Juni 2018 - Acht Tage in den französischen Alpen - Tag 2 - Allez La Bonette - Teil II
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| Pierlas - pittoresk |
Bei der Weiterfahrt vom Col de la Sinne beeindrucken tolle Ausblicke auf Pierlas - pittoresk in die Landschaft gebaut. Die Strecke ist mittlerweile durchgehend asphaltiert. So sehen wir immer wieder Geröll und Steine auf der Fahrbahn liegen, die als Steinschläge von den Hängen abgehen. Eng am Fels entlang schrauben wir uns, mal rechts, mal links, vorsichtig hinunter ins Tal.
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| Schmal - ca fünf Rückspiegel breit |
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| Spitzkehren satt |
Bei Pra d'Astier haben wir dann das Ende dieser beeindruckenden, sehr engen, schmalen und teilweise unübersichtlichen Ost-West-Passage erreicht. Ein Motorrad - oder ein anderes Fahrzeug - ist uns seit einer guten Stunde hier nicht mehr begegnet.
Nachdem wir nun auf der D28 in nördlicher Richtung unterwegs sind, verändert sich das Gestein um uns von leuchtend hell in ein sehr beeindruckendes Dunkelrot.
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| Noch sind die Felsen hell |
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| Dann wechseln sie in Braun-Rot |
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| Cians-Schlucht |
Mit staunenden Blicken geht es durch den „Gorges du Cians“, 1440m / **** / SG2, ein erster Vorgeschmack auf weitere tolle Canyons in dieser Region. Die recht breit ausgebaute, immer wieder von kurzen, aber zum Teil engen Tunneln unterbrochene Straße durch die obere Ciansschlucht ist ein landschaftlichers Highlight der besonderen Art. Der Kontrast zwischen dem dunkelroten Gestein und der grünen Vegetation machen die Strecke zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Am Ende der Schlucht liegt der kleine Ort Beuil. Mitten in der Kurve liegt das Le Relais du Mercontour an dem wir uns mit einem Heiß- oder Kaltgetränk erfrischende, den vorbeikommenden Fahrzeugen zusehen und uns über die tollen Erlebnisse unserer bisherigen Tour austauschen.
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| Hoch oben - Beuil |
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| Le Relais du Mercontour |
Kurz nach unserer Weiterfahrt geht es über den Col de Sainte Anne - den merkt man kaum.
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| Wo bleibt der Guide |
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| Col de Sainte Anne |
Der nun folgende Ort Valberg lebt eindeutig von seinen Wintersportgästen und wirkt im Moment etwar leblos.
Die Abfahrt zum Festungsstädtchen „Colmars“ führt durch schöne Waldstrecken und ist sehr angenehm zu fahren.
Unten warten Heike & Helmut - sie waren schon mal vorgefahren und warten mit der Kamera auf uns.
Jetzt liegt nur noch der Col d'Allos zwischen uns und einem tollen Abendbuffet im Hotel. Aber zunächst gilt es noch die Tanks unserer Bikes wieder aufzufüllen. Eine geeignete Tankstelle findet sich in Allos. Hier ist Christine meine Retterin :) Sie füllt den Tank meiner "X" mit ihrem Zapfschlauch - denn nur "zusammen" ist man nicht allein :)
Auch ThomasK - der genauso mittellos wie ich vor der Zapfsäule steht - findet seine Retterin in Ute - das Märchen vom Ritter in der silbernen Rüstung mal andersherum :)
Meine Geldbörse findet sich später im Hotel unbeschadet in meiner "Frühstückshose" wieder. Auch für ThomasK gibt's Entwarnung - so findet sich dann alles glücklich wieder.
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| Allos |
Der Wintersportort La Foux d'Allos ist jetzt eine rechte Geisterstadt. Die Fenster der Retortenhotels sind verbrettert und außer einigen wenigen Handwerkern bei ihren Reparaturarbeiten sehen wir hier keine Menschenseele.
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| Winterort La Faux d'Allos |
Die Auffahrt zum „Col d’Allos“ 2250m, 11% / *** / SG3, macht dann wieder so richtig Spaß. Kurve um Kurve schrauben wir uns immer höher und genießen dabei die schöne, weite Aussicht. Wir halten am Passschild - auf dem man vor lauter Aufkleben kaum etwas lesen kann - bevor wir uns auf der anderen Seite wieder an die Abfahrt machen.
Platz Nr. 5 in der Bestenliste der französischen Alpenpässe geht an den Col d'Allos. Wunderbare Landschaften auf gemütlich fahrbaren Kurven - schmal und eng - aber spaßig.
Wenn Gegenverkehr kommt, hat der Spaß aber ganz schnell seine Grenzen, denn die Straße ist auf den 16 Kilometern mit gutem Willen gerade mal anderthalbspurig. Das schmale Asphaltband, das sich entlang eines wilden Flusses den Weg bahnt - macht so richtig Spaß. Nachdem man im Skigebiet hochgefahren ist geht es im Slalom durch den Hochwald und dann im gleichen Rhythmus - zwischen Felswand und Mäuerchen - hinunter bis einige Kilometer vor Barcelonette. Quelle
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| KTM am Col d'Allos |
Eine Kurve hinter dem Pass liegt die "Refuge du Col d'Allos" sehr schön am Berg. Morgen kommen wir, auf unserem Weg zum Grand Canyon du Verdon, noch einmal hier vorbei und schauen dann mal kurz hinein.
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| Refuge du Col d'Allos |
Auch die Abfahrt vom Allos ist wieder ein tolles Erlebnis. Es geht über mehrere Brücken und an manchen Stellen drücken wir uns eng am Fels vorbei - dabei unbedingt den Blick hinunter in die Tiefe vermeidend. Nur Birgit - unsere Tour-Fotografin - schießt während der Fahrt - in jeder Situation und aus jeder Lage - ihre tollen Bilder.
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| Birgit - unsere Tour-Fotografin |
Bevor wir Barcelonette erreichen biegen wir nach links auf die D109 ab. Die Strecke ist teilweise ein wenig buckelig, aber das stecken unsere Federungen locker weg. An einzelnen kleinen Ansiedlungen vorbei erreichen wir bei Les Thuiles wieder das Tal der Ubaye und wechseln dort auf die D900. Auf den letzten Kilometern zum Hotel geben wir unseren mechanischen Rössern noch einmal die Zügel frei - noch sind in Frankreich 90 km/h - und etwas mehr - erlaubt - Tempo 80 ist erst in knapp zwei Wochen.
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270 Kilometer, 7-Pässe, 09:00-18:00 Uhr - Route / Grafik erstellt mit Tyre / RouteConverter und Google Maps
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