Sonntag, 8. Juli 2018

Route des Grandes Alpes & mehr - Tag 1

Acht Tage in den französischen Alpen - Tag 1 - Bonjour Lauzetane


Es ist wirklich kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Ein Jahr Vorbereitung - und schon ist wieder alles gelaufen.
Mein Chef sagte immer: Die Zeit vergeht am schnellsten, wenn man Spaß hat - und davon hatten wir in den Seealpen jede Menge.
Sechs Wochen vor der Tour sind die Tour-Vorbereitungen abgeschlossen. Die Tourdateien und das Roadbook "Seealpen 2018" liegen abholbereit in der gemeinsamen Dropbox.
Die Anfahrt zum Hotel in den französischen Alpen beträgt rund 1.000km, die wir mit drei Motorradanhängern fahren. Am Tag vor der Abfahrt holen Thomas und Birgit die "X" bei mir ab und Thomas verzurrt sie sicher auf seinem Hänger. Die Nacht verbringt sie dann in Erkelenz - an der Seite ihres großen Bruders - Thomas Crosstourer.




Es ist eine kurze Nacht. Fünfzehn Stunden haben wir für unsere Anfahrt - mit ausreichenden Pausen - veranschlagt. Also fahren wir in aller Frühe los.

Die Beiden folgen uns konsequent und hartnäckig

Über Bitburg geht es durch die Eifel nach Luxemburg, wo wir vor der französischen Grenze noch einmal volltanken. Metz und Nancy passieren wir noch über die mautfreie Autobahn, dann ist aber das erste Ticket fällig.

Mal zahlt man für ein Teilstück - z.B. 2,50€ - mal zieht man ein Ticket und zahlt später eine größere Summe. Am Ende sind es - zwischen Nancy und Grenoble - 57,80€ pro Hin- und Rückfahrt.

Dijon, Lyon und Grenoble ziehen an uns vorbei - jetzt haben wir die Berge erreicht und wir fahren über gut ausgebaute Nationalstraßen durch die bergige und schöne Landschaft.

Ab Grenoble geht es durch beeindruckende Berglandschaften

Fast schon in den Wolken

Auf der Route Napoleon zwischen Grenoble und Gap


Französische Ortschaften haben ihr ganz besonderes Flair

Von Gap aus leitet uns das Auto-Navi nach Savines-le-Lac. Das ist schon unlogisch, aber es kommt noch spannender.

Über den Col Bayard.

Der Lac de Serre-Poncon ist der größte künstlich angelegte See in Europa

In einer Kurve - hoch über dem wunderschönen Lac de Serre-Poncon - weist uns das auf große und schnelle Straßen eingestellte Navi an - links abzubiegen. Bevor ich noch ahne, dass wir uns jetzt auf der äußerst schmalen Passstraße zum Col de Pontis befinden, gibt es auch schon keine Möglichkeit mehr zurückzufahren, ganz zu schweigen, mit dem Hänger zu wenden. Das sind so diese Situationen in denen es dann heißt - Augen zu und durch.



Immer höher klettern wir den Berg hinauf bis wir bei 1301m den Scheitelpunkt erreicht haben. Leichtes durchatmen bevor es an die Abfahrt geht. Die Südrampe hat teilweise, wie ich später lese, bis zu 15% Gefälle.



Mit dem Gespann hält man da schon mal den Atem an. Birgit - auf dem Rücksitz - ist "besorgt" - ich bemühe mich mir nichts anmerken zu lassen - und Thomas tut das - was er als mein Flügelmann immer tut - er sieht es positiv, findet aufmunternde Worte - und dann klappt das auch.

Das Navi wird's schon wissen???

Als wir nach zehn unglaublichen Kilometern unten wieder auf die "normale" Straße einbiegen, atmen wir erleichtert auf. Nur die Klimaanlage verhindert, dass wir uns die Schweißperlen von der Stirn wischen müssen.

Hoch über dem Lac de Serre-Poncon

Die Bikes folgen unbeirrt

Das Ziel in greifbar Nähe
Der Col de Pontis spielt dann später noch einmal eine Rolle - jetzt sind wir erst einmal froh wieder unten zu sein.
Um 1500 treffen wir auf dem Parkplatz unseres Hotels in Le Lauzet-Ubaye ein, wo Heike und Helmut gerade ihre Bikes vom Hänger abladen. Sie hatten eine gute Fahrt - und sicher auch ein ortskundigeres Navi als wir.

Abgehängt

Angekommen im La Lauzetane in Le Lauzet Ubaye - in den Alpes-de-Haute-Provence

Da Birgit und Thomas des französischen genügend mächtig sind klappt es bestens mit dem Check-in und kurz darauf sind wir auf unseren Zimmern.

Reception La Lauzetane

Zum Begrüßungsgetränk mit dem Chef des "La Lauzetane" sind dann auch ThomasK, Ute und Christine - dieses Mal ohne ihre "Bessere Hälfte" - eingetroffen. ThomasK hatte mit nur 10 Stunden Fahrzeit die deutlich schnellste Anfahrt, aber auch den bei weitem höchsten Spritverbrauch. Kein Wunder bei drei Bikes auf dem Hänger und 130km/h :)

Laissez-faire am See

So nebenbei sehen wir auf der großen Leinwand wie die deutsche Fußball Nationalmannschaft ihr erstes WM-Vorrundenspiel gegen Mexiko verliert - das fängt ja nicht gerade gut an.
Um 1930 geht's ans Abendbuffet - in Frankreich wird spät und gut gegessen.

Kleine Auswahl der großen Auswahl

Vorspeisen - Hauptgerichte - Desserts. Nun können wir aber nicht mehr. Jetzt geht's ins Bett, denn der Wecker geht um 630 und um 900 startet unsere erste Tour zum großartigen Col de la Bonette.

Blick vom Zimmer zum See

Abendstimmung in Le Lauzet-Ubaye

Viel Spaß & tolle Touren

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