August 2016 – Der alles bestimmende Fluss
in den Ardennen ist die Maas
Der alles bestimmende Fluss in den Ardennen
ist die Maas, oder wie er in Frankreich und Belgien heißt, die Meuse. Einem
riesiges Venensystem gleich fließen unzählige kleine Flüsse und Bäche aus den
Höhen der Ardennen in diese wichtige Lebensader der Menschen am Fluss. Egal aus
welcher Himmelrichtung sie auch kommen, letztendlich fließen sie alle in den
einen großen Fluss, der dann später mit ihnen in der weit entfernten Nordsee
mündet. Mit sich führt er in seinen
Schiffen und Booten all die benötigten Waren und Güter der seit über
Jahrtausenden sich wandelnden Gesellschaften.
Wir begleiten einige dieser kleinen Flüsse –
Vesdre, Amblève, Ourthe, Hoyoux, Bocq, Maas, Lesse, und Lienne – auf ihrem Weg
vorbei an bizarr abfallenden Felshänge, durch malerische Ortschaften mit
historischen Schlössern und Abteien, durch
urwüchsige Täler und traumhaften Ausblicken von
den Höhen der Ardennen.
Samstag 9 Uhr – Aral Tankstelle Baal. 10
Bikerinnen und Biker befüllen ihre Motobikes bis zum oberen Rand. Wer am
Wochenende nach Belgien fährt, sollte sich dorthin mit vollem Tank aufmachen. Denn
so selbstverständlich ist es dort eben nicht, mal eben auf eine geöffnete
Tankstelle zu treffen. Zum Glück gibt es ja Google Maps, das mir eine Q8 an
unserer Strecke zeigt, die, laut Angabe, auch Samstags geöffnet ist. Nach 200
Kilometern schon tanken? – die Gefährten werden wohl meckern :-) Aber mit der
Restreichweite wird dann jeder von uns sein Zuhause gut erreichen.
Bis Eupen geht es über die Bahn, dann durch Limburg und mitten durch Verviers.
Gerade einmal 60 Kilometer sind wir seit unserem Start gefahren
und wir sind in einer Gegend mit einer völlig anderen Kultur und Architektur.
Es folgt Banneux Notre Dame, ein bekannter
Wallfahrtsort in Belgien.
In weiten Schwüngen geht es hinunter nach
Remouchamps. Riesig hoch recken sich die Stelzen hinauf, um die Autobahn über
uns stützen – immer wieder eindrucksvoll aus dieser Perspektive.
Das erste Mal in Remouchamps habe ich
verzweifelt den Eingang zu den sehenswerten Grotten mit dem unterirdischen Fluss "Rubicon" gesucht, dabei ist er doch
gar nicht so schwer zu finden ;-)
Vor dem Hotel-Restaurant haben wir auch
schon mehrere Kaffee ole getrunken. Dort muss man unbedingt einmal zur Toilette
gehen, auch die Damen – die Seifenhalter sind – na ja :-))
Wir folgen der Amblève über Aywaille bis
sie bei Comblain-au-Pont in die Ourthe fließt, die dann wenig später in die
Maas mündet.
In Comblain-au-Pont nehmen wir gerne das
kleine Café am Place Leblanc. Klein und nicht auf Google gelistet, dafür aber ursprünglich
und typisch Belgisch. Und immer schon offen, wenn wir vor 11 Uhr hier ankommen. Ein paar freundliche Radfahrer sind schon da - aber die sind ja immer schon da :-)
Weiter folgen wir dem Lauf der Ourthe und
später dem Hoyoux.
Wundervolle Landschaften, alte Herrenhäuser und gepflegte Parkanlagen ziehen an uns vorbei.
Die Adeligen der vergangenen Zeiten wussten sehr wohl, wo es sich gut leben lässt.
Wundervolle Landschaften, alte Herrenhäuser und gepflegte Parkanlagen ziehen an uns vorbei.
Die Adeligen der vergangenen Zeiten wussten sehr wohl, wo es sich gut leben lässt.
Mit dem kleinen Flüsschen Bocq durchqueren
wir den sehenswerten Ort Spontin, der über ein imposantes Wasserschloss
verfügt.
Kurz bevor wir die Maas erreichen bietet
ein schön gelegener Rastplatz noch eine gute Gelegenheit, eine kleine Pause
einzulegen.
Danach ist es nur noch ein kurzer Weg bis wir bei Yvoir die Maas erreichen.
Danach ist es nur noch ein kurzer Weg bis wir bei Yvoir die Maas erreichen.
Da in dieser Region nicht die großen
Schwerlastgüter wie im Raum Lüttich transportiert werden, ist hier die Maas – Meuse
– in erster Linie den Freizeitkapitänen überlassen. Von kleinen Booten bis zu
großen Jachten ist hier alles vertreten.
Wir wechseln auf die linke Maasseite und an
der Q8, einer kleinen privaten Tankstelle, füllen wir unsere Maschinen wieder
voll – eine Sorge weniger ;-) Nun noch einige Kilometer die Maas hinauf, dann sind
wir auch schon in Dinant.
Während wir um die Ecke biegen, freue ich mich schon auf die einmalige Aussicht, die ich gleich wieder erblicken werde. Einfach großartig. Während wir im Schritttempo über die Pont Charles de Gaulle gleiten fällt unser Blick auf die außergewöhnliche Kirche Notre-Dame of Dinant, die hoch darüber liegende Citadelle de Dinant und die übergroßen Saxofone auf der Brücke. Und natürlich auch noch der Blick nach rechts und links auf die Maas und die Maasufer.
Das ist alles überhaupt nicht so schnell zu schaffen – dann ist man auch schon auf der rechten Maasseite. Aber für diesen einen kleinen Moment komme ich immer wieder gerne hier her :-)
Schade, aber im Moment wird das rechte
Maasufer auf Vordermann gebracht. Wo sich sonst die Außengastronomie von Dinant
befindet und die Touristen kaum noch einen freien Platz ergattern können, sind jetzt Absperrgitter und Bauarbeiter in
vollem Einsatz.
Dann bleibt nur noch die Friterie auf der
Rue Georges Cousot. Naja, am Maasufer wäre es eindeutig besser und schöner gewesen :-(
Die Lesse ist sehr beliebt für
Kajakfahrten. Und hier, an der Endstelle der Kajaktour, ist jede Menge los –
das Wasser ist voll von roten und blauen Booten.
„Dinant Evasion – Lesse Kajaks“ bietet tolle Touren im malerischen Tal der Lesse an.
„Dinant Evasion – Lesse Kajaks“ bietet tolle Touren im malerischen Tal der Lesse an.
Ob Wandern, Mountainbiking, Klettern oder
Reiten – die Gegend ist wie geschaffen für alle möglichen Freizeitaktivitäten.
Und noch einen tollen Ausblick sollte man
nicht verpassen, nämlich den auf Chateau de Walzin, das plötzlich und
unvermittelt vor einem auftaucht.
Auf unserem weiteren Weg nach Han-sur-Lesse,
einen Ort, der durch seine prähistorischen Höhlen berühmt wurde, können wir
unseren mechanischen Rössern immer wieder freien Lauf gewähren. Bereitwillig
und freudig traben sie an – hier fühlen sie sich so richtig wohl ;-)
Hätten wir es vorher gewusst – wir hätten
in Lessive, im „Le Vieu Lessive“ eine Rast eingelegt.
Malerisch und
ursprünglich und nicht so überlaufen vom Tourismus wie in Han-sur-Lesse, wo wir
uns „mit Grausen abwenden“ ;-) und gleich nach La Roche-en-Ardenne
weiterfahren.
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| Google-Street-View 2009 |
Weniger voll ist es dort natürlich auch
nicht, aber hier kennen wir uns bestens aus und wissen genau, wo wir einen
Kaffee mit Blick auf die Ourte und die historischen Burgruine bekommen.
Nun „fließen“ wir mit der Ourthe nach Nord-Westen,
durch Hotton und Durby – „Die kleinste Stadt der Welt“.
Bei Bomal verlassen wir das mittlerweile schon nicht mehr so kleine Flüsschen, wenden uns nach Osten und folgen schon bald dem Lauf der Lienne. Aber auch dieses liebliche Flüsschen verlassen wir schon bald wieder, überqueren noch einmal die Amblève und erreichen über La Gleize die „Domaine de Berinzinne“. Dass das Besucherzentrum des Naturparks um 19 Uhr bereits geschlossen ist war schon klar, aber wir brauchen jetzt eine kleine Pause und Erfrischungen hat ja jeder noch in seinem Topcase dabei.
Bei Bomal verlassen wir das mittlerweile schon nicht mehr so kleine Flüsschen, wenden uns nach Osten und folgen schon bald dem Lauf der Lienne. Aber auch dieses liebliche Flüsschen verlassen wir schon bald wieder, überqueren noch einmal die Amblève und erreichen über La Gleize die „Domaine de Berinzinne“. Dass das Besucherzentrum des Naturparks um 19 Uhr bereits geschlossen ist war schon klar, aber wir brauchen jetzt eine kleine Pause und Erfrischungen hat ja jeder noch in seinem Topcase dabei.
Die Rue de Barisart ist die wohl schönste Strecke um in die alte Bäderstadt Spa hineinzufahren um dann, auf der
Rue Royale, einen Blick auf das prächtige Casino werfen zu können, bevor man Spa wieder Richtung Balmoral verlässt.
Hinter Jalhay stürzen wir uns die breit
ausgebaute Straße von der Barage de la Gileppe ins Tal der Vesdre nach Eupen.
In Eynatten ist es dann wieder die E40, die uns zügig in unsere Heimat trägt,
die wir alle, nach rund 450 Kilometern, wieder wohlbehalten erreichen.
Hinter uns eine Reise voller einzigartiger Eindrücke
und Erlebnisse, durch anmutige Landschaften mit einem erstaunlichen Reichtum an
Schlössern, Gärten, Klöstern und Uferpromenaden.Herzlichen Dank an meine Mittourer für den schönen Tag im sonnigen Belgien und für Birgits schöne Bilder.
Die Datei zur Tour gibt's - etwas später - "HIER"
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| Erstellt mit Tyre und Google |
Viel Spaß & tolle Touren wünscht HerBert ;-)



























