Sa 06. Juni 2020 - Tag 3 - Lohr am Main, Bayrische Schanz, Kloster Kreuzberg
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| Bayrische Schanz |
Seit heute ist die Maskenpflicht in Hessen aufgehoben - das Virus scheint auf dem Rückzug zu sein.
Ein Gespräch mit unserem Gastwirt zeigt uns auf, welch gravierende Auswirkungen der Lockdown auf die Gastronomie und Hotelbetriebe hat. Man kann nur hoffen, dass es schon bald wieder aufwärts geht.
Unser heutiger Plan sieht vor, die Süd-Rhön über Lohr am Main, die Bayrische Schanz, und das Kloster Kreuzberg zu erkunden. Dabei liegt die Tour zum größten Teil im Freistaat Bayern - gut, dass das Reisen in der Gruppe auch dort wieder gestattet ist.
Was im Moment nicht so gut aussieht, das ist das Wetter. Setzte der Regen bisher erst am späten Nachmittag ein, so regnet es jetzt schon seit dem frühen Morgen.
Für uns kein größeres Problem, unsere Schutzkleidung hat sich auf vielen Touren bestens bewährt.
Regendicht eingepackt geht es los. Zuerst regnet es noch ganz schön, aber nach einer knappen Stunde hört der Regen auf und die Straßen trocken so langsam ab.
Auf der L3196, zwischen Bellings und Marjoss, fahre ich zum ersten Mal auf einer tollen Berg- und Kurvenstrecke, die auf 60 km/h begrenzt ist - nur für Motorräder.
Einerseits könnte man sich nun über solche Verkehrsregelungen ärgern, andererseits treibt es einem fast die Tränen der Rührung in die Augen, mit welcher Führsorge sich so manche Verwaltungsbeamte für Leib und Leben von Bikern einsetzen.
Hinter Burjoss stelle ich fest, dass wir, in einer unübersichtlichen Situation an einer Abzweigung, einen Teil unserer Gruppe verloren haben. Nach der obligatorischen Wartezeit fahre ich bis zum Abzweig zurück, aber da sind sie nicht. Zu ThomasK, dem Schlussmann unserer Gruppe, bekomme ich auch leider keinen Kontakt auf sein Helmtelefon.
Dann heißt es jetzt - bis zum nächsten geplanten Stopp weiterfahren und sich dort wieder treffen.
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| PK Wachhütte |
Kurz vor Framersbach finden wir dann auch wieder zusammen. Helmut hat die "Verlorenen" wieder zur Gruppe geführt.
In Framersbach selbst ist der geplante Stopp, an einer Bäckerei im Zentrum, nicht für uns geeignet. Zu klein, zu eng - unter Coronabedingungen nicht machbar.
Aber Rainer hat im Vorbeifahren einen Edeka-Markt gesehen - da lotst er uns jetzt hin. Auf seinen Touren hat er durchweg gute Erfahrungen mit Lebensmittelmärkten gemacht - fast immer sind dort auch Bäckereien mit Sitzplätzen im Innen- und Außenbereich zu finden.
So auch in Framersbach. Hier ist es wieder eine Pappert-Bäckerei mit umfangreichem Angebot und freundlichem Personal. Unsere Bikes haben wir gleich bei den Sitzgelegenheiten abgestellt und die Sonne, die genau zur richtigen Zeit durch die Wolken scheint, meint es auch noch gut mit uns.
Nachdem wir uns erfrischt und gestärkt haben zeigt Helmut mir noch eine informativere Displayaufteilung zu meinem TomTom Rider 500 und los geht's nach "Lohr am Main".
An der Polizeiinspektion, gleich oben an der Hauptstraße, liegen ein paar Motorradparkplätze - wo könnten die Bikes besser aufgehoben sein als dort? Hier ist auch der ideale Ausgangspunkt für einen Bummel durch die romantische Fachwerkstatt am Main. An den malerischen Straßen und Gassen liegen einladende Restaurants und Cafés, denen man kaum widerstehen kann.
Auf der B26 folgen wir dem Main, um hinter Neuendorf ins Sinderbachtal nach Ruppertshütten abzubiegen.
Durch herrliche Wälder fahren wir in tollen Kurven hinauf bis zur Bayrischen Schanz.
Die "Bayrische Schanz" ist das höchstgelegene Wirtshaus und ein sehr bekanntes Ausflugsziel im Spessart. Wo sonst am Wochenende jede Menge Motorradfahrer eine Pause einlegen, liegt heute alles einsam und verlassen vor uns.
Dann bleibt es jetzt bei einem Passknackerfoto - und weiter geht's.
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| Bayrische Schanz - einsam und verlassen |
Unser nächstes Ziel ist Bad Brückenau. Aber zunächst geht es hinunter nach Rengersbrunn und Fellen, entlang der Aura nach Aura im Sinngrund. Weiter, der Sinn entlang, folgen Mittelsinn und Obersinn - gibt's hier auch ein Unsinn? :)
Nach Jossa und Altengronau verlassen wir die schönen Ufer der Sinn - später werden wir aber noch öfter auf sie treffen.
In großen Kehren geht es von Mottgers hinauf nach Schwarzenfels. Aus verschiedenen Perspektiven liegt Burg Schwarzenfels malerisch in unserem Blickfeld.
| Burg Schwarzenfels |
An der Marienkirche in Staatsbad Brückenau biegen wir links ab nach Brückenau. Dort bietet sich das Eiscafé Lodovico zur Regulierung des Flüssigkeitshaushalts an.
| Marienkirche |
Hinter Brückenau weisen eindeutige Schilder darauf hin, dass es in einigen Kilometern eine Vollsperrung auf der St 2289 geben wird und dass dort kein Durchkommen sei. Die Konsequenz - zurück nach Brückenau und dort der weiträumigen Umleitung folgen.
Und was macht mein Rider 500? Er zeigt die Sperrung an und bleibt ganz gelassen. Im rechten Moment leitet er uns über kleinste Straßen an der vor und unter uns liegenden Großbaustelle vorbei und irgendwann wieder auf die St2289. Das hat er richtig gut gemacht.
Über Oberleichtersbach, Schondra, Burkhardroth und Sandberg umfahren wir, mit weiten Ausblicken, das Naturschutzgebiet "Schwarze Berge" der Südlichen Hochrhön.
| Schwarze Berge - tolle Straße |
"Bischofsheim in der Rhön" - in Unterfranken - ist ein sehr schmucker Ort am Fuße des Kreuzbergs. Hier wollen wir auftanken - unsere Bikes mit Benzin und uns mit Kaffee und Kuchen und/oder Eis. Die Eisdiele Adriana liegt sehr schön am Marktplatz mit Blick auf das Geschehen rundum - auch die Bikes liegen gut im Blick.
Der Tankport Vorndran überrascht mit Barzahlung - ein Zettel an der Tanksäule weist darauf hin, dass Kartenzahlung nicht möglich ist. Geht auch.
Jetzt geht's hinauf zum Kreuzberg. Die toll ausgebaute Straße, auf der wir die Fliehkräfte in den Kurven hervorragend austesten können, lässt uns förmlich hinauffliegen.
Bis ganz oben zum Kloster fahren ist nicht erlaubt - schon gar nicht für eine ganze Gruppe. Vorher gibt's einen großen Parkplatz, mit WC, von dem aus das Kloster auf dem Kreuzberg in einer vielleicht 10 minütigen Wanderung zu erreichen ist..
Als wir oben eintreffen, ist Rainer - mit seinem Bike - schon da. Wir hatten uns kurzzeitig verloren.
"Kloster Kreuzberg" steht für den Besucher, neben der spirituellen Seite, für gebratene Haxe, selbstgebrautes Bier und gute Stimmung.
Im Corona-Blues sieht das leider anders aus. Da warten die Besucher in einer Schlange vor dem Corona-Holzhäuschen um ihre Anmeldung auszufüllen. Jetzt haben wir keine Lust mehr auf den Besuch und treten den Rückweg an.
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| Kloster Kreuzberg |
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| Hinauf zum Kreuzberg |
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| Der Kreuzberg |
Am Sinnquellgebiet vorbei folgen wir wieder einmal der Sinn, bis sich in Brückenau der Kreis schließt. Bei Motten verlassen wir den Freistaat Bayern und nehmen Kurs auf Neuhof.
Was dort sofort ins Auge sticht, ist die einsame, riesige Abraumhalde - im Volksmund Montekali genannt - mitten in der Landschaft. Bis auf das Jahr 1905 gehen die ersten Bohrungen zur Gründung des einzigen Kalibergwerks im Landkreis Fulda zurück.
| Montekali |
| Rommerz |
Nach 296 Kilometern erreichen wir Rommerz und nach einer heißen Dusche sitzen wir schon bald in der warmen Stube, trinken unser Weizen - oder ähnliches - und freuen uns schon wieder einmal auf das tolle Menü, das gerade auf uns zukommt.
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| Zum Abschluss noch ein Spaziergang durch Rommerz |
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert
Lohr am Main, Bayrische Schanz, Kloster Kreuzberg
Erstellt mit MyRouteApp und Google Maps
Download kann abweichen
QR-CODE zur Tour











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