Auf dem „Malt-Whisky-Trail“ - Von Tomintoul über Loch Ness und Inverness nach Contin
Teil II - Vom Zwischenstopp am Loch Ness zum Tagesziel in Contin
Bevor wir Loch Ness erreichen, liegen noch Loch Ruthven und Loch Duntelchaig auf
unserem Weg.
Hier sind wir mit Schafen und Rindern alleine auf weiter Flur. Die
Schafe würdigen uns kaum eines Blickes - alleine die Rinder schauen uns mit
ihren großen gutmütigen Augen an während sie gemütlich ihr Futter kauen.
Schafe in der Mauser
Höchstens mal
ein Huhn flieht flatternd und schimpfend vor unseren sich langsam nähernden
Bikes hinter die Steinmauer.
Oberhalb von Dores sehen wir dann das wohl bekannteste aller Lochs – "Loch Ness" – vor uns
liegen. Bis zum Nachmittag werden wir es fast komplett umrundet haben.
Wir folgen dem Ostufer des Loch Ness Richtung Süden. Nach ca. 10 Kilometern lohnt
ein kleiner Stopp an einem Parkplatz mit Tischen und Bänken. Von hier aus hat
man einen tollen Blick auf die andere Seite des Sees und Urquhart Castle.
Quelle Google Street View
Blick zur Westseite des Sees
INVERFARIGAIG :-/
Und
wen mittlerweile die Lust auf einen Kaffee-Stopp quält - noch einmal 10
Kilometer weiter kann der Coffein Spiegel im Waterfall Cafe wieder angehoben
werden.
Falls of Foyers beim Waterfall-Cafe
Foyers "Gnome-Box"
Ein Ab- und Aufstieg - zu den „Falls of
Foyers“ - ist für Heike & Helmut das ideale Fitness-Programm - während wir
anderen uns einen Platz auf der Außenterrasse suchen – lange nicht mehr
gesessen :-)
Falls of Foyers
Nach Fort Augustus
geht es über den „Loch Ness Trail“. Während wir am Suidhe Viewpoint
vorbeiziehen, verdunkelt sich so langsam der Himmel – das passt zu dieser eher
düsteren Landschaft. Aber zum Glück hält sich das Wetter noch eine ganze Zeit.
Loch Ness Trail
Danke fürs langsam Fahren
Erst als wir Loch
Tarff passieren und Fort Augustus vor uns liegt fängt es leicht an
zu nieseln. Aber schon, als wir am südlichen Ende des Lochs in "Fort
Augustus“
eintreffen, sind die Straßen wieder trocken.
Hier - im netten 800–Seelen-Örtchen Fort Augustus - ist
die treppenförmige Schiffsschleuse am „Caledonian Canal“, die große
Attraktion.
Wir parken unsere Bikes am Straßenrand der linken Kanalseite und
gehen auf Entdeckungsreise zu den Schleusen.
Grandiose 5-Staustufen müssen die Schiffe hier
überwinden bis sie auf das Niveau des Sees abgesunken sind – spannend dort
zuzusehen.
Praktisch jeder,
der nach Inverness fährt - oder von dort kommt - benutzt dazu die Straße auf der
linken Seeseite. Dementsprechend voll ist es dort. Überholen ist nicht drin -
muss aber auch nicht sein. Die Schotten sind auf engen
und kurvigen Straßen ziemlich schmerzfrei unterwegs.
So kommen wir dann auch
in Nullkommanichts bei unserem nächsten Highlight an - "Urquhart
Castle"
Urquhart Castle am Loch Ness
Die gleiche Idee –
hier einmal auf die Burgruine zu schauen und dann vielleicht auch noch Nessi
aus den Fluten des Sees auftauchen zu sehen - hatten natürlich noch gaaanz viele andere
Schottland Reisende.
Zusätzlich belegt auch noch eine Baustelle jede Menge Parkplätze
– und noch schlimmer – der Blick aufs Castle ist durch blickdichte Folien
verdeckt :-[
So steigen wir dann dem Besucherzentrum vom rückwärtigen Hang aus über das begrünte Dach um doch noch etwas zu sehen. Ute holt ihre „Haribo Color Rado-Tüte“ heraus und teilt sie
großzügig unter uns auf.
Jetzt wird es aber spannend. Nachdem wir uns richtig
aufgestellt haben, haben wir nicht nur den vollen Blick auf das verfallene Castle
– auch Nessi – würde das Ungeheuer gerade jetzt aus den Fluten des Lochs
auftauchen – läge voll in unserem Blickfeld. Spannung pur :-) Nachdem wir die
Packung leer gegessen haben ist Nessi zwar nicht aufgetaucht - aber wenigstens die
Fruchtgummis haben verdammt gut geschmeckt :-)
In den Highlands
enden alle Straßen in "Inverness". Stolz wird sie
von ihren Einwohnern „The Capital oft he Highlands“ genannt.
Sobald wir
Inverness erreicht haben verlassen wir die A82 und schlagen uns am Ness entlang
bis zum „Inverness-Castle“ durch.
Inverness-Castle
Ness Bridge
Die Höhenburg auf der Klippe über dem Ness
ist heute das Gerichtsgebäude und für die Öffentlichkeit nicht zugängig. Aber
einen schönen Aussichtspunkt gibt es dort oben.
MOTOR CYCLES ONLY
Auf Google-Street-View ist ein
Parkstreifen „MOTOR CYCLES ONLY“ auf der Castle St zu erkennen. Leider
ist die Verkehrsdichte momentan so hoch, dass wir es nicht alle schaffen
auf die andere Seite zu wechseln. Helmut, Heike und Christine müssen weiterfahren um nicht den ganzen Betrieb in Inverness aufzuhalten. Wir telefonieren miteinander und treffen uns später in unserem B&B in Contin.
Ute hat gewendet
Rush Hour auf der Castle Rd
Helmut, Heike und Christine müssen
weiterfahren um nicht den ganzen Betrieb in Inverness aufzuhalten. Wir
telefonieren miteinander und treffen uns später in unserem B&B in Contin.
Der Blick vom
Viewpoint des „Inverness-Castle“ ist einfach großartig.
Unterhalb der Burg, am
Ufer des Ness, breitet sich die Stadt am Ende des Caledonian Canals vor uns aus
– unbedingt ansehen.
Wegen der etwas
schwierigen Verkehrslage am Inverness-Castle würde ich bei einem weiteren Besuch lieber den „MOTOR
CYCLES ONLY“ auf der Union St wählen – ein kurzer Fußmarsch durch
die nahe gelegene Fußgängerzone der High-St führt dann auch zum Aussichtspunkt.
Fußgängerzone der High-St
Wir verlassen
Inverness und betanken unsere Bikes an der Esso auf der Clachnaharry
Rd – genau wie unsere drei Gefährten einige Minuten vor uns. Da es nun doch noch zu Regen angefangen hat ziehen wir den Regenschutz über und entlang des Beauly-Firth steuern wir unser heutiges
Etappenziel, das "Achilty
Guest House"
in Contin an. Dort erwarten uns schon Heike und Christine, die mit Helmut als Guide sicher im B&B angekommen sind.
Beauly-Firth
Google-Street-View
Den Abend
verbringen wir im Restaurant “Red Poppy” in Strathpeffer,
das nur 3,3 Miles und 6 Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Für die
Fahrt dorthin hat unsere Gastgeberin ein Großraumtaxi organisiert, das uns in
zwei Fuhren nach Strathpeffer bringt – und uns um 10 Uhr dort auch wieder
abholt.
Vor dem Red Poppy
Während wir noch
vor dem Red Poppy warten, kommt auch schon der Besitzer heraus und fragt wie selbstverständlich
„Ist ThomasK hier?„ Hey ThomasK – das hat ja super geklappt! Das Essen war gut,
das Ambiente cool und der Whisky, den du zur Feier des Tages spendiert hast, hat uns super geschmeckt :-)
Whisky-Tour
Red Poppy
Ein toller Tour-Tag –
ein super Ausklang! Und morgen geht es nach Applecross und über den Balach na Ba-Pass - in den „Wilden
Westen“ Schottlands.