Tour im September 2018
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| Bismarckturm Aachen |
Bei dieser Tour begeben wir uns auf die Spurensuche nach den einst hoch verehrten, mittlerweile aber weitestgehend vergessenen - Bismarcktürmen. Die Suche führt uns nach Remscheid, Wuppertal, Mülheim/Ruhr und Viersen.
Die Idee
Touren entstehen aus der Idee - ein tolles Bauwerk, eine besondere Landschaft oder einen interessanten Menschen kennen zu lernen. So ging es auch zur "Geierlay" - zur längsten Hängebrücke Deutschlands, zu den "Best of Scotland" und in Tirol bekamen wir das "Alpenfieber". Unvergessen auch der Besuch bei Madame Yvette Dardenne - der "Blechdosensammlerin". Diese Ideen stammten meist aus der Zeitung, den Lokalnachrichten oder Magazinen. Etwas besonderes ist es immer bei persönlichen Anregungen, wie auch zu dieser Tour.
"Bismarcktürme, das wären doch mal ein paar schöne Ziele für deine Touren".
Don Vosso lebt in Aachen und nicht weit von seinem Zuhause steht solch ein bemerkenswerter - Bismarckturm.
Nicht, dass er schon einmal dort gewesen wäre und persönlich berichten könnte, aber mit seiner Idee hat er mich elektrisiert. Von einer Serie solcher Türme hatte ich noch nie gehört - das überraschte mich.
Und tatsächlich, es gibt sie noch diese Türme aus dem vorletzten und letzten Jahrhundert. Ca. 170 von ehemals 240 von ihnen stehen in Deutschland und noch in einigen anderen Ländern.
Umfassende und interessante Informationen bietet natürlich das Internet, in diesem Fall die ausführliche Seite "Bismarcktürme" und wie immer "Wikipedia".
Bismarcktürme
Zwischen 1869 und 1934 wurden in Deutschland und einigen anderen Ländern 240 Bismarcktürme und Säulen erbaut, von denen heute noch 174 erhalten sind. Es handelt sich dabei um Denkmale zur Erinnerung an Deutschlands ersten Kanzler Otto von Bismarck. Nach dem Wettbewerb der Deutschen Studentenschaft entstand, durch den preisgekrönten Entwurf "Götterdämmerung", ein - wie wir heute sagen würden - regelrechter Hype auf die Errichtung von Bismarck-Türmen und Säulen. Städte, die etwas auf sich hielten, gründeten Fördervereine, sammelten Spenden und errichteten auf einer Anhöhe ihrer Stadt solch einen Aussichtsturm. Der Grund: Man war dabei, man wurde beachtet und man zog Besucher und somit Kaufkraft in seine Stadt - nicht anders als heute auch.
habe ich mit dem Fahrrad, zusammen mit meinem Enkel "N", an einem tollen Sommer-Vormittag "entdeckt". Für den abenteuerliebenden Grundschüler ein tolles Erlebnis.
Der Turm steht abgeschieden und besonders malerisch auf dem Aacherer Waldfriedhof und den Schlüssel zum Turm bekommen wir beim Friedhofs-Wächter. "N" schließt bedächtig die eiserne Gittertüre auf und schaut vorsichtig in das Innere des, mit großen Quadersteinen als großes B gebauten, Turms.
Über eine Wendeltreppe geht es hoch hinauf bis wir ganz oben in der Krone angekommen sind. Ein toller Blick über Aachen ist die Belohnung für den Aufstieg. "N" interessiert in erster Lienie, wie sich denn wohl die Ritter unbemerkt anschleichen und die Turmwächter überraschen können.
Wieder unten schwingen wir uns auf unsere Rösser und traben eilig davon - denn jetzt gibt es noch ein Eis im Hörnchen beim Eismännchen :)
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| Bismarckturm Aachen - Das gekrönte B |
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| Mit dem Fahrrad zum Aachener Waldfriedhof |
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| Verschlossen |
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| Die Wendeltreppe hinauf |
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| Unter der Herzogskrone |
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| Weiter Blick auf Aachen |
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| Geschafft |
Ute fährt heute in der Mitte
- ich vor ihr als Tourguide und hinter ihr ThomasK als RL. ThomasK und ich treffen uns in Lövenich auf dem Parkplatz beim Feuerwehr-Museum. Der Weg zum Treffpunkt mit Ute führt uns durch kleine Orte, ganz in meiner Nähe, durch die ich noch nie gefahren bin. Kleinbouslar und Ralshofen, Gevelsdorf und Ameln. Hinter Pütz unterqueren wir die A61, biegen im Kreisverkehr rechts ab und sehen Ute schon auf dem P&R auf uns warten. Sorry Ute, irgendwie war meine Zeitangabe missverständlich.
Unser erster Bismarckturm liegt bei Remscheid - wissentlich bin ich dort noch nie gewesen. Auf dem Weg dorthin liegt aber Schloss Burg - da war ich dafür schon mehrmals - da legen wir unsere erste Pause ein.
| Der Ort Burg |
| Schloss Burg |
Von früheren Besuchen weiß ich noch, eine Möglichkeit sein Motorrad ordnungsgemäß abzustellen gibt es dort nicht. Da der kleine gebührenpflichtige Parkplatz wie immer mit Autos zugeparkt ist, bleibt ja leider keine Wahl, als sich möglichst unauffällig in die Zufahrt zu quetschen. Logischerweise stellen die nach uns ankommenden Biker ihre Motorräder auch hier ab - war ja klar.
"Schloss Burg" ist eine tolle Anlage. Schon der Weg durchs Tor ist beeindruckend, und die anschließenden Gebäude bringen uns - fast - zurück ins Mittelalter. Was uns sehr schnell wieder in die Gegenwart zurück bringt, ist der nun plötzlich einsetzende Regen. Da bleibt nur sich unterstellen und abwarten. Schnell ist der Regen weitergezogen und wir machen uns auf die Suche nach einem Kaffee oder Kakao.
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| Schloss Burg |
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| Burgplatz |
Im Café "Zur schönen Aussicht" werden wir fündig. In stilvollem Ambiente schaut man hier von oben auf das Bergische Land, hinunter auf die Wupper und zu den Burg-Besuchern, die mit dem Sessellift an uns vorbeischweben.
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| Gefährten |
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| Sessellift |
Schöne Unterhalten ist ja immer inbegriffen und die Zeit vergeht wie im Flug. Noch einmal geht es über den Burgplatz mit dem beeindruckenden Reiter-Standbild.
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| Reiterstandbild |
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| Bikerstandbild |
Der Turm liegt am Schützenplatz - und dort ist große Kirmes aufgebaut. Trotz Absperrungen müssen wir da durch, denn wir können den 30 Meter hohen Turm schon sehen. Kurz darauf stellen wir unsere Bikes auf der Rasenfläche vor dem Turm ab und machen ein paar Fotos.
| Schützenplatz |
Der Remscheider Bismarckturm wurde 1901 als Aussichtsturm am Rande des Stadtparks erbaut. Die Volkssternwarte in der Turmspitze ist seit 1968 eröffnet.
Die gesamte Anlage ist durchaus beeindruckend und macht einen gepflegten Eindruck. Die Sternwarte ist - zu den Öffnungszeiten - sicherlich auch einen gesonderten Besuch wert.
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| Dann am Bismarkturm Remscheid |
Als nächstes fahren wir nach und durch Wuppertal. Es geht am Hauptbahnhof vorbei, "über die Wupper" und unter der Schwebebahn hindurch. So nahe bin ich Wuppertal noch nie gekommen - schon beeindruckend.
Wir befinden uns jetzt auf "Der Hardt", einem Bergrücken und Naherholungsgebiet zwischen Wuppertal Elberfeld und Wuppertal Barmen.
TomTom - wohl noch im "Pässerausch" - führt uns von der Straße Ostersbaum nach rechts den Schwabenweg hinauf. Was ich jetzt noch nicht weiss - am Kleingartenverein vorbei endet der Weg in einem "Trampelpfad", der recht anspruchsvoll den Berg hinauf geht. Zum Wenden ist es jetzt zu eng und zu spät - also in die Fußrasten und Gas geben. Quer zum Pfad verlaufen auch noch gepflasterte Entwässerungsrinnen - Augen zu und durch. Oben angekommen bin ich nur froh, dass Ute und ThomasK gleich hinter mir sind und schon wieder dieses Grinsen im Gesicht haben :]
Ein kurzes Abbiegen nach links, dann liegt der Turm vor uns.
Bismarcksäule Wuppertal
| Abbiegen nach Links |
| Halb gesperrt |
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| Bismarcksäule Wuppertal |
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| Der Turm wurde auch als Feuersäule benutzt |
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| Uns geht's gut |
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| ThomasK im Gespräch - Den Gesprächspartner sieht man aus Datenschutzgründen nicht |
Wülfrath, Essen-Kettwig, Mülheim-Menden und Kahlenberg - dann liegt der Mülheimer Bismarckturm über einem Bogen der Ruhr vor uns. Das Gelände rundum wirkt nicht so gepflegt, sodass der Turm nicht richtig zur Geltung kommt. Rundum ist er mit Eisen-Gittern abgesperrt - ob zur Absicherung wegen Baufälligkeit oder einer anstehenden Renovierung ist nicht klar zu erkennen - zweites wäre natürlich der erfreulichere Grund.
Der Turm wurde 1909 errichtet und von seiner gut 27 Meter hohen Spitz reicht der Blick bis weit über die Ruhr.
| Ruhrtalbrücke der A46 Düsseldorf - Essen |
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| Bismarckturm Mülheim-Ruhr |
Über Duisburg-Kaiserberg bietet sich ein Stück Autobahn bis Walsum an. Auf Empfehlung probieren wir hier einmal die "Weltbesten Burger" des Ruhrgebiets. Ich fand sie nicht so besonders - deshalb auch keine Empfehlung von mir.
| Mülheim-Ruhr |
| Mülheim-Ruhr |
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| Pause in Walsum |
Trotzdem war es gut, in Walsum gewesen zu sein - so können wir auch einmal die Walsumer Fähre nach Orsy benutzen.
| Kraftwerk Walsum |
| Verlasse dich nie alleine auf dein Navi |
| Fähre Walsum |
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| Zurück zu "unserer" Rheinseite |
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| Wieder eine Fähre am Niederrhein abgehakt |
| Deichtor Orsy |
Über Kamp-Lintfort und Grefrat erreichen wir Viersen und somit den letzten der vergessenen Türme für heute.
Etwas außerhalb liegt die Grillwiese am Nopper Feld. Als wir dort unsere Bikes abstellen und die Helme abnehmen umfängt uns köstlicher Grillgeruch und orientalische Musik. Bei dem mittlerweile recht schönen Wetter auch eine tolle Möglichkeit, seine Freizeit zu verbringen.
Auf meine Frage an eine ältere Dame einer kleinen Wandergruppe, ob sie mir sagen könne wo wir den hiesigen Bismarckturm wohl finden könnten, beschrieb sie uns gerne und freundlich den Weg. Nicht ohne noch einmal darauf hinzuweisen, dass wir hier im Wald ja nicht mit den Motorrädern fahren dürfen. Und überhaupt - da ginge es auch noch ein paar Stufen hinauf.
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| Fünf Minuten Wanderung |
Wir wollten ja sowieso noch ein wenig wandern und fünf Minuten sind auch nicht sooo lange. Also gehen wir zu Fuß los. Gut so - mit unseren Bikes wären wir die Stufen wohl kaum hinauf gekommen.
Oben angekommen öffnet sich eine Lichtung, auf der der gut 18 Meter hohe Bismarckturm - hier eigentlich eine Bismarcksäule - von 1901 steht. Sehr beeindruckend.
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| Bismarckturm Viersen |
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| Waldgeister? - Waldkindergarten? |
Vier der 24 NRW-Bismarcktürme haben wir heute gesucht und gefunden - wie viele der 174 es noch sein werden - wir werden es sehen.
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| Karte erstellt mit Tyre und OpenStreeMap |
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert




























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