Juni
2016 – „Auf der Silvretta Hochalpenstraße“
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| Speichersee Kops |
7:00
Uhr – mein Handy spielt „Inspiration“ mit seiner Weckfunktion. Das wirkt.
Schnell aus dem Bett und aus dem Fenster geschaut – das geht – unsere erste
Tour in die Tiroler Alpen können wir heute beruhigt starten. Ist aber auch gar
keine Frage, wir fahren ja mittlerweile bei jedem Wetter ;-) Wirklich bei
jedem? Na gut, bei Neuschnee hinter einem Schneepflug und bei Schneetreiben um
die 0 Grad sind wir, ehrlich gesagt, doch noch nicht unterwegs gewesen. Aber
was noch nicht war, das kann ja noch kommen :-)
Ab
8:00 Uhr treffen so nach und nach alle am Frühstücksbuffet ein. Was für eine
Auswahl – morgen treffen wir uns schon um 7:30, da sind wir uns alle einig,
dann können wir länger genießen.
Kurz
vor 9 Uhr breitet sich in der großen Garage, in der an die 20 Motorräder
stehen, fröhliche und erwartungsvolle Aufbruchsstimmung aus. Da wird die
heutige Route aufs Navi geladen, Helme aufgesetzt und Handschuhe angezogen
SAM
nimmt Platz in Brigittes Tankrucksack
und ist mit Schutzbrille und Kopfbedeckung bereit für die Abfahrt
Kurzfristig
gibt’s noch Aufregung im Hintergrund – Ute hat aus Versehen die Tourdatei Nauders_01_Silvretta.itn
gelöscht. Macht aber nichts – wir werden uns hier schon nicht verlieren
Draußen stehen wir in einer Reihe und als Thomas aufschließt und mir zunickt sind alle
Maschinen abfahrbereit und es geht los zu unserer ersten Alpentour
Schon
ein schönes Gefühl, mit einer Gruppe von 10 Bikes langsam durch Nauders enge
Gassen zu fahren. Links gleitet später der Gasthof Lamm an uns vorbei – manche
Dinge brauchen halt etwas länger ;-)
Unser
Start in die Tiroler Bergwelt, mit ihren kurvenreichen Pässen, den
atemberaubenden Panoramastraßen und eisigen Gletscherstraßen, liegt heute nordwestlich
von Nauders. Unser Hauptziel ist die „Silvretta-Hochalpenstraße“ –
„Pflichtprogramm" aller Alpentouren. Weitere Ziele sind der Arlbergpass, die
Stadt Bludenz im Montafon, die Bartholomäberg-Panoramastraße, das Zeinisjoch,
der Stausee Kops und die hochgelegenen, einsamen und kleinen Sträßchen bei
Kappl, Perpat und Langesthei
Zuerst gibt es aber an der BP noch preiswerten Treibstoff für unsere mechanischen
Gefährten – einige waren ja mit fast leerem Motorradtank auf dem Hänger
angereist – spritsparend für die Zugmaschine :-)
Über
ein paar schöne Kurven geht es aus Nauders hinaus. Die Fahrt geht durch einige Tunnel und entlang von mit Galerien geschützten Berghängen. Bei Pfunds überqueren wir den Inn, der hier der Grenzfluss
zwischen Österreich und der Schweiz ist. Wir folgen dem wilden Fluss in
weiten Schwüngen durch sein weites schönes Tal bis Landeck
Am
Berg haben sich dunkle Regenwolken festgesetzt – es ist zwar nicht mehr weit
bis zum Arlbergpass – aber ohne Regenkleidung wird das wohl nichts
Also ran an
die nächste Tankstelle und, wer seinem Goretex nicht so ganz vertraut, zieht
im Schutz der Überdachung seine Regenkleidung über
Wie wir schnell feststellen
sind die Schauer hier zwar heftig, aber kurze Zeit später scheint dann auch
schon wieder die Sonne
Nach
1,5 Std. Fahrzeit erreichen wir den Arlbergpass *** / SG2 von 5. 9
Spitzkehren führen uns hinauf auf 1793m. Mit 12% Steigung gehört er
fahrtechnisch eher zu den leichten – landschaftlich aber zu den schönen Pässen
Leider nimmt die sehr gut ausgebaute und breite Straße ein wenig vom Gefühl, einen Pass überquert zu haben. Da
es neben der Passstraße auch noch eine Schnellstraße mit Tunnel gibt, genießen
wir Biker wenigstens unseren Trip bei deutlich geringerem Verkehrsaufkommen als
es die Dosen haben ;-)
Ein
kurzer Stopp, ein Besuch im Souvenirladen – aber leider gibt es das hier nicht
mehr, was ich gerne besorgen wollte :-(
Noch
tröpfelt es ein wenig, aber das kann uns nicht die Freude an dieser tollen
Landschaft trüben.
Die gute Laune ist ja immer mit uns unterwegs :-)
90 Minuten später stellen wir unsere Bikes auf dem Parkplatz in Bludenz ab
Das sollte für einen Bummel durch die Stadt wohl reichen
Die Regenkleidung haben wir auch schon wieder wegpacken und bei schönstem Wetter streifen wir durch die verwinkelten Gassen und romantischen Laubengänge der schönen, jahrhundertealten Alpenstadt Bludenz
Was mag es wohl "Feines für den Gaumen" bei Doris geben?
"Altes Rathaus" von Bludenz
Die verkehrsfreie Altstadt mit ihren Cafés, Restaurants, Arkaden und prächtigen Bürgerhäusern läd zu einer ausgiebigen Pause ein.
Arkaden und Kunst
In
Sankt Anton im Montafon soll es einen 30m hohen Wasserfall geben – den
versuchen wir zu finden ;-) Die Sträßchen werden immer schmäler und schlussendlich
verweigert uns ein Sperrschild die Weiterfahrt. Während wir noch unschlüssig
mit unseren Bikes so herumstehen kommt ein Anwohner auf uns zu und bietet freundlich an, dass wir unsere Bikes auf seinem Hof abstellen können um dann den
restlichen Weg zum Wasserfall zu Fuß zurückzulegen. Äääm – sooo wichtig
ist uns dann doch kein Wasserfall, dass wir dafür unsere Rösser verlassen
würden :-)
Wir bedanken uns herzlich – er winkt uns zu – und ein wenig später
sehen wir den Wasserfall in einiger Entfernung an uns vorbeiziehen – einer von
noch ganz vielen des heutigen Tages
Jetzt
geht es auf einen fahrerischen Geheimtipp im Montafon. Bei Sankt Anton steigen
wir auf die „Panoramastraße Bartholomäberg“
**** auf.
Über kurvenreiche Höhenlagen erleben wir prächtige Ausblicke auf
das Montafon und die umliegenden hochalpinen Gipfelwelten.
Ein wirklicher
Geheimtipp – nicht ein einziges anderes Bike begegnet uns auf dieser tollen
Strecke
Die
kurvenreiche Fahrt begeistert uns auf einer Länge von 26km mit ihren 33 Kehren
und führt uns auf ihre Passhöhe, die „Silvretta-Bielerhöhe“, von 2036m
Brigitte und ThomasB fahren von der Mautstelle schon mal hoch und schießen in den Kehren einige Fotos von uns – klasse, das hatten wir auch noch nicht
Auf dem Scheitelpunkt, mit dem „Silvrettasee“ direkt an der Flanke des berühmten Piz Buin, legen wir, bei 10°C und in den Wolken, eine Pause im „Restaurant am Silvrettasee“ ein.
ThomasB" lauert uns auf" :-)
Schöne Kurven - guter Belag
Brigitte und ThomasB fahren von der Mautstelle schon mal hoch und schießen in den Kehren einige Fotos von uns – klasse, das hatten wir auch noch nicht
Auf der Bielerhöhe warten Brigitte und SAM auf uns
Fotoshooting Parkplatz Bielerhöhe
Auf dem Scheitelpunkt, mit dem „Silvrettasee“ direkt an der Flanke des berühmten Piz Buin, legen wir, bei 10°C und in den Wolken, eine Pause im „Restaurant am Silvrettasee“ ein.
Der
Blick vom Holzhaus auf den See ist schon etwas Besonderes. Unwirklich und
beeindruckend, besonders bei der heutigen Wetterlage.
Angler an der Silvretta-Straße
Noch
sind die besonderen Eindrücke auf unserer Silvrettarunde nicht zu Ende – auf unserem
Weg von der Bielerhöhe herunter biegen wir nach links ab zum weniger bekannten „Stausee
Kops“
Nicht
nur der Ausblick auf den von Bergen umgebenen Speichersee lohnt einen Abstecher
zum „Zeinisjoch“
*** / SG2-3 von 5
Der Stausee Kops ist dann der Höhepunkt. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter bis zum Aussichtspunkt – was für ein Panorama!!!
Die Strecke bietet sehr schöne Ausblicke ins Paznauntal
und ins Montafon
Hier stürzen sich einige beeindruckende Wasserfälle ins Tal
SAM am Aussichtspunkt Speichersee-Kops
Der Stausee Kops ist dann der Höhepunkt. Vom Parkplatz aus sind es nur wenige Meter bis zum Aussichtspunkt – was für ein Panorama!!!
Zurück
auf der Silvretta Straße folgen Mathorn und Ischgel im Paznauntal. Bei Ulmich
geht es noch einmal nach links hinauf in die Berge
Man könnte glatt meinen, dass wir hier um Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt wurden – ein beeindruckender Ritt mit tollen Ausblicken
Dort verbinden kleinste,
romantische Wege die Bergdörfer Kappl, Perpat und Langesthei
Man könnte glatt meinen, dass wir hier um Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt wurden – ein beeindruckender Ritt mit tollen Ausblicken
Bei
Sessleben sind wir dann wieder im Tal der Trisanna, die mit uns zusammen in
Landeck am Inn ankommt
Jetzt
noch zügig den Inn hinauf bis Pfunds, dann an der BP in Nauders schon mal die
Tanks für die morgige Tour gefüllt. Wow, wie sehen unsere Bikes denn aus! Über
und über mir grauem Staub bedeckt. Das muss dann halt für die nächsten Tage
so bleiben – Passt schon :-)
Gefahren:
280 km von 9:00 bis 17:30 Uhr
Fahrtrichtung
der Tour: Für mich genau richtig
Schwierigkeit:
Kein Problem, wenn man sein Motorrad beherrscht
Glossar
Spaßfaktor nach „Alpenrouten“
*Naja **Ganz nett ***Hinfahren lohnt sich ****Ein Highlight *****Absolut grandios
Schwierigkeitsgrade nach „Denzel“
SG1 Strecke sehr leicht, SG2 Strecke ohne nennenswerte Anforderung SG3, Strecke
erfordert Erfahrung im Gebirge
Zwischen Perpat und Langestei schließen die Online-Tourenplaner die Strecke
nicht. Mit TomTom gibt es dort aber keinerlei Problem
Online-Tourenplaner wie z.B. Google
Mapps und MotoPlaner in den Wintermonaten
Bei
Verwendung von Online-Tourenplanern werden die Rundtouren bei gesperrten Pässen
und Strecken, wie z.B. in den Wintermonaten, nicht wie geplant dargestellt.
Navis im Offline-Modus stellen die geplante Route dagegen richtig dar.
Die Datei zur Tour gibt’s – HIER
Viel
Spaß & tolle Touren wünscht HerBert :-)









































