, Souvenirläden und „Bruno’s
Wurst mit Sauerkraut“ – wer‘s mag – für
(fast) jeden ist was dabei.
Brunos Wurst mit Sauerkraut
Ute und der Erlkönig
Heike und der Nord-Ost-Wind
Eine
halbe Stunde reicht, dann wird wieder aufgesessen.
War
die Auffahrt dunkel und kalt, so ist die Abfahrt sonnig und warm – und auch
erheblich leichter zu fahren.
Landschaftlich sehr eindrucksvoll – besonders schön
der Wasserfall. Die Strecke kennen wir ja schon aus der entgegengesetzten
Richtung, als wir vom Gaviapass kamen. Da war’s im leichten Regen und nach der
langen Fahrt nicht ganz so angenehm wie heute.
Birgit & Thomas - Schöne Aussichten auf fantastische
Berglandschaften
Kurz
vor dem Fascognopass gibt’s einen heftigen Schauer – aber als wir den Pass
erreichen dampfen die Straßen und die Feuchtigkeit wird von der Sonne aufgezehrt.
Das
Schöne am Livignopass sind die tollen Berge rundum. Auf guter Piste geht es
zügig die Passstraße entlang, immer die mächtigen Drei- und Viertausender im
Blick. Die Strecke sind wir schon zum Gaviapass gefahren, aber jeder Kilometer
ist diese zweite Begegnung wert.
Es
ist wieder einmal Zeit für eine Pause – da kommt am Gipfel die „Foresteria
2315“ gerade recht.
Latte Macchiato
Das alte Gebäude ist super stilistisch aufgemacht, man
bekommt für 2€ einen tollen Latte Macchiato im Café und preiswerte, zollfreie
Spirituosen im Laden. Unbedingt besuchen ;-)
Nachdem
wir die Grenze passiert haben erklimmen wir den legendären „Berninapass“, der zu den
berühmtesten Schweizer Pässen zählt. Nicht besonders schwierig aber fahrerisch
abwechslungsreich mit schönen, gut ausgebauten Kurven, begeistert vor allem die
grandiose Landschaft mit der gewaltigen 4.000er Berninagruppe.
Lange Zeit geht
es an den Geleisen der Rhätischen Bahn entlang, aber dem Bernina-Express
begegnen wir heute leider nicht.
HeliSwiss
Schon
von weitem fällt unser Blick auf „Sankt
Moritz“ – ein Postkartenmotiv am
Sankt Moritzsee.
Im Winter der bekannteste Treff des internationalen Jetsets,
hat Sankt Moritz, durch seine traumhafte Lage am Rande der Oberengadiner Seen,
seinen ganz besonderen Reiz.
Im
Schritttempo bummeln wir durch die
historischen Gassen, in denen an über 300 Sonnentagen im Jahr „Champagner-Klima" herrscht :-)
Von
Sankt Moritz aus geht es nach La Punt und von dort aus auf die „Albula-Passstraße“.
Die schmale, wenig befahrene Strecke geht so nach und nach in eine
herrliche, hochalpine Lage über.
Auf der Passhöhe am Albulasee können wir uns
gar nicht sattsehen an dem, was uns hier geboten wird.
Das schlichte
Albula-Hospiz ist dann das iTüpfelchen in dieser großartigen Kulisse.
Christine & Günter
Als
wir uns dem Parkplatz nähern startet dort gerade eine Gruppe von hochpreisigen
Sportwagen – schade – die hätten wir gerne aus der Nähe betrachtet.
Heike hat ihre Cool Breaker dabei
Die
Einkehr im Hospiz ist cool – vor der Haustüre liegt der Neuschnee, innen gibt’s
stilechtes Schweizer Interieur, und mit rund 6 € den teuerste Latte Macchiato den ich bisher getrunken habe ;-)
Schmeckt aber super hier Oben :-)
Blick vom Hospiz
SAM sagt Grüerzi
ThomasB entdeckt den HSV-Aufkleber :-)
Bei
der Abfahrt vom Albula zeigt TomTom eine Bahnlinie neben mir an, die ich aber nirgendwo
sehen kann. Wir überqueren sie – und auch das ist nicht zu sehen. Die Lösung
zeigt sich dann in Preda. Dort verschwindet die Bahn im Berg. Große Erdbewegungen
lassen ahnen, dass dort ein weiterer Tunnel durch den Berg gebohrt wird. Mit
Förderbändern in durchsichtigen Röhren wird der Abraum der Tunnelbohrung zunächst
auf eine große Halde befördert und dann abtransportiert – ein interessantes und
großes Projekt.
Eines von vielen Viadukten
Als
wir Bergün erreichen, ein Ort mit vielen schön bemalten Häusern, beginnt es
leicht an zu regnen. Und das ändert sich auch leider nicht auf unserer Strecke
nach Davos.
Schweizer
Postbus im Einsatz - Schweizer
Postbusfahrer blinken rechts und lassen Motobikes vorbei :-)
In
„Davos“ haben wir noch einen
Bummel über die Promenade geplant. Aber, da es sich so richtig eingeregnet hat,
bleiben wir lieber auf der Talstraße und stellen uns bei der Migrol-Tankstelle
unter. Auch so klappt es ganz gut mit einer kleinen Pause.
Es
ist nass und kalt. Als es weitergeht meint Thomas, ob es oben auf dem „Pass“ wohl schneit :-(
Als
uns kurze Zeit später LKWs mit dickem Schnee auf der Front entgegenkommen ahnen
wir nichts Gutes.
Je höher wir kommen, umso mehr Schneeflocken mischen sich in
den Regen. Die Temperatur sinkt auf den Gefrierpunkt und die Sicht verringert
sich im Schneetreiben auf wenige Meter. Es schneit nun so heftig, dass ich mir
den Schnee fast im Sekundentakt mit der ganzen Hand vom Visier wischen muss. Das
Visier muss ich nach einiger Zeit leicht öffnen, sonst sehe ich durch den
Beschlag überhaupt nichts mehr. Dafür schlagen mir jetzt die Eiskristalle recht
heftig ins Gesicht. Trotz Handprotektoren und Heizgriffen wird meine rechte
Hand eiskalt, da ich sie immer wieder vom Griff lösen muss um für bessere
Sicht zu sorgen. Ein Reisebus kriecht vor uns den Berg hinauf. Kann ich den,
bei dem Matsch auf der Straße, überhaupt überholen?
Gleich hinter einer Kurve
wage ich es – und die Gefährten kommen hinterher. Jetzt habe ich aber kein Rücklicht
mehr vor mir und Sicht ist quasi nicht mehr vorhanden. Weit kann es nicht mehr
bis zur Passhöhe sein – da muss ich einfach durchhalten, danach kann es ja nur wieder
besser werden.
Wir
sind über den Berg, die Temperatur steigt und der Schnee wird zu Regen, der
bald danach aufhört. Ein einzelner Biker kommt uns entgegen und grüßt euphorisch
– wann begegnet man schon einmal einer schneeverkrusteten Bikertruppe – auf
jeden Fall ahnt er jetzt schon mal, was ihn da Oben erwartet :-)
So
langsam zieht die Wärme der Heizgriffe in meine Fingerspitzen. Hey wie toll ist
es doch, Handprotektoren und Heizgriffe an
seinem Motorrad zu haben – und dass alles wieder einmal so gut gelaufen ist :-)
Gefahren: 320 km von 09:00 bis 18:00 Uhr
Maut: 0.00 €
Aussicht: **** ein Highlight
Fahrtrichtung der Tour: Eine Grandiose Tour in der für mich richtigen
Fahrtrichtung - besonders für das Stilfserjoch und den Albulapass
Schwierigkeit: SG3 - sein Motorrad muss man schon sehr gut beherrschen
Glossar
Spaßfaktor nach „Alpenrouten“
*Naja
**Ganz nett ***Hinfahren lohnt sich ****Ein Highlight
*****Absolut grandios
Schwierigkeit nach „Denzel“
SG1
Strecke sehr leicht, SG2 Strecke ohne nennenswerte Anforderung SG3, Strecke
erfordert Erfahrung im Gebirge
Online-Tourenplaner, wie z.B. Tyre, Google
Mapps, MotoPlaner, in den Wintermonaten
Bei
Verwendung von Online-Tourenplanern werden die Rundtouren bei gesperrten Pässen
und Strecken, wie z.B. in den Wintermonaten, nicht wie geplant dargestellt.
Navis im Offline-Modus stellen die geplante Route dagegen richtig dar.