"Was sonst so war" - Erlebnisse ohne Motorrad
Ende Februar, Anfang März 2020
Ende Februar, Anfang März 2020
Mittlerweile rückt nämlich das Corona Virus immer näher an uns heran, einige Kreuzfahrtschiffe, zwar noch weit entfernt, liegen bereits in Quarantäne. Jetzt wäre es schön, wenn vom Veranstalter eine Absage kommen würde, oder die Regierung würde eine Reisewarnung aussprechen - aber da kommt nichts.
Eher halbherzig packen wir unsere Koffer und in der Frühe fahren wir zum Flughafen Düsseldorf.
Nun sind wir ja keine großen Pauschalurlauber - unsere Flüge kann man an drei Fingern abzählen und ein Kreuzfahrtschiff kennen wir bisher nur aus dem Fernsehen.
Wie kommt man am besten, für eine 8-tägige Reise, zum Flughafen, welche Zusatzleistungen sind auf einem Schiff sinnvoll und welche Ausflüge möchte man auf den angelaufenen Inseln gerne machen? Ziemliches Neuland für uns, aber gute Tipps gibt's von all denen, die das schon einmal / mehrere Male gemacht haben.
Für die Anfahrt mit dem Auto buche ich schon zeitig beim "Parkvogel" einen Platz im Parkhaus am ISS-Dome in Düsseldorf. Diesen recht günstigen Tipp haben wir von einem Bekannten bekommen, der dieses Angebot schon mehrmals genutzt hat.
2:00 Der Wecker klingelt
3:00 Wir fahren los
2:00 Der Wecker klingelt
3:00 Wir fahren los
4:00 Das hat super geklappt! Wir sind an der Schranke zur Einfahrt und als ich gerade den ausgedruckten Baar-Code in den Scanner stecken will, erledigt das ein freundlicher Mitarbeiter für mich.
Eine halbe Etage höher gibt's genügend Parkplätze und wenig später stehen wir auch schon mit unseren Koffern an der Haltestelle des Shuttle Service und steigen, mit einigen anderen Reisenden, in den gerade angekommen Bus. Der Bus fährt zu jeder halben Stunde und braucht tatsächlich nur neun Minuten, bis er uns am Flughafen absetzt.
Diese Stelle sollte man sich merken, denn dort steigt man, am Ende seiner Reise, auch wieder in den Bus. Das heißt, wenn man beim Rückflug seine Koffer glücklich eingesammelt hat, bleibt man auf der "Ankunft-Etage", geht ganz weit nach rechts bis zum letzten Ausgang und ist dann Draußen auch gleich an der richtigen Stelle für den Shuttle Service.
Wir sind jetzt erst einmal froh, am Flughafen angekommen zu sein. Durch den ersten Eingang kommen wir in die "Ankunft-Halle" und fahren mit der nächsten Rolltreppe eine Etage höher zum Abflug.
Schnell haben wir die Koffer aufgeben und nach den Kontrollen sitzen wir, mit vielen anderen Reisenden, im Café unseres Wartebereichs.
7:50 soll unser Flug nach Las Palmas de Gran Canaria losgehen, der wird jetzt schon mal um eine Stunde verschoben. O.K, im Urlaub hat man ja Zeit - Hauptsache, wir erreichen das Schiff rechtzeitig. Mit uns warten hier noch ca. 180 weitere Fluggäste, die sicherlich mehr Erfahrung haben als wir. Sie bleiben gelassen - wir sind beruhigt.
8:50 Kaum haben wir es uns in den Sitzen des Airbus A320 bequemen gemacht, informiert uns der Kapitän über eine weitere Verzögerung des Starts von 80 Minuten. Unser Schiff legt ja erst um 22 Uhr in Las Palmas ab - das ist noch locker zu schaffen.
10:10 Wir heben ab. Der Grund für die ganzen Verzögerungen ist ein Wetterphänomen auf den Kanaren. Durch den Sahara-Sandsturm "Calima" stauen sich in Las Palmas die Flugzeuge und es wird eng mit den Landeplätzen.
Der Flug zu den Kanaren ist mit 4:45 Stunden geplant. Nach knapp vier Stunden teilt uns der Kapitän mit, dass alle Flughäfen auf den Kanarenaren gesperrt sind und dass wir uns nun, nach einer kompletten Wende, auf dem Flug nach Faro in Portugal befinden und erst morgen in Gran Canaria eintreffen werden - Schiff Ade?
15:15 Wir landen in Faro. Zunächst einmal tut sich nichts, bis der Kapitän uns mitteilt, dass das Flughafenpersonal hier völlig überlastet ist und unsere Koffer erstmal nicht entladen werden.
16:30 Dieser Zustand dauert über eine Stunde, dann beginnt das Entladen des Gepäcks und wir können das Flugzeug verlassen.
17:00 Die Ankunfthalle ist völlig überlastet und wir dürfen die Busse erst verlassen, nachdem sich die Vorhalle wieder geleert hat.
Für ca. 180 Gestrandete geht es jetzt darum, einen der Zettel zu ergattern, den zwei Flughafenmitarbeiter in die Höhe recken. Darauf teilt uns die Fluggesellschaft mit, dass der Flug, wegen der außergewöhnlichen Umstände, für heute ausgesetzt ist und morgen früh fortgesetzt wird. Wir mögen uns eine Unterkunft über ein bekanntes Buchungsportal besorgen und morgen zum Weiterflug hier erscheinen. Die Kosten für ein ***Hotel, die Taxifahrt und eine Verpflegung werden von der Fluggesellschaft übernommen.
Der Flughafen Faro ist nicht sonderlich groß, umso größer ist die Menschenmenge an dem einen Kofferband, das in Betrieb zu sein scheint. Jedes Mal, wenn das Band sich in Bewegung setzt, versuchen wir, im menschlichen Getümmel, einen Blick auf die vorbeiziehen Koffer zu erhaschen. Aber nie sind unsere dabei.
18:00 Da ich ja sonst nichts anderes zu tun habe als zu warten, versuche ich, über das angesprochene Buchungsportal, ein Zimmer für die Nacht zu bekommen. Das misslingt kläglich. Wegen der gestern und heute gestrandeten Reisenden sind keine Zimmer mehr in der Nähe zu bekommen. Weiter weg wäre noch etwas zu haben, aber hier scheitert die Buchung an der fehlenden Kreditkarte. Hier "rächt" es sich, dass ich davon ausgegangen bin, während einer Pauschalreise solch eine Karte nicht zu benötigen.
Drei Anrufe führe ich in der überlauten Halle. Am anderen Ende der Leitung spricht man von Höherer Gewalt, hat viel Verständnis für unsere Lage und bedauert, dass man uns vor Ort nicht besser helfen kann.
Die Fluggesellschaft habe kein Personal vor Ort, der Reiseanbieter kann jetzt und hier gar nichts machen, und der Reederei tut das alles furchtbar leid - aber das Schiff warte auch noch bis morgen auf uns - versprochen.
Kurz darauf kommt von der Reederei eine Meldung aufs Handy: Weiterflug morgen um 7:00 Uhr - das Schiff wartet auf uns - für den Bustransfer zum Schiff ist gesorgt.
19:00 Dann müssten jetzt nur noch die Koffer kommen und eine Lösung für die Nacht gefunden werden.
Fortsetzung folgt
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert
7:50 soll unser Flug nach Las Palmas de Gran Canaria losgehen, der wird jetzt schon mal um eine Stunde verschoben. O.K, im Urlaub hat man ja Zeit - Hauptsache, wir erreichen das Schiff rechtzeitig. Mit uns warten hier noch ca. 180 weitere Fluggäste, die sicherlich mehr Erfahrung haben als wir. Sie bleiben gelassen - wir sind beruhigt.
8:50 Kaum haben wir es uns in den Sitzen des Airbus A320 bequemen gemacht, informiert uns der Kapitän über eine weitere Verzögerung des Starts von 80 Minuten. Unser Schiff legt ja erst um 22 Uhr in Las Palmas ab - das ist noch locker zu schaffen.
10:10 Wir heben ab. Der Grund für die ganzen Verzögerungen ist ein Wetterphänomen auf den Kanaren. Durch den Sahara-Sandsturm "Calima" stauen sich in Las Palmas die Flugzeuge und es wird eng mit den Landeplätzen.
Der Flug zu den Kanaren ist mit 4:45 Stunden geplant. Nach knapp vier Stunden teilt uns der Kapitän mit, dass alle Flughäfen auf den Kanarenaren gesperrt sind und dass wir uns nun, nach einer kompletten Wende, auf dem Flug nach Faro in Portugal befinden und erst morgen in Gran Canaria eintreffen werden - Schiff Ade?
15:15 Wir landen in Faro. Zunächst einmal tut sich nichts, bis der Kapitän uns mitteilt, dass das Flughafenpersonal hier völlig überlastet ist und unsere Koffer erstmal nicht entladen werden.
16:30 Dieser Zustand dauert über eine Stunde, dann beginnt das Entladen des Gepäcks und wir können das Flugzeug verlassen.
17:00 Die Ankunfthalle ist völlig überlastet und wir dürfen die Busse erst verlassen, nachdem sich die Vorhalle wieder geleert hat.
Für ca. 180 Gestrandete geht es jetzt darum, einen der Zettel zu ergattern, den zwei Flughafenmitarbeiter in die Höhe recken. Darauf teilt uns die Fluggesellschaft mit, dass der Flug, wegen der außergewöhnlichen Umstände, für heute ausgesetzt ist und morgen früh fortgesetzt wird. Wir mögen uns eine Unterkunft über ein bekanntes Buchungsportal besorgen und morgen zum Weiterflug hier erscheinen. Die Kosten für ein ***Hotel, die Taxifahrt und eine Verpflegung werden von der Fluggesellschaft übernommen.
Der Flughafen Faro ist nicht sonderlich groß, umso größer ist die Menschenmenge an dem einen Kofferband, das in Betrieb zu sein scheint. Jedes Mal, wenn das Band sich in Bewegung setzt, versuchen wir, im menschlichen Getümmel, einen Blick auf die vorbeiziehen Koffer zu erhaschen. Aber nie sind unsere dabei.
18:00 Da ich ja sonst nichts anderes zu tun habe als zu warten, versuche ich, über das angesprochene Buchungsportal, ein Zimmer für die Nacht zu bekommen. Das misslingt kläglich. Wegen der gestern und heute gestrandeten Reisenden sind keine Zimmer mehr in der Nähe zu bekommen. Weiter weg wäre noch etwas zu haben, aber hier scheitert die Buchung an der fehlenden Kreditkarte. Hier "rächt" es sich, dass ich davon ausgegangen bin, während einer Pauschalreise solch eine Karte nicht zu benötigen.
Drei Anrufe führe ich in der überlauten Halle. Am anderen Ende der Leitung spricht man von Höherer Gewalt, hat viel Verständnis für unsere Lage und bedauert, dass man uns vor Ort nicht besser helfen kann.
Die Fluggesellschaft habe kein Personal vor Ort, der Reiseanbieter kann jetzt und hier gar nichts machen, und der Reederei tut das alles furchtbar leid - aber das Schiff warte auch noch bis morgen auf uns - versprochen.
Kurz darauf kommt von der Reederei eine Meldung aufs Handy: Weiterflug morgen um 7:00 Uhr - das Schiff wartet auf uns - für den Bustransfer zum Schiff ist gesorgt.
19:00 Dann müssten jetzt nur noch die Koffer kommen und eine Lösung für die Nacht gefunden werden.
Fortsetzung folgt
Viel Spaß & tolle Touren
wünscht HerBert


