Vom
Zwischenstopp an der Jedburg-Abbey nach Melrose und durch Edinburgh bis nach
Glendevon.
| Die wundervolle Cockburn St. in Edinburgh |
Mit dem Linksverkehr klappt's jetzt schon ganz gut. Nur das beim Rechts abbiegen der „Feind“ von rechts kommt – und nicht wie bei uns von links – das muss man erst einmal so richtig verinnerlicht haben. TomTom's „Rechts abbiegen“ ist mittlerweile kein einfacher Hinweis mehr, sondern eine akute Warnung. Und auch ThomasK‘s Spruch – „Unser Guide führe uns sicher auf dem LINKEN Wege – mit besonderer Vorsicht beim RECHTS-Abbiegen“ – tat seine Wirkung und bis zum Rest der Reise klappte alles gut beim Linksverkehr :-)
Nachdem wir auf dem Jedburgh-Parkplatz wieder aufgesessen sind, falle ich aber noch einmal in alte Gewohnheiten und fahre automatisch so, wie wir es Zuhause immer machen. Erst als mir ein Fahrzeug entgegenkommt hat mich die Realität des Linksverkehrs wieder eingeholt. Die Situation ist schnell bereinigt – die Schotten sind sehr freundlich und zuvorkommend gegenüber Motorradfahren.
Melrose – malerisch gelegen am River Tweed – ist ein bei
Touristen sehr beliebter Ort – denn mitten in diesem schönsten Örtchen der
Borders liegt die eindrucksvolle „Melrose Abbey“.
Die Ruine der 1136 von König David I. für
französische Zisterzienser errichteten Abtei besitzt außerdem einen Platz, in
dem das angebliche Herz des Nationalhelden Robert the Bruce aufbewahrt wird.
Hier herrscht reges Treiben, denn den vielen Bussen
entsteigen auch viele Besucher, die munter in das kleine Städtchen
ausschwärmen.
Wir drehen eine kleine Runde durch die historischen
Straßen und Gassen – nur die Abbey liegt gut verborgen hinter hohen Zäunen und
Bäumen. Also nur kurz angehalten und geschaut – dann geht’s weiter am
River Tweed entlang.
Anstelle der A7 nehmen wir die kleinere B6360 – immer
am Fluss entlang durch das Tweed-Valley – mit weitem Blick in die schöne Landschaft.
In Walkerburn entdeckt ThomasK eine Filiale der Bank
of Scotland. Links rangefahren und Britische Pfund mit der IC-Karte abgehoben. Die wohl besten Konditionen für – Pfund für Euro.
In der Zwischenzeit haben wir auch auf der linken
Seite angehalten und unsere Seitenständer zum brüchigen Rand des Asphalts ausgeklappt. Die
Bikes stehen ziemlich schief – hoffentlich geht das gut.
Zu welcher Seite steigen eigentlich die schottischen Biker ab? Nach links wie wir? Dann steht man aber direkt am Bordstein!
Und ist der Gasgriff auch auf der rechten Seite? Sie grüßen nämlich wie wir mit der linken Hand, aber natürlich von links nach rechts.
Das habe ich leider nicht ausreichend geklärt. Aber eine Frage hat sich für mich beantwortet – drehen britische Windräder eigentlich linksherum? Nein, sie drehen rechtsherum – die sind inkonsequent – die Briten ;-)
Zu welcher Seite steigen eigentlich die schottischen Biker ab? Nach links wie wir? Dann steht man aber direkt am Bordstein!
Und ist der Gasgriff auch auf der rechten Seite? Sie grüßen nämlich wie wir mit der linken Hand, aber natürlich von links nach rechts.
Das habe ich leider nicht ausreichend geklärt. Aber eine Frage hat sich für mich beantwortet – drehen britische Windräder eigentlich linksherum? Nein, sie drehen rechtsherum – die sind inkonsequent – die Briten ;-)
Während wir noch auf ThomasK warten kommt ein Schotte
zu uns und sagt, dass wir vorsichtig sein sollen, es sei nämlich eine
Schafherde ausgebrochen. Natürlich sagt er es nicht mit diesen Worten, sondern in einer Sprache, die keiner von uns versteht :-| Erst nach mehrmaliger Wiederholung dämmert es bei uns und als er merkt, dass wir ihn verstanden haben, lächelt er
und winkt uns noch einmal freundlich zu.
Bei Cardrona verlassen wir noch einmal die A71 um auf
kleiner und landschaftlich reizvoller Strecke Peebles zu erreichen.
Schon von weitem sehen wir den gekrönten Turm der Old Parish Church. Über die alte Steinbrücke geht es über den Fluss und an alten Steinhäusern vorbei durch den historischen Marktflecken am River Tweed.
Schon von weitem sehen wir den gekrönten Turm der Old Parish Church. Über die alte Steinbrücke geht es über den Fluss und an alten Steinhäusern vorbei durch den historischen Marktflecken am River Tweed.
„Edinburgh“ ist seit dem 15.
Jahrhundert die Hauptstadt von Schottland -
bis dahin war es Perth. Seit 1999 ist Edinburgh außerdem Sitz
des Schottischen Parlaments.
Edinburgh
ist mit etwa 493.000 Einwohnern nach Glasgow die
zweitgrößte Stadt Schottlands und seit 1996 eine der 32 schottischen Council Areas.
Die Stadt liegt an Schottlands Ostküste im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland
auf der Südseite des Firth of Forth.
Bei
unserer „Stadtrundfahrt“ gibt es für uns
einen tollen Einblick in die beeindruckende historische Hauptstadt der
Schotten.
Wir starten unsere Tour im Grünen über den Queen’s Drive, dem Freizeit-Außenbereich der Edinburgher.
Am Scottich Parliament Building vorbei geht es über The Royal Mile, die in die High Str. mündet.
Hier geht es nicht mehr weiter – vor uns wimmelt es nur so von Menschen, auf der den Fußgängern vorbehaltenen Straße.
Also geht es rechts hinunter in die tolle Cockburn St. Wieder schaue ich in den Rückspiegel, ob wir noch alle zusammen sind – nein, wir sind nicht alle über die Ampel gekommen.
Also warten wir und sehen uns die tollen Häuser und das rege Treiben um uns herum an – und dann geht’s auch schon wieder weiter. Demnächst müsste man einfach einmal in den Flieger steigen und ein WE hier verbringen - das ist es unbedingt wert.
So hangeln wir uns so nach und nach durch die Market St., N Bank St., Bank St. und Lawnmarket - bis wir auf der Johnston Terrace direkt unterhalb des „Edinburgh Castle“ vorbeifahren.
Die Burg auf dem Castle Rock, im Zentrum von Edinburgh, gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands.
Wir starten unsere Tour im Grünen über den Queen’s Drive, dem Freizeit-Außenbereich der Edinburgher.
Am Scottich Parliament Building vorbei geht es über The Royal Mile, die in die High Str. mündet.
Hier geht es nicht mehr weiter – vor uns wimmelt es nur so von Menschen, auf der den Fußgängern vorbehaltenen Straße.
Also geht es rechts hinunter in die tolle Cockburn St. Wieder schaue ich in den Rückspiegel, ob wir noch alle zusammen sind – nein, wir sind nicht alle über die Ampel gekommen.
Also warten wir und sehen uns die tollen Häuser und das rege Treiben um uns herum an – und dann geht’s auch schon wieder weiter. Demnächst müsste man einfach einmal in den Flieger steigen und ein WE hier verbringen - das ist es unbedingt wert.
So hangeln wir uns so nach und nach durch die Market St., N Bank St., Bank St. und Lawnmarket - bis wir auf der Johnston Terrace direkt unterhalb des „Edinburgh Castle“ vorbeifahren.
Die Burg auf dem Castle Rock, im Zentrum von Edinburgh, gilt als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands.
An der Castle Terrace habe ich eine Sammelstelle in unserer Route eingebaut für den Fall, dass wir uns in der Rushhour verlieren sollten – aber alle sind noch bei mir!
Als
nächstes gilt es den riesigen, weit ins Land reichenden Mündungstrichter des
Flusses Forth, auf der Forth Road
Bridge zu überqueren. Dabei liegt rechts neben uns die überaus fotogene zweigleisige
Eisenbahnbrücke „Forth Rail Bridge“.
Die rot
lackierte Auslegerbrücke hatte, bei ihrer Eröffnung
im Jahr 1890, die größte Spannweite aller Brücken weltweit und
erregte ähnlich viel Aufsehen wie der Eifelturm.
Jetzt
wird es langsam Zeit, unsere Tanks mit neuem Benzin zu füllen – wir hatten sie ja
wegen der Fährüberfahrt nicht bis zum Rand befüllt. Die dazu ausgespähte Tankstelle
in Dunfermline ist nicht mehr weit und bis Glendeven gibt es auch keine weitere
mehr. Als wir dort ankommen sehen wir sofort – das wird ein Satz mit „X“. Das
einzige Fahrzeug auf dem Platz ist ein riesiger Tanklastzug, der die leere Tankstelle
wieder befüllen soll. Definitiv gibt es hier für heute keinen Sprit mehr für
uns. Aber 5 Minuten zurück, immer geradeaus, da gäbe es eine Gulf-Station – so
der Hinweis der Pächterin.
Die
finden wir dann auch glücklich in Rosyth – aber unglücklicherweise haben wir
Christine bei der Aktion verloren :-| Günter macht sich sofort auf sie zu
suchen – und ist dann auch verloren :-|
Kurze
Zeit später ruft Christine an, dass sie auf die M60 geraten ist und sich nun,
auf eigene Faust und ohne Navi, zum Hotel durchschlagen will.
Günter
hat in der Zwischenzeit sein Navi auf die nächste Tankstelle angesetzt und
trifft gerade bei uns ein. Ok, dann fahren wir los nach Glendevon – die ganze
Zeit mit dem mulmigen Gefühl, ob Christine auch wirklich zum Hotel finden wird.
Findet
sie – als wir um die letzte Kurve biegen sehen wir sie schon auf dem Mäuerchen
vor dem „Tormaukin
Hotel“ sitzen – bei uns Erleichterung
pur.
An
der Rezeption werden wir freundlich empfangen und auch die Zimmer sind
ansprechend und sauber.
Zum Abendessen, das wir wegen der einsamen Lage gleich mitgebucht haben, treffen wir uns im Restaurant.
Alles sieht so aus, wie man es sich von Schottland so vorgestellt hat.
Der Kellner ist sehr aufmerksam und alle Fragen, die man in einem fremden Land ja so hat, werden von ihm mit Humor und Witz beantwortet.
Zum Abendessen, das wir wegen der einsamen Lage gleich mitgebucht haben, treffen wir uns im Restaurant.
Alles sieht so aus, wie man es sich von Schottland so vorgestellt hat.
Der Kellner ist sehr aufmerksam und alle Fragen, die man in einem fremden Land ja so hat, werden von ihm mit Humor und Witz beantwortet.
Das
Essen schmeckt sehr gut und bei einem oder zwei Pint schottischem Real Ale – "Von Hand bis zum Rand gezapft"
– erzählt Christine uns die Geschichte ihrer glücklichen Ankunft im Tormaukin
Hotel.
In
einem der riesigen Kreisverkehre – von einer Ampel gesteuert – bog sie wohl eine
Ausfahrt zu früh links ab und befand sich kurz darauf auf der Autobahn Richtung
Perth. Dass da was nicht stimmen konnte wurde ihr sofort klar und so verließ
sie die A90 gleich wieder an der nächsten Ausfahrt. Nach ihrem Rückruf bei uns
– der auch nicht genau klären konnte wo sie sich zurzeit gerade befand – half
ihr ein freundlicher Schotte weiter. Für die etwa 30 Kilometer weite Strecke
zum Hotel zeichnete er ihr eine Skizze mit allen Abbiegungen – und fuhr auch
noch die Hälfte des Weges vor ihr her. Winkend verabschiedete er sich als er
davon ausgehen konnte, dass Christine den Weg nun nicht mehr verfehlen würde. Kurze
Zeit später checkte Christine als Erste im Hotel ein - eine Geschichte, die man
auch noch nach Jahren seinen Kindern, Enkelkindern und Freunden erzählen kann.
Unsere einhellige Meinung: Christine ist eine taffe Frau – und die Schotten sind sehr freundlich und hilfsbereit :-)
Unsere einhellige Meinung: Christine ist eine taffe Frau – und die Schotten sind sehr freundlich und hilfsbereit :-)
Viel
Spaß & tolle Touren







Mensch HerBert,
AntwortenLöschenman muß dir eigentlich das Geld für die Reise überweisen,
denn man fährt die Tour in Gedanken noch ein mal ;-)
Ein toller Bericht und ich schwöre ... es war wirklich so!!!
Vielen Dank dafür
Hey Thomas mein Freund, ohne euch hätte ich mich doch gar nicht über's Meer getraut :-)
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