In den Grampian Mountains – Von Glendevon über Pitlochry nach Tomintoul
Teil II - Vom Zwischenstopp in Pitlochry nach Tomintoul
Von
Pitlochry aus geht es weiter auf der A924 auf unserem Weg ins Glenshee.
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| Devils Elbow? |
Nur
etwa drei Kilometer hinter Pitlochry sehen wir, in einer scharfen Linkskurve,
nach rechts ein Hinweisschild zur „Edradur
Distillery“ – "weltberühmt" als die kleinste traditionelle Whistey-Brennerei
Schottlands. Dazu zum Ende des Berichtes noch mehr.
In
Kirkmichael wechseln wir von der A924 auf die A950 und schon sechs Kilometer
weiter biegen wir auf die A93, die „Old Military Road“ nach Norden ab.
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| Das Asphaltband einfach auf die Landschaft gelegt |
Die
alte Militärstraße A93, die im Herzen des Cairngorms Nationalparks in den
schottischen Highlands liegt, ist für uns die perfekte Biker-Straße. Sie
führt uns genau durch DIE Landschaften, die wir bei unserer Fahrt durch
Schottland erwartet haben.
Landschaftlich ist sie die schönste Strecke zu den
Whiskey-Brennereien an der Speyside – verkehrsarm und kurventechnisch ein
Genuss. Höhen und Tiefen wechseln wie auf der Achterbahn – ein fantastisches
Straßenlayout.
Von „Glenshee“ aus, einem beliebten Wintersportgebiet Schottlands, steigt die A93 herrlich kurvig zum „Devils Elbow“ an und auf dem 665 Meter hohen „Cairnwell-Pass“ ist der Rundumblick auf die gut 1000 Meter hohen Gipfel äußerst eindrucksvoll.
Die eher wenigen Überholvorgänge können wir schon minutenlang im Voraus planen – so weit reicht der Blick in die beeindruckende Landschaft vor uns.
So haben wir auch immer wieder das Gefühl, wir befinden uns buchstäblich mitten im Nirgendwo. Pure Landschaften, endlose Blicke auf weite Berge und grüne Weiden, auf denen unendlich viele Schafe und Lämmer wie helle Felsen in der weiten Landschaft positioniert sind.
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| Braemer Castle |
Nicht
weit entfernt, am ruhig fließenden River Dee, liegt „Balmoral Castle“, der
Sommersitz von Königin Elisabeth II. Das Schloss im schottischen Baronial Style
erbaut erhebt sich aus taufeuchten Wiesen.
Die
Ladenbesitzer des kleinen Bilderbuchorts „Ballater“, am River Dee, schmücken sich mit
dem königlichen Wappen und sind stolz auf die Bezeichnung: Hoflieferant. Die
Höchstwertung sind drei Siegel, dann beliefern sie die Queen und den Prince of
Wales die während des Sommers im benachbarten Balmoral Castle wohnen.
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| Schräg mit dem Hinterrad zum Bordstein - So parkt man sein Bike in Schottland - Sonst kippt es zur Rinne hin um! |
Für eine
kurze Pause halten wir auf dem Kirchplatz, kaufen in der Bäckerei Teilchen und
Kaffee und lassen es uns gutgehen – bis ThomasK auf seine Uhr zeigt. ThomasK
hat nämlich bei The Glenlivet den Tour-Termin gemacht und wenn wir rechtzeitig
in unserem Hotel ankommen möchten, dann wird es aber so langsam Zeit
aufzubrechen.
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| Königlicher Hoflieferant - Delicatessen - Wines & Spirits - Hardware - Calor Glas |
Aber zuerst gilt es noch, die Tanks unserer Bikes zu füllen. Erst im dritten Anlauf
gelingt es uns, die örtliche Tankstelle zu finden. Auf der Suche leiten uns
unsere Navis immer wieder in eine Sackgasse. Erst auf Nachfrage bei einem
Einheimischen löst sich das Rätsel. Die ehemalige Durchgangsstraße wurde
zwischenzeitlich mit einem Haus zugebaut – diese Stelle muss man erst einmal
großräumig umfahren – dann bekommen wir unseren Sprit beim königlichen
Hoflieferanten von Ballater auf der Tullich Road.
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| Königlicher Hoflieferant - Makers of the famous Balmoral Bread" |
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| Der Kirch- und Marktplatz von Ballater |
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| Heike on Tour - sonst auch auf dem Rücken der Pferde zu Hause |
Wir nehmen Fahrt auf - bis zur Ortsgrenze von Ballater noch mit angezogenen Zügeln. Aber dann lassen wir unseren mechanischen Gefährten die Zügel schießen. Es wird knapp mit unserem Termin bei Glenlivet - jetzt müssen es auch schon mal die Sporen sein :-]
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| "Blind-Summits" - jede Menge "Kuppen" hinter denen man nichts sehen kann |
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| Durch die Cairngorms Richtung Tomintoul |
Es ist wieder ein Wintersportgebiet, das da förmlich
an uns vorbeifliegt. Aber die Weite gibt genügend Zeit, die grandiose Landschaft
in uns aufzusaugen. Diese Zeit-Aufholjagd – erst hinauf zum Lecht Ski Centre und dann
hinunter nach Tomintoul – ist eindrucksvoll und aufregend – ein fahrerisch tolles
Erlebnis.
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| Die Stangen lassen es erahnen - im Winter scheint der Schnee hier wohl ganz schön hoch zu liegen |
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| Lecht Ski Centre |
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| Glenlivet Estate - im "Malt Whisky Centrum" |
Eine
Führung mit „3 Schlückchen Whisky“
und einem Erinnerungsglas. Da ist es schon besser, dass wir mit dem Taxi wieder
zurück zu unserem Hotel in Tomintoul gebracht werden ;-)
Aber…das
klappt so leider nicht :-(
Im
höchstgelegenen Wintersportort Schottlands herrscht im Sommer tote Hose. Wer
hätte denn damit rechnen können, dass nicht einmal EIN Taxi hier fährt. Auch
die Bemühungen der freundlichen Dame an der Rezeption, einen privaten Transport
zu organisieren schlagen leider fehlt.
Und noch
einmal auf unsere Bikes zu steigen und die kurze Strecke selbst zu fahren ist mittlerweile auch keine Option mehr für
uns. ThomasK bleibt nur noch uns bei Glenlivet zu entschuldigen – was dort
auch anstandslos akzeptiert wird.
So
kurz vor dem Ziel – und doch verloren :-\
Ach was – morgen früh fahren wir zu Glenfiddich, den größten seiner Art
in Schottland – und schauen uns dort mal um :-)
Damit
ist der heutige Tag für uns natürlich noch nicht zu Ende. Erst ein Bummel
durch den Ort und dann auf einen Kaffee in den örtlichen Pub.
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| Die Häuser aus Naturstein gebaut |
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| Die Straßen wie leergefegt |
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| Im Winter ist hier anscheinend mehr los |
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| Ein Foto wie aus einem Schottland-Reiseführer :-) |
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| Lagebesprechung in Pub. ThomasK kann's nicht fassen - die Whisky-Tour war so gut vorbereitet - und dann gibt's kein Taxi im Ort :-/ |
Und zum Abendessen geht’s ins „The
Colckhouse Restaurant“. Dort hat‘s
uns sehr gut gefallen und auch bestens geschmeckt.
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| Gegenüber des Richmond Arms Hotel |
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| "The Clockhouse" |
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| Was gibt's denn so auf der Karte? |
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| Sieht gut aus |
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| Schmeckt auch gut |
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| Krabben & Chips |
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| Burger & Pommes gehen immer in Schottland :-) |
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| Und der Kaffee schmeckt auch sehr gut im "Clockhouse" |
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| Und das Bier und das Ambiente - alles passt :-) |
Auch wenn es mit unserer Whisky-Tour nicht geklappt hat, so hatten wir doch einen tollen Tag mit außergewöhnlichen Landschaften und dem
supertollen Gefühl, durch die Highlights zu fliegen :-)
Jetzt geht's in die Betten im "Richmond Arms Hotel" und
morgen geht es dann auf den Malt-Whiskey-Trail an der Speyside.
Ps.: Tomintoul liegt recht günstig, um am Ende der Tour
bei „The
Glenlivet“ die Whiskyherstellung zu besichtigen
und auch ein wenig zu testen – wenn man denn ein Taxi bekommt.
Ansonsten empfiehlt sich während der Tour ein Besuch
bei der „Edradur Distillery“ in der Nähe von Pitlochry. Dann wird am Whisky halt nur
geschnuppert, nicht probiert ;-)
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| Glendevon - Tomintoul 240 Kilometer |
Viel Spaß und tolle Touren
Mit dem Wisky vor Augen in Trance durch die tolle Landschaft;-)
AntwortenLöschenEin schönes Abenteuer mit vielen Highlights in den Highlands.
So etwas vergisst man nie mehr 😋
Sind die Straßen nicht ein Traum, vor allem wenn das Wetter mitspielt? Da habt Ihr ja richtig Glück gehabt. Was für eine schöne Tour, HerBert.
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