Die Anfahrt an die Ahr ist für uns eine Sache von einer knappen Stunde. Mit der A61 hinunter bis Rheinbach / Kreuz Meckenheim und von dort nach Altenahr - um dann all die schönen Strecken und Orte an der Ahr zu besuchen - wie wir das schon so oft gemacht haben.
Heute fahren wir einmal anders: Auf "Passknacker-Art" von Col zu Col mit 11 Stopps an den Nachweispunkten.
Wir haben wieder dieses super Bikerwetter - wie schon so oft in diesem heißen Sommer. Und ich freue mich über die Begleitung von ThomasK und Rainer, die sich heute, unter der Woche, für diese Tour frei machen konnten.
Gemeinsam starten wir in Erkelenz-Lövenich auf der L366 in Richtung Süden. Ab Hottorf ist die Landstraße sehr gut ausgebaut, so dass wir zügig vorankommen. Bei Welldorf geht es auf die L264, die in einigen Kilometern Abstand parallel zur A61 verläuft.
Vorbei an der Sophienhöhe fahren wir am westlichen Rand des Braunkohle-Tagebau Hambach entlang.
So, wie auch Zülpich, werden auf dieser Strecke fast alle Ortschaften umfahren, da kommen wir recht zügig voran.
Ab Stolzheim wechseln wir auf kleinere Straßen und über Todenfeld und Hilberath kommen wir zu unserem ersten Nachweispunkt - zur Kalenborner Höhe. Das gleichnamige Hotel liegt auf 339m Höhe und läd Reisende zur Rast ein - für uns ist es aber noch zu früh - gerade mal eine Stunde hat die Fahrt hierher gebraucht. Über die gleich lange Strecke über die A61 wären wir ca. 20 Minuten eher hier gewesen - so what. Zeit für schöne Landschaften und interessante Dinge gab es auf unserer Strecke eindeutig mehr.
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| Kaltenhorner Höhe |
Ab jetzt wird es so richtig schön. An der Sommerrodelbahn vorbei geht es den Rossberg hinunter nach Altenahr. An Wochenenden geht es dort geschäftig zu, aber auch heute ist hier reges Treiben.
Wir folgen der Ahr bis Brück, dann geht es von Ahrbrück nach Kesseling. Hier erinnere ich mich an eine schöne Fahrt - Daddy's Tipp - hinauf zum "Steinerberghaus" auf 531 Meter. Da gibt's Steigungen und Kehren - faaast wie in den Alpen.
Die Erinnerungen kurz aus dem Kopf geschüttelt und in Kesseling rechts abgebogen - und schon ist eine weitere Erinnerung bei mir. Die sehr schöne Strecke am Herschbach entlang nach Kaltenborn und Jammelshoven.
Kaltenborn reißt mich aus meinen Gedanken und dem Kurvenwedeln - da war doch was - und schon habe ich wieder den Linksabzweig von der Hauptstraße verpasst. Macht ja nichts - dann nehme ich wieder einmal die nächste Straße links und gut ist. Wie oft wird mir das wohl noch passieren?
Oben an der B412 angekommen geht es gleich wieder rechts ab auf die L10 und kurz darauf sind wir auch schon an der Auffahrt zum Raßberg.
Der Raßberg ist mit 665 Metern einer der höchsten Erhebungen der Eifel. Auf dem Foto zum Plato sieht man den Stahlgitterturm einer mittlerweile aufgegebenen Radio Relay Site der US-Air Force.
Wanderungen durch die Wachholder-Heide sollen im Umfeld des Rassberg sehr beliebt sein - habe ich mir mal notiert.
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| Raßberg |
Wieder hinunter vom Hügel fahren wir ein kurzes Stück über Arft und Langenberg / Vordereifel, als wir an einer Abzweigung schon das Förderrad einer ehemaligen Erzgrube sehen. Wir sind am Kontrollpunkt Lechwald / Auf der Lesch auf 547 Metern Höhe.
Dieses Förderband - und die dazugehörige Erzgrube - ist uns auch nicht ganz unbekannt. Auf unserer Tour "Glückauf im Ahrgebirge" waren wir 2015 schon einmal hier, und sind den Weg dann weiter bis zur Grube Bendisberg gefahren. Die Grube war damals leider geschlossen - da müssen wir noch einmal hin.
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| Leschwald / Auf der Lesch |
Waldesch, Kirchwald, Kirchesch - und dann der schöne Blick nach rechts auf Schloss Bürresheim. Da lohnt es schon, ein wenig das Gas zurück zu nehmen um in Ruhe zu schauen.
TomTom hat bei dieser Tour ja weitestgehend freie Hand. Er navigiert jetzt schon seit dem ersten Nachweispunkt im Modus "Kurvige Strecke". Als Fixpunkte habe ich ihm - mehr oder weniger - nur die 11 Nachweispunkte angegeben. Das nutzt er in St. Johann wieder einmal so richtig aus und führt uns über eine Waldstrecke in den Ort hinein, auf die ich wohl selber nicht gekommen wäre. Fürs Foto am Ortsschild auf 415m Höhe geht es einmal an die andere Dorfseite, dann ist auch dieser Punkt erledigt.
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| St. Johann |
Es geht durch Mayen und an Monreal vorbei. Dem Ort sollte man ja unbedingt einmal einen Besuch abstatten. Touristen gibt es hier - auch an Wochentagen - schon jede Menge.
Wir genießen lieber die Landschaft auf der L98 und sind schon bald am Ortsschild Düngenheim, 527m. Nichts besonderes - ein Foto - und weiter geht's.
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| Düngenheim |
Zum nächsten Ziel habe ich TomTom einen Anhaltspunkt gegeben, wo ich im Groben gerne lang möchte. Das macht er auch ganz gut. Über schöne kurvige Strecken kommen wir über Eppenberg, Ditscheid, Welcherath und Meuspat zum Nürburgring. Es ist immer wieder toll, dort entlang zu fahren. An zwei Parkplätzen hat man die Möglichkeit anzuhalten und den auf dem Ring fahrenden Fahrzeugen relativ nah zu sein. Der erste Parkplatz ist der Eingang Pflanzgarten und der zweite heißt Brünnchen. Unter der Woche kommt man da leicht ran.
Ein Stück weiter die B412 hoch nach links abgebogen sind wir wieder auf der L10 und am PK-Punkt Hohe Acht. Das Berghotel Hohe Acht liegt auf 610m Höhe.
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| Hohe Acht |
In Adenau gibt's dann beim Italiener ein leckeres Eis und viel zu schauen beim vorbeiflanierenden Verkehr. Davon habe ich leider kein Bild - dafür eins, falls der Transporter versehentlich mit den Rückwärtsgang losfahren sollte.
Und hey - hier kommt sogar mal die Parkscheibe der "X" zum Einsatz.
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| Adenau |
Nachdem ich in Reiferscheid mit dem Foto fertig bin, bin ich einen Moment versucht, meine guten Vorsätze fallen zu lassen und in TomToms Routenplanung einzugreifen - zu schön ist doch die 6km lange Strecke hinunter nach Fuchshofen! Ein wenig mutzig wende ich die "X" und fahre den Weg, den wir gerade gekommen sind, wieder zurück. Nur ein kurzes Stück - dann folgen wir einer schönen kurvigen Route, die das Navi für uns ausgearbeitet hat. Auch ganz schön.
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| Reiferscheid |
Über Winnerath, Schuld und Harscheidt kommen wir über die K25 zur Straße "Am Steinkreuz". Ein Kreuz aus Stein haben wir hier, auf 425m Höhe, wohl nicht gesehen, aber von einem "Pass" kann man hier ja auch kaum reden.
Vom einsam gelegenen Anwesen in der Kurve werden wir bei unserer Foto-Aktion mit heftigem Gebelle begrüßt - da freut sich wohl jemand über jeden Passknacker der hier hält.
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| Am Steinkreuz |
Eigentlich wollte ich ja jetzt über Obliers nach Lind. Aber TomTom findet die Strecke über Liers, Hönningen und Brück wohl kurviger und interessanter. Na gut, ist zwar etwas weiter - aber was solls.
Belohnt werden wir mit einer wirklich groooßen Gruppe Rad-Fahrerinnen und Fahrern im jugendlichen Alter. Während sie mit ihren Rädern den Berg hinaufklettern verbreiten sie, trotz der nicht geringen Anstrengung, so viel Freude und Spaß, dass es einfach eine Freude ist. Da soll noch jemand sagen, unsere Jugend ist nur noch mit dem Smartphon beschäftigt :)
Am Ortsausgang Lind steht dann dieses außergewöhnliche Windrad auf 474m Höhe.
Sehr schön geht es über Plittersdorf nach Binzenbach - und noch schöner über Burgsahr, Winnen und Häseling zum Kontrollpunkt Vellen. Ich will jetzt nicht übertreiben - aber nach den tollen Kurven auf der RdGA ist man ja schon froh um die Kurven und Steigung bei Burgsahr.
437m Höhe hat es noch am Holzkreuz bei Vellen - da sind wir ja auch schon etwas anderes gewöhnt.
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| Vellen |
Es folgt noch Lanzerath, Houverath und Scheuerheck, dann sind wir schon an unserem letzten "Pflichtstopp", am Decke Tönnes angekommen. Die Wasserscheide liegt auf 516m, die einem aber nicht besonders auffallen.
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| Decke Tönnes |
Über Bad Münstereifel erreichen wir bei Euskirchen wieder die Strecke unserer Hinfahrt und sind gegen 18 Uhr - auf 75m Höhe - wieder wohlbehalten Zuhause an der Rur - die ohne h.
Eine schöne PK-Tour mit reichlich neuen Eindrücken und einer Streckenführung, bei der es wieder einmal etwas abseits der gewohnten Wege ging.
Für Rainer und ThomasK war wohl auch das eine und andere Neue und Interessante dabei, so dass sie mich demnächst auch wieder einmal auf einer Pässejagd begleiten werden.
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| Erstellt mit Tyre und OpenStreetMap |
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert















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