Seit Tagen beobachten über 100 Bikerinnen und Biker besorgt die
Wettervorhersagen für den 03.05.2015 für das Bergische Land.
An diesem Sonntag wollen wir die SET2015, die SaisonEröffnungsTour der WestSideBiker fahren.
Im vergangenen Jahr musste die Tour leider wegen sehr
schlechten Wetterbedingungen abgesagt werden – und einen Tag vor unserer
diesjährigen Tour sieht es wieder nicht gut mit den Vorhersagen aus.
Mit 17 Gruppen und über 100 Bikerinnen und Bikern soll es
ins Bergische Land gehen, in die Heimat unserer WSBikerin Marion – Nickname Teddy – die diese
Tour bis ins Kleinste durchorganisiert hat.
Tagelang ist sie die von ihr geplanten Touren abgefahren
um den Tourguides für unsere Cruisergruppen, Normaltourer und Normal+ Tourer die
entsprechenden Routen für den MotoPlaner zur Verfügung zu stellen.
Nebenbei bemerkt ist Teddy überzeugte Landkartenfahrerin
– umso mehr ein Lob für ihre einwandfreien Tourdateien, die die Guides problemlos für
ihre Navis konfigurieren konnten.
Und nun diese unguten Wettervorhersagen. Verständlich,
dass es am Abend vorher Absagen hagelt.
Nach Rücksprache mit meinem Wetterguide Thomas entscheiden
wir uns, dass unser Team am Sonntagmorgen auf jeden Fall ins Bergische Land
aufbrechen wird – denn „Da draußen wartet eine tolle Tour auf uns“ ;-)
Am nächsten Morgen sieht es auch erst einmal ganz gut aus. Einige, die am Vorabend abgesagt haben, wollen nun doch versuchen wenigstens bis zum Mittag bei der Tour dabei zu sein.
Um 07:30 Uhr geht es für Birgit & Thomas, ThomasK und
mich in Erkelenz los.
Auf nach Polo in Jüchen, wo wir auf unsere
Mönchengladbacher –
Christine,
Günter
und Helmut treffen.
Am RedHot sind auch schon einige andere Biker angekommen,
um von dort aus nach Burscheid bei Leverkusen zu
starten.
Unser „alter“ Bikerkumpel – Schrauberkönig Uli – und seine Sozia Dagy
begleiten unser Team von Polo aus –
begleiten unser Team von Polo aus –
ihr Kapitän hat bei den Wettervorhersagen abgesagt.
Immer eine schwere Entscheidung für den Tourguide :-(
Um 08:00 fährt auch unsere Gruppe in Richtung Sammelplatz in
Burscheid los.
Mit 7 Bikes sind wir heute unterwegs – eine gute Größe für die
zu erwartenden Wetterbedingungen.
Aber zunächst bleibt noch alles trocken – manchmal bricht
sogar ein wenig die Sonne durch.
Die 60 Kilometer Schnellstraßen- und Autobahnfahrt führt
uns über die A1 und die Leverkusener Brücke, die wegen dringender Reparaturarbeiten
seit einiger Zeit für LKWs gesperrt ist. Ein wenig unwirklich sieh das Ganze hier
aus.
Zeitig treffen wir am Buswendeplatz, an der Ausfahrt
Burscheid ein. Noch ist hier nichts los und wir tanken unsere Bikes erst noch
einmal an einer der beiden Tankstellen auf. So sollten wir unsere Runde durchs
Bergische wohl ohne einen weiteren Tankstopp fahren können.
So nach und nach treffen die Teilnehmer der SET2015 am
Sammelplatz ein – auch ein tolles Erlebnis, wenn sich der Platz immer mehr mit unseren Maschinen füllt.
Und es ist schon eine tolle Sache, „Alte Bekannte“ zu treffen und mit ihnen ein paar Worte über Früher & Heute und über
Dies & Das zu wechseln.
Immer wieder Eindrucksvoll – Markus – unser Maex vom RegioTourenTreff
Beim Briefing ruft Marion die Tourguides und ihre Gruppen auf um festzustellen, wer von den unerschrockenen Bikerinnen und Bikern noch
übrig geblieben ist.
Bei solchen Gelegenheiten schnellen ja gerne schon mal die
Krankmeldungen in die Höhe, häufen sich die technischen und elektrischen
Probleme an den Maschinen – und auch sehr schön – wo gestern noch genügend
Reifenprofil für gut 2.000 Kilometer vorhanden schienen, da ist heute der
Schluppen plötzlich blank :-D
Doch immerhin - 12 Gruppen mit ca. 90 Bikerinnen und
Bikern wollen sich Marions Bergisches Land-Event nicht nehmen lassen.
Um 10:00 starten dann, nach Marions ausgeklügeltem Plan,
die einzelnen Gruppen zu ihren Touren durchs Bergische Land.
Über kleinste und feinste Strecken führt uns unsere 100
Kilometer lange Vormittagsrunde vorbei am Altenberger Dom, über Lindlar,
Engelskirchen, Waldesruh und Sonnenberg bis zur Aggertalsperre.
Zwischendurch
auch mal ein kleiner Stopp in freier Natur.
Weiter geht es vorbei an Meinerzhagen und Kierspe bis
nach Agathaberg zur dortigen „Dorfschänke“
12 Uhr Mittag – wir fahren an der Kirche vorbei und die
Glocken fangen an zu läuten – Thomas: Das kann doch kein Zufall sein :-)
Extra für uns reservierte Parkplätze warten neben der
Dorfschänke auf uns.
Der Sohn des Wirtes persönlich hält für uns die
Absperrung hoch – einfach toll!!!
In der Dorfschänke ist der Name Programm – eintreten und
wohlfühlen.
Erinnerungen an alte Zeiten werden hier wach. Vorne die
gut besuchte Kneipe mit gutgelaunten und redseligen Gästen und gleich rechts
der kleine und der große Saal.
Für uns ist der große Saal reserviert und alles ist
vorbildlich organisiert. Beim Eintritt werden wir nach unserem Team-Namen
gefragt und schon kurze Zeit später hat jeder sein leckeres Essen vor sich
stehen.
Dank Vorbestellung aus einer reichhaltigen Speisekarte klappt alles bestens und reibungslos.
Dank Vorbestellung aus einer reichhaltigen Speisekarte klappt alles bestens und reibungslos.
Hier zeigt der Daumen eindeutig nach oben für das Team
der Dorfschänke Agathaberg.
Zum Start der Nachmittagsrunde, die uns zum Kaffee nach
Radevormwald bringen soll, überlegen wir kurz, ob wir bei der geplanten Strecke
von 160 Kilometern bleiben, oder ob wir lieber eine kürzere Strecke
wählen wollen.
Da es aber immer noch trocken ist, entscheiden wir uns
für die geplante Strecke mit der Option, bei einsetzendem Regen die Tour
abzukürzen.
Mit schönen Waldwegen geht es gleich nach der
Mittagspause weiter. Leider setzt bald darauf auch der angesagte Regen ein –
nicht stark – aber beständig.
Auf der Talbeckestraße von Dahl nach Becke geht es plötzlich
nicht mehr weiter.
Eine Absperrung, Absperrbänder und Streckenposten machen die
Strecke für uns unpassierbar.
Zum Glück für uns – denn nun hören wir unten auch schon das
Röhren der Motoren eines Autorennens,
dem diese Sperrung gilt. Da wollen wir
lieber nicht dazwischengeraten ;-)
Also wenden wir und suchen uns einen anderen Weg nach
Lautenbach.
Wir genießen die schönen Bergischen Landschaften und
Dörfer nun mit angepasster Geschwindigkeit
an die nassen Straßen – und Achtung –
da ist auch schon eine Laserkontrolle direkt vor uns.
Aber nichts passiert, wir waren genau in der Toleranz.
Die Polizisten tuen mir schon ein wenig Leid, wie sie da
im Regen stehen und am Sonntag
für unsere Sicherheit ihren Job tun. Ohne sie wäre unser
aller Leben schon öfter mal in Gefahr.
Eines muss ich auch noch los werden!
Liebe Autofahrer.
Einfach mal daran denken, dass eine Bikergruppe zusammengehört.
Wie es der Name Gruppe schon eindeutig sagt.
Einfach mal im Kreisverkehr auf die Vorfahrt verzichten und die komplette Gruppe durchlassen -
wir werden es euch mit einem freundlichen Gruß danken ;-)
Da Uli und Dagy zunehmend mit ihrem wegrutschenden
Hinterreifen zu kämpfen haben,
schließen sie sich an der Aggertalsperre einer
Cruisergruppe an,
die schon auf dem direkten Weg zum Kaffeestopp ist.
Wir
anderen möchten noch gerne eine Zeitlang der Tourstrecke folgen um erst später den kürzeren Weg nach Radevormwald einzuschlagen.
Um 15:30 landen wir dann auch, im immer stärker werdenden Regen, über kurvenreiche und sehr
schöne Strecken, an unserem Kaffeestopp „Zur Grüne“
in Radevormwald.
Uli & Dagy sind schon sicher hier angekommen und noch einige andere haben beizeiten die Abkürzung ins Trockene und Warme
genommen.
Auch hier ist der Kuchenvorrat unseren Wünschen
entsprechend vorbestellt worden.
Die Kuchenstücke sind erfreulich groß – die Bedienung
superfreundlich –
Die Stimmung ist dementsprechend :-)
Der Regen hat nun so zugelegt, dass kein Weg mehr an
der Regenkombi vorbei führt.
Auch mit Touren ist jetzt nichts mehr – wir wollen auf
geradem Wege nach Hause.
Ein großer Vorteil unserer Navis – sie führen uns mit
absoluter Präzision nach Hause, ohne dass wir im starken Regen noch lange nach
dem richtigen Weg suchen müssen.
Vor der Leverkusener Autobahnbrücke stehen wir im Stau
und fahren Stopp & Go im Regen.
Doch was soll‘s!
Wir sitzen trocken in unserer Regenkombi,
haben einen schützenden Helm auf dem Kopf
und freuen uns, dass wir diesen tollen Tag nicht zu Hause auf der Couch verbracht haben –
Wir sitzen trocken in unserer Regenkombi,
haben einen schützenden Helm auf dem Kopf
und freuen uns, dass wir diesen tollen Tag nicht zu Hause auf der Couch verbracht haben –
Danke an die Gefährten, die mich wieder einmal durch
Dick und Dünn begleitet haben, auf die ich mich wie immer verlassen kann :-)
Danke Birgit, für deine schönen Bilder, die bei
Regenwetter ja auch nicht so einfach zu schießen sind :-)
Und sonst noch:
Gegen 19:00 steht meine "X", nach 410 erlebnisreichen Kilometern, wieder sauber in der Garage
Die Daytona Travel-Star haben gehalten was sie versprochen haben – meine Füße sind warm und trocken :-)
Dafür habe ich aber nasse Hände – jetzt ist ein neues Paar Handschuhe fällig
Viel Spaß & tolle Touren wünscht – Westward
















