Sonntag, 22. Oktober 2017

Schottland in 8-Tagen - Tag 4/II

Auf dem „Malt-Whisky-Trail“ -  Von Tomintoul über Loch Ness und Inverness nach Contin
Teil II - Vom Zwischenstopp am Loch Ness zum Tagesziel in Contin



Bevor wir Loch Ness erreichen, liegen noch Loch Ruthven und Loch Duntelchaig auf unserem Weg.





Hier sind wir mit Schafen und Rindern alleine auf weiter Flur. Die Schafe würdigen uns kaum eines Blickes - alleine die Rinder schauen uns mit ihren großen gutmütigen Augen an während sie gemütlich ihr Futter kauen.




Schafe in der Mauser

Höchstens mal ein Huhn flieht flatternd und schimpfend vor unseren sich langsam nähernden Bikes hinter die Steinmauer.






Oberhalb von Dores sehen wir dann das wohl bekannteste aller Lochs – "Loch Ness" – vor uns liegen. Bis zum Nachmittag werden wir es fast komplett umrundet haben.




Wir folgen dem Ostufer des Loch Ness Richtung Süden. Nach ca. 10 Kilometern lohnt ein kleiner Stopp an einem Parkplatz mit Tischen und Bänken. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die andere Seite des Sees und Urquhart Castle.

Quelle Google Street View
Blick zur Westseite des Sees

INVERFARIGAIG :-/

Und wen mittlerweile die Lust auf einen Kaffee-Stopp quält - noch einmal 10 Kilometer weiter kann der Coffein Spiegel im Waterfall Cafe wieder angehoben werden.

Falls of Foyers beim Waterfall-Cafe


Foyers "Gnome-Box"
Ein Ab- und Aufstieg - zu den „Falls of Foyers“ - ist für Heike & Helmut das ideale Fitness-Programm - während wir anderen uns einen Platz auf der Außenterrasse suchen – lange nicht mehr gesessen :-)




Falls of Foyers
Nach Fort Augustus geht es über den „Loch Ness Trail“. Während wir am Suidhe Viewpoint vorbeiziehen, verdunkelt sich so langsam der Himmel – das passt zu dieser eher düsteren Landschaft. Aber zum Glück hält sich das Wetter noch eine ganze Zeit.

Loch Ness Trail

Danke fürs langsam Fahren



Erst als wir Loch Tarff passieren und Fort Augustus vor uns liegt fängt es leicht an zu nieseln. Aber schon, als wir am südlichen Ende des Lochs in "Fort Augustus“ eintreffen, sind die Straßen wieder trocken.





Hier - im netten 800–Seelen-Örtchen Fort Augustus - ist die treppenförmige Schiffsschleuse am „Caledonian Canal“, die große Attraktion.




Wir parken unsere Bikes am Straßenrand der linken Kanalseite und gehen auf Entdeckungsreise zu den Schleusen.




Grandiose 5-Staustufen müssen die Schiffe hier überwinden bis sie auf das Niveau des Sees abgesunken sind – spannend dort zuzusehen.





Praktisch jeder, der nach Inverness fährt - oder von dort kommt - benutzt dazu die Straße auf der linken Seeseite. Dementsprechend voll ist es dort. Überholen ist nicht drin - muss aber auch nicht sein. Die Schotten sind auf engen und kurvigen Straßen ziemlich schmerzfrei unterwegs.
So kommen wir dann auch in Nullkommanichts bei unserem nächsten Highlight an - "Urquhart Castle"

Urquhart Castle am Loch Ness
Die gleiche Idee – hier einmal auf die Burgruine zu schauen und dann vielleicht auch noch Nessi aus den Fluten des Sees auftauchen zu sehen -  hatten natürlich noch gaaanz viele andere Schottland Reisende.
Zusätzlich belegt auch noch eine Baustelle jede Menge Parkplätze – und noch schlimmer – der Blick aufs Castle ist durch blickdichte Folien verdeckt :-[


So steigen wir dann dem Besucherzentrum vom rückwärtigen Hang aus über das begrünte Dach um doch noch etwas zu sehen. Ute holt ihre „Haribo Color Rado-Tüte“ heraus und teilt sie großzügig unter uns auf.


Jetzt wird es aber spannend. Nachdem wir uns richtig aufgestellt haben, haben wir nicht nur den vollen Blick auf das verfallene Castle – auch Nessi – würde das Ungeheuer gerade jetzt aus den Fluten des Lochs auftauchen – läge voll in unserem Blickfeld. Spannung pur :-)
Nachdem wir die Packung leer gegessen haben ist Nessi zwar nicht aufgetaucht - aber wenigstens die Fruchtgummis haben verdammt gut geschmeckt :-)


In den Highlands enden alle Straßen in "Inverness". Stolz wird sie von ihren Einwohnern „The Capital oft he Highlands“ genannt.
1746 kam es östlich von Inverness – bei der „Schlacht von Culloden“ – zu einem folgenschweren Ereignis. „Bonnie Prince Charlie“ verlor die letzte Schlacht der Highlander – die „Jakobiten“ ihr Leben und Schottland endgültig seine „Unabhängigkeit“.

Sobald wir Inverness erreicht haben verlassen wir die A82 und schlagen uns am Ness entlang bis zum „Inverness-Castle“ durch.

Inverness-Castle


Ness Bridge


Die Höhenburg auf der Klippe über dem Ness ist heute das Gerichtsgebäude und für die Öffentlichkeit nicht zugängig. Aber einen schönen Aussichtspunkt gibt es dort oben.



MOTOR CYCLES ONLY
Auf Google-Street-View ist ein Parkstreifen „MOTOR CYCLES ONLY“ auf der Castle St zu erkennen. Leider ist die Verkehrsdichte momentan so hoch, dass wir es nicht alle schaffen auf die andere Seite zu wechseln.
Helmut, Heike und Christine müssen weiterfahren um nicht den ganzen Betrieb in Inverness aufzuhalten. Wir telefonieren miteinander und treffen uns später in unserem B&B in Contin.

Ute hat gewendet

Rush Hour auf der Castle Rd
Helmut, Heike und Christine müssen weiterfahren um nicht den ganzen Betrieb in Inverness aufzuhalten. Wir telefonieren miteinander und treffen uns später in unserem B&B in Contin.

Der Blick vom Viewpoint des „Inverness-Castle“ ist einfach großartig.





Unterhalb der Burg, am Ufer des Ness, breitet sich die Stadt am Ende des Caledonian Canals vor uns aus – unbedingt ansehen.



"Flora MacDonald" Eine Lady hält Ausschau in Richtung Süden
Wegen der etwas schwierigen Verkehrslage am Inverness-Castle würde ich bei einem weiteren Besuch lieber den „MOTOR CYCLES ONLY“ auf der Union St wählen – ein kurzer Fußmarsch durch die nahe gelegene Fußgängerzone der High-St führt dann auch zum Aussichtspunkt.

Fußgängerzone der High-St
Wir verlassen Inverness und betanken unsere Bikes an der Esso auf der Clachnaharry Rd – genau wie unsere drei Gefährten einige Minuten vor uns. Da es nun doch noch zu Regen angefangen hat ziehen wir den Regenschutz über und entlang des Beauly-Firth steuern wir unser heutiges Etappenziel, das "Achilty Guest House" in Contin an. Dort erwarten uns schon Heike und Christine, die mit Helmut als Guide sicher im B&B angekommen sind.

Beauly-Firth

Google-Street-View
Den Abend verbringen wir im Restaurant “Red Poppy” in Strathpeffer, das nur 3,3 Miles und 6 Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Für die Fahrt dorthin hat unsere Gastgeberin ein Großraumtaxi organisiert, das uns in zwei Fuhren nach Strathpeffer bringt – und uns um 10 Uhr dort auch wieder abholt.

Vor dem Red Poppy
Während wir noch vor dem Red Poppy warten, kommt auch schon der Besitzer heraus und fragt wie selbstverständlich „Ist ThomasK hier?„
Hey ThomasK – das hat ja super geklappt! Das Essen war gut, das Ambiente cool und der Whisky, den du zur Feier des Tages spendiert hast, hat uns super geschmeckt :-)

Whisky-Tour

Red Poppy

Ein toller Tour-Tag – ein super Ausklang! Und morgen geht es nach Applecross und über den Balach na Ba-Pass - in den „Wilden Westen“ Schottlands.


Tourtag 4 - Tomintoul - Contin 275 km

Viel Spaß und tolle Touren

wünscht HerBert