Do 04. Juni 2020 - Tag 1 Anfahrt - Reisegenehmigung in letzter Minute
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| Weiter Ausblick |
"Hallo, ich bin's, die Rhön, das spannende Tourgebiet mit den tollen Kurven und weiten Ausblicken.
Na klar, neben Schottland, den Tiroler Alpen, der Route des Grandes Alpes, den Vogesen der Champagne und der Opalküste - die wir in den letzten Jahren besucht haben - klingt "Die Rhön" ja nicht so spektakulär, nicht nach dem ganz großen Abenteuer.
Aber, das Mittelgebirge mit den weiten Ausblicken, braucht sich fahrtechnisch ganz sicher nicht hinter dem Sauerland, Weserbergland oder dem Ederbergland zu verstecken. Denn egal, was man als Motorradfahrer in Sachen Natur schon gesehen und erlebt hat, die Rhön setzt noch einen drauf.
Die Rhön ist ein Mittelgebirge im Grenzgebiet der Bundesländer Bayern, Thüringen und Hessen. Seine größte Erhebung ist die Wasserkuppe, mit 950,2 m, im Landkreis Fulda. Sie ist für Motorradtourer eine äußerst interessante Region. Traumhafte Landschaften mit unbewaldeten Bergkuppen, Tälern und Steigungen sowie viele verkehrsarme Nebenstraßen laden hier zum Fahren ein. Eine Tour durch die Süd-Rhön wird sogar höheren Ansprüchen gerecht. Traumhafte Landschaften und kurvige Straßen – ein Traum für jeden Motorradfahrer.
Für uns ist die Rhön bequem über die A4 Köln und die A45 Siegen zu erreichen. Bis zur anvisieren Basis sind es, von unserem Startpunkt am Bedburger Land, gerade mal 340 Kilometer und 5:00 Stunden reine Fahrzeit. Der Autobahnanteil liegt bei 150 km. Beide Touren im Tourgebiet liegen unter 300 km - vergleichbar mit den Vorjahrestouren im Ederbergland.
So stellt sich die Situation im Oktober 2019 für unsere Mehrtagestour zum Juni 2020 dar.
Anfang 2020 sieht dann alles ganz anders aus. Ein winziges Virus beeinflusst, wann und wohin die Reise geht.
Bisher ist das Reisen von NRW nach Hessen noch verboten und Übernachtungen sind nicht gestattet.
Ende Mai zeichnet sich ab, dass Bewegung in die Reisebeschränkungen kommt und wir zum 05. Juni unser verlängertes Wochenende fahren können.
Ein Anruf im Landgasthof Imhof im hessischen Rommerz fällt erfreulich aus - man merkt, dort freut man sich auf unseren Besuch.
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| Landgasthof Imhof |
Am Donnerstag ist es dann soweit, wir starten unsere Tour an die Rhön. Nachdem die Reisebeschränkungen aufgehoben wurden, wollen wir die Reise auch machen. Da kann uns auch nicht der eher ungemütliche Wetterbericht aufhalten - jetzt wollen wir los.
Zusammen mit ThomasK treffe ich an der Raststätte Bedbuger Land West ein, wo wir uns mit Christine und Günter, Heike und Helmut und Rainer treffen. Von dort aus folgen wir der A61 weiter bis zum Kreuz Kerpen, wo wir auf die A4 wechseln. Bei Köln überqueren wir den Rhein über die unverwechselbare grüne Rheinbrücke Köln-Rodenkirchen - immer ein schönes Gefühl, hier zu fahren!
| Immer wieder gerne |
Vom Autobahndreieck Heumar folgt die A4 der A3 in Richtung Norden und ab dem Kreuz Köln-Ost ist die A4 wieder alleine in Richtung Osten unterwegs.
Jetzt heißt es aufpassen, dass wir den Rastplatz Lustheide nicht verpassen. Dort fahren wir rechts ran und treffen uns mit Ute. Unsere Rhön-Gruppe ist jetzt vollständig, aber nicht komplett. Das Virus setzt uns Grenzen, die wir so noch nicht kannten.
Am Autobahnkreuz Olpe Süd wechseln wir auf die A45 und am Parkplatz Löffelberg halten wir zu einem kurzen Erfrischungsstopp.
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| Erfrischungsstopp |
Nach insgesamt 150 km verlassen wir bei Wilnsdorf die A45 in Richtung Burbach - für heute haben wir unsere Autobahnkilometer schon hinter uns gebracht.
Bisher sind wir, entgegen der Vorhersagen, noch in keinen Schauer geraten. Aber gut, dass wir die wasserdichte Kleidung schon anhaben, denn jetzt holt uns der Regen doch noch ein - gerade, als wir den ersten Passknackerpunkt der Tour, das Zollhaus erreichen.
Zur Planung der Tour habe ich wieder ein paar Punkte aus der Passknacker-Landkarte ausgesucht und daraus eine möglichst interessante Strecke zusammengestellt. Dabei halten wir mit der Gruppe nicht für jedes Nachweisfoto an, aber da, wo es passt, stoppen wir kurz und ich mache mein Foto - dann geht's auch schon wieder weiter.
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| PK Zollhaus im Regen |
Der Regen hält sich noch eine ganze Weile. Auch als wir den PK-Punkt Fuchskaute erreichen ist der Regen noch unser Begleiter. Er macht den Eindruck hier ein wenig unwirklich. Keine Besucher, keine Gäste. Der Corona-Lockdown wird hier wohl noch länger nachklingen.
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| Wir, der Regen und die Fuchskaute |
Nach "Braunfels" wollte ich immer schon einmal - wohl wegen der schönen Fachwerkhäuser am Marktplatz. Im Gasthof am Turm hatte ich auch mal ein Wochenende mit den Gefährten gebucht - da kam aber leider etwas dazwischen.
Jetzt stehe ich hier auf dem Marktplatz und freue mich, endlich einmal hier zu sein. Ein Besuch auf der Burg Braunfels muss natürlich noch warten, dazu fehlt heute die Zeit und dazu noch Corona ...
Im Eiscafé Cintemi finden wir Unterschlupf unter den als Überdachung aufgespannten Sonnenschirmen. Der Regen ist zwar weitergezogen, aber man weiß ja nie.
Außer uns sind jetzt nur wenige Gäste im Café - das Wetter ist halt nicht so toll.
Dafür ist die Bedienung sehr freundlich und zuvorkommend und es macht Spaß, hier zu sein.
| Gasse Braunfels |
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| Die "X" am Marktplatz |
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| Endlich Braunfels |
Über Waldsolms und Butzbach erreichen wir Wölfersheim, wo wir an der Aral-Tankstelle die Tanks unserer Bikes wieder füllen. Rund 250 km sind wir jetzt unterwegs und einen zweiten Schauer hat es bisher nicht gegeben.
In der Nähe von Schotten (Schottenring) fahren wir zum "Hoherodskopf" im Vogelsberg, hinauf auf 763,8 m. Als Passknackerpunkt sollte schon der Fernmeldeturm herhalten, der sich im Moment in den tiefhängenden Wolken verstecken möchte.
Wo sonst, auf dem Parkplatz und den umliegenden Attraktionen, sicherlich ein reger Besucherverkehr herrscht, ist momentan einsame Leere - die wird uns an diesem Wochenende noch des öfteren begegnen.
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| In den Wolken |
Jetzt geht es auf die letzte Etappe. Ein Stück befinden wir uns auf der "Deutschen Ferienroute", die von Berchtesgaden am Königssee bis nach Puttgarden auf Femarn an der Ostsee, auch durch das Mittelgebirge Vogelsberg führt.
Je mehr wir uns unserem Zielort Rommerz nähern, umso dunkler ist die Wolke, die vor uns am Himmel hängt. Da hofft man ja immer, dass unser Weg nach der nächsten Biegung eine andere Richtung einschlägt. Aber nichts da, genau unter dieser Wolke liegt unser Ziel.
Wir biegen auf den Hof des "Landgasthof Imhof" ein und sehen auch schon Utes Gunter, der uns in den überdachten Stellplatz für unsere Bikes einweist. Er ist schon vor uns hier eingetroffen und hat die Lage gecheckt.
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| Imhof |
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| Bikes überdacht |
Erst nachdem wir abgesattelt haben und auf dem Weg zur Rezeptionsind beginnt es zu tröpfeln.
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| zur Rezeption |
Dort werden wir sichtbar mit Freude empfangen - Gäste sind in Coronazeiten selten geworden.
Unsere Zimmer liegen im Neubau, Rainer und ich bekommen sogar - ohne Aufpreis - ein geräumiges Zweizimmer Apartment.
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| Zimmer im Neubau |
Später sitzen wir gemütlich im Gastraum, lassen uns das leckere Essen und das erfrischende Weizenbier schmeckten und freuen uns, dass heute alles so gut geklappt hat.
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| Alkoholfrei |
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| 325 km 4:25 h reine Fahrzeit |
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert
Download kann abweichen
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