Auf unseren Touren durch die Eifel und in den Ardennen begegnen
wir immer wieder den großen Soldatenfriedhöfen, wo der Toten aller Nationen des
II Weltkrieges gedacht wird.
Durch einen Zeitungsartikel wurde ich vor einiger Zeit
auf eine Gedenkstätte aufmerksam, deren Geschichte mir bis dahin noch nicht
bekannt war.
Dabei geht es um 11 farbige US-Soldaten, die während der Ardennenoffensive im Dezember 1944 in der Nähe des Ortes Wereth ums Leben kamen.
Ihnen zum Gedenken wurde vor über 20 Jahren im Weiler
Wereth eine Gedenkstätte für sie errichtet – das einzige Kriegerdenkmal für
farbige GIs in Europa – The Wereth Eleven.
In den vergangenen Jahren war ich so oft in den Belgischen Ardennen,
dass ich ja eigentlich schon einmal durch den Weiler Wereth gekommen sein
müsste. Aber tatsächlich bin ich genau an diesem Ort noch nicht gewesen. Also
entstand der Plan, diese Gedenkstätte einmal, auf einer Tour durch die Lütticher Ardennen,
zu besuchen.
Tourstart ist heute um 08:45
in Hückelhoven Baal. Mit dabei auf unserer Ardennentour sind Ute, Heike und
Helmut und eigentlich auch ThomasK. Die Zeit verrinnt - dann taucht er aber
doch noch mit seiner KTM auf. Aber – das gab‘s auch noch nicht – er hat seinen
Rückenprotektor vergessen und will ihn schnell noch mal zu Hause holen.
Alles kein Problem, unser Treffpunkt 2 mit Udo ist am McD Aldenhoven, dort will
Thomas dann wieder zu uns stoßen.
In Aldenhoven trifft neben
ThomasK – jetzt mit Rückenprotektor – auch Heikes Bruder Udo als Gasttourer zu
uns.
Dann geht’s los. Noch haben wir das schönste Motorradwetter, aber wenn
man den Vorhersagen glauben will, dann kommt am Nachmittag von Westen her eine
Regenfront auf uns zu. Ok, dann genießen wir erst einmal das schöne Wetter und
schauen, wie weit wir kommen.
Gut, dass ich im Netz nachgesehen habe, denn die "Bäckerei Heinen" in Bütgenbach, die ich so sehr mag, ist leider noch wegen Urlaubs geschlossen.
So ist "Leo - der Bäcker & Konditor" in Monschau-Imgenbroich eine gute Wahl, um uns früh morgens mit dem "Nötigsten" zu versorgen :-)
"Unser Rezept für ihren Erfolg" - Ja dann kann ja nichts mehr schief gehen ;-)
Am Waffelhaus in Küchelscheid / Leykaul halten wir kurz zu einem Fotostopp.
Utes Gunter wird sich über die Bilder des Waggons aus den 50er Jahren freuen.
Beherzt streifen wir über das Hohe Venn.
Immer ein besonderer Genuss,über diese einzigartige Hochebene zu fliegen.
Kreisverkehr mit Panzer am Lager Elsenborn.
Richtung Amel.
Wir biegen links ab und fahren in Richtung Heppenbach.
Langsam geht es durch das schöne, sanftes Tal, bis wir auf der rechten Seite die Gedenkstätte sehen.
Hinweisschild zum U.S. Memorial.
Unsere Bikes am Wegesrand.
Ein kurzer Weg führt uns den Hügel hinauf.
Sie, wie so viele andere, zahlten den äußersten
Preis für unserer aller Freiheit.
Beeindruckend war der Besuch der Gedenkstätte - Bedrückend die Hintergründe.
Es ist immer wieder eine Freude, welch kleine schöne Wege man in Belgien mit dem Bike fahren kann.
Bei uns wären die alle mit runden Schildern gesperrt.
Hier könnten wir ja fast schon im Allgäu sein ;-)
Und nur eine gute Stunde von zu Hause entfernt - unglaublich!
In Stavelot geht es wieder einmal über diese schöne alte Steinbrücke, die uns über die Amel führt.
Mittlerweile hat sich der Himmel hinter uns mächtig verfinstert - ein Gewitter zieht auf.
Leider schon bedeutend früher, als es uns angekündigt wurde.
Die "Abbaye Stavelot", bei einem früheren Besuch.
Da sie eindeutig zu meinen Lieblingsplätzen gehört, versuche ich mindestens einmal im Jahr an dieser Stelle zu stehen
und den Anblick und die gesamte Atmosphäre des Ortes zu genießen.
Auch eine Pizza in der Brasserie gehört dann immer zum Wohlfühlpaket dazu.
Kaum haben wir Platz genommen, da fängt es auch schon an zu regnen. Die Tische und Stühle näher unter die Überdachung geschoben - und schon sitzen wir alle im Trockenen.
Bis wir mit dem Essen fertig sind, ist auch der Regen fertig mit Regnen. Deshalb bleiben wir, trotz nasser Straßen, noch einige Zeit auf unserem Weg. Als aber später wieder neuer Regen einsetzt brechen wir unsere Reise ab und fahren, teilweise über die Ardennen-Autobahn, zurück in Richtung Aachen.
Dort verlässt uns unser Gastfahrer Udo, der noch von Heike
und Helmut bis nach Aachen hinein begleitet wird.
An der Shell in Aldenhoven tanken Ute, Thomas und ich
noch unsere Maschinen mit Benzin - und uns im McD mit wohltuendem, dampfendem Kaffee auf. Dem Regen waren wir auf unserer Rückfahrt nicht wirklich entkommen :-)
Vielen Dank an meine Mittourer für den eindrucksvollen Tourtag durch die
Lütticher Ardennen. Trotz des angekündigten und dann auch leider eingetretenen Regens
hatten wir eine tolle gemeinsame Zeit.Da ich wissen möchte, wie unsere Tour hinter Stavelot weitergeht, werden wir sie auf jeden Fall noch einmal zu Ende fahren ;-)
Außen nass - Innen trocken ;-)
Den Download zur Tour gibt es, etwas später, HIER
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert ;-)




























Das ist wirklich eine schöne Tour gewesen, auch wenn sie einen nachdenklichen Hintergrund hatte. Von Zeit zu Zeit tut es ganz gut, sich vor Augen zu führen, wo denn unsere Freiheit, die wir heute erleben, her kommt und wer dafür hat bezahlen müssen.
AntwortenLöschenDanke für Deinen Bericht!