August
2017 – An der südwestlichen Grenze NRW's
Wie wär's denn mal mit einer Runde Golf? Im Ausflugs-Paradies Eifel kein
Problem!
Schon im vorigen Jahr gab es einen Bericht in der "Altuellen Stunde Aachen" über die Adventure-Golf-Anlage des Landhotel Kallbach in Simonskall. Na gut - eigentlich handelt es sich dort um eine Minigolf-Anlage - aber immerhin mit dem Zusatz Adventure. Grund genug für abenteuerlustige Biker, sich die Anlage einmal aus der Nähe anzusehen :-)
Schon im vorigen Jahr gab es einen Bericht in der "Altuellen Stunde Aachen" über die Adventure-Golf-Anlage des Landhotel Kallbach in Simonskall. Na gut - eigentlich handelt es sich dort um eine Minigolf-Anlage - aber immerhin mit dem Zusatz Adventure. Grund genug für abenteuerlustige Biker, sich die Anlage einmal aus der Nähe anzusehen :-)
Heute nehmen wir mal nicht unsere „Lieblingsanfahrt“ über Schevenhütte in
die Eifel – Abwechslung tut auch mal gut.
Wir treffen uns auf dem Parkplatz „Alter Schulhof“ in Lövenich. Rainer
ist schon da und so nach und nach treffen auch Birgit & Thomas, Ute,
Christine und Günter und Heike und Helmut ein. Nur ThomasK, den ich gerade noch
vorbeifahren sehe, bekomme ich erst nach einem Anruf auf den Parkplatz gelotst.
Sein TomTom konnte den Startpunkt nicht finden. Aber jetzt sind wir in
„Vollbesetzung“.
Um 9 Uhr geht’s los – 250 km liegen vor uns. Keine große Sache also –
gegen 17 Uhr sollten wir wieder zurück sein.
Bei Schophoven geht es am Rand des Braunkohle-Tagebaus Inden vorbei.
Unermüdlich arbeiten sich die mächtigen Schaufelradbagger in dem riesigen Loch
vorwärts – groß ist der Hunger nach fossilen Brennstoffen für die umliegenden Braunkohle-Kraftwerke.
Es geht vorbei an Düren und bei Gürzenich treffen wir wieder auf unsere
Vorzugsstrecke – die heutige Anfahrt war aber auch ganz toll.
Über Obermaubach geht es nach Brandenberg und Bergstein und dann die
tollen Kurven hinunter nach Zerkall. Bei Brück schauen wir hinauf zur Burg
Nideggen, dann schrauben wir uns wieder hinauf in Richtung Schmidt.
Ein Highlight ist immer die Abfahrt in Richtung Rursee / Heimbach. In Hasenfeld liegt dann auf der rechten Seite unser erster Kaffee-Stopp – die Bäckerei Arndt Hallmanns.
Ein Highlight ist immer die Abfahrt in Richtung Rursee / Heimbach. In Hasenfeld liegt dann auf der rechten Seite unser erster Kaffee-Stopp – die Bäckerei Arndt Hallmanns.
Die Tische und Stühle sind noch nass vom Starkregen des vorigen Tages und
der Nacht. Die freundliche Angestellte kommt sofort zu uns und wischt Stühle
und Tische trocken – da wollen wir uns auch nicht länger bitten lassen und
holen uns im Verkaufsraum vom lecker duftenden Angebot hinter der Theke und
dampfenden Kaffee – was haben wir nur wieder ein Glück mit unserem heutigen
Tour-Wetter.
Weiter geht’s durch Heimbach und hinauf nach Mariawald. Die ganze Strecke
ist auf 50 km/h begrenzt – hmmm – da kann man dann so richtig ausgiebig Landschaft und Natur genießen.
In Gemünd biegen wir links ab nach Kall. Links oben liegt die
Eifelhöhenklinik Marmagen und wenig später passieren wir das Kloster Steinfeld.
Dort müssen wir demnächst auch mal einen Stopp einlegen.
Heute fahren wir noch einige Kilometer weiter, die schöne Strecke von Paulushof hinunter nach Hecken. Weiter vor uns liegt die Wildenburg, auf der wir unsere Mittagspause halten wollen.
Heute fahren wir noch einige Kilometer weiter, die schöne Strecke von Paulushof hinunter nach Hecken. Weiter vor uns liegt die Wildenburg, auf der wir unsere Mittagspause halten wollen.
Einige
Eifelkurven später lenken wir unsere Bikes hinauf zur „Wildenburg“
und kehren einigermaßen hungrig in der Burgschänke ein.
Die romantisch gelegene Wildenburg aus dem 12. Jahrhundert ist die
einzige nicht zerstörte Höhenburg im Kreis Euskirchen. Von 1414 bis 1639 war
sie im Besitz der Herren von Palandt und wurde im 18. Jahrhundert vom Kloster
Steinfeld angekauft. Von den Mönchen in ihrer jetzigen Gestalt umgebaut, wurde
das Priorat während der französischen Revulution 1802 aufgelöst und die Mönche aus
der Abtei Steinfeld und dem Priorat Wildenburg wurden vertrieben.
Die Burg ist nicht zu besichtigen – es sei denn, man möchte dort seine
Hochzeitsfeier abhalten. Uns ist aber gerade nicht danach – also stellen wir
unsere Bikes vor dem Zugang ab und gehen hinunter zur „Burgschänke“.
Auf der überdachten und geschützten Terrasse des Restaurants ist es uns
heute einfach zu warm. Deshalb nehmen wir die freiliegende Terrasse und richten
uns dort gemütlich ein. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Hügel, Hänge und der Eifel.
Der Kellner fragt uns nach unseren Wünschen – und plötzlich sind wieder
diese alten Erinnerungen da. Wie so oft fahre ich als Kind mit meinen Eltern in unserem VW-Käfer durch die Eifel, wir besuchen ein Kloster oder eine Kirche,
wandern zu einem Restaurant – und der Kellner fragt uns nach unseren Wünschen.
Für mich gab es dann immer ein kleines Schnitzel mit Pommes und eine – schöne
gelbe, unglaublich prickelnde „Sinalco“ Limonade mit
Strohhalm.
Die Sinalco und eine Hand voll Erdnüsse – für einen Groschen aus dem
Automaten auf dem Tresen gedreht – ich glaube – schon dafür bin ich immer so
gerne mit meinen Eltern in die Eifel gefahren.
Das fröhliche Lachen der Gefährten holt mich aus meinen Gedanken zurück – das
Essen war sehr gut und die ganze Umgebung strahlt eine angenehme Ruhe aus –
genau wie vor einem halben Jahrhundert.
Manderscheid und die Greifvogelstation Hellenthal ziehen an uns vorbei. Da muss ich auch unbedingt noch mal hin. Zuletzt haben wir deren Kunstflüge auf dem Markt in Monschau bestaunen können – ganz große Klasse.
An der Olef geht es an Schleiden vorbei. In einer Doppelkehre fällt
mir ein tempelartiges Gebäude auf – das „Tempelchen“
– wie sich später herausstellt. Das interessante Bauwerk, auf einer Felsnase
oberhalb Schleidens errichtet, wurde 1913 als Kriegerdenkmal für die Opfer der Kriege
1866 und 1870/1871 entworfen. Die Grundsteinlegung erfolgte 1914, aber durch
den Ersten Weltkrieg wurde die Gedenkstätte erst 1932 fertiggestellt. Nun
erinnert die Gedenktafel auch an die Opfer dieses Krieges. Heute dient der Ort
weniger – dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten
Helden-Verehrungs-Kult – sondern ist längst der praktischen Funktion als
Aussichtsplattform und „Eifel-Blick“
in das Schleidener Tal gewichen.
Über Dreiborn, Vogelsang, Einruhr, Dedenborn und Simmerath fahren wir ins Kall Tal hinein bis zum „LandhotelKallbach“ in Simonskall.
Über Dreiborn, Vogelsang, Einruhr, Dedenborn und Simmerath fahren wir ins Kall Tal hinein bis zum „LandhotelKallbach“ in Simonskall.
Das 4-Sterne-Landhotel macht einen sehr gepflegten Eindruck,. Auf der Außenanlage sitzt man sehr angenehm und die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend. Auch der Kaffee und die Waffeln mit heißen Kirschen schmecken besonders gut.
Hier spielt man auf naturnahen Kunstrasenbahnen und wie beim „großen“
Golf auf 18 Löchern. Hügel, Senken, Geländeübergänge und allerlei spannende
Überraschungen müssen auf den Greens bis zu 50 Metern Länge bewältigt werden.
So schlägt man beispielsweise über Bachläufe hinweg, um Findlinge herum, in
Fenster von Holzhütten hinein, über Sandbunker und durch Tunnelsysteme. Auch
ein sich drehendes Mühlrad ist zu überwinden. Es ist ein tolles
Freizeiterlebnis für Jung und Alt und vereint die Disziplinen Abenteuer und
Golf auf über 3000 qm.
Nun geht es auf unsere letzte heutige Etappe und pünktlich um 17 Uhr kommen wir wieder an unserem Ausgangspunkt in Lövenich an.
Nun geht es auf unsere letzte heutige Etappe und pünktlich um 17 Uhr kommen wir wieder an unserem Ausgangspunkt in Lövenich an.
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert





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