Sonntag, 6. März 2016

„Eine Himmelsstiege mit toller Aussicht“


Halde Carl-Alexander-Park in Baesweiler

Fernsehen kann zu ganz schön schweißtreibenden Ausflügen animieren ;-)

Zurzeit ist im Vorspann der Lokalzeit Aachen die imposante Aussichts-Plattform der Halde Carl-Alexander-Park in Baesweiler zu sehen. Grund genug, sich diese Anlage einmal aus der Nähe anzusehen – ist ja auch nicht so weit.
Eine kurze Planung, wo es lang gehen soll und wo ein geeigneter Platz für meine „X“ zu finden ist, und schon geht es los.
Es geht durch weites, flaches Ackerland und durch kleine Ortschaften mit lustigen Namen wie Würm, Prummern, Floverich und Loverich.
Dann bin ich auch schon in Baesweiler am Kreisverkehr mit dem Löwen und wenig später steht die „X“ auch schon an der Halde am Carl-Alexander-Platz.


Feuerrot und ganz schön schräg ragt das Berg-Foyer als architektonischer Blickfang des „Carl-Alexander-Parks“ in die Höhe.
Von hier aus erwartet mich der Einstieg zu einer interessanten Klettertour auf die Halde der ehemaligen Zeche Carl-Alexander, die 1975 geschlossen wurde. Der Park wurde zur Euregionale 2008 angelegt und macht auf mich einen durchdachten und gepflegten Eindruck.




Nachdem ich zuerst das Bergfoyer erklommen habe geht es zunächst schräg über einen Schwebesteg in 10 Metern Höhe und erst dann folgen 270 Stufen den Berg hinauf.




Aber nicht nur so einfach und einfallslos aneinandergereihte Stufen, sondern zickzack in abwechselnden Richtungen, unterbrochen von Podesten und Sitzplätzen auf denen man eine Pause einlegen kann um die Umgebung und die Natur rundum zu betrachten.




Einer der Plätze ist schon von einem jungen Pärchen belegt – eine gute Investition in die Zukunft, meine ich ;-)




Weiter steil hinauf - schon ein wenig schweißtreibend in meiner Motorradkluft! Zum Glück habe ich wenigstens den Helm bei der "X" gelassen.




Oben angekommen führt mich ein schnurgerader Weg über den Kamm der Halde, an deren Seiten, rechts und links, der Berg schräg abfällt.




Hier oben ist die Natur schön kräftig dabei, sich ihr „Revier“ im schwarzen Gestein zurückzuerobern.




Gräser, Farne, Blumen, Sträucher und kleine Bäume bieten reichlich Lebensraum für allerlei kriechende, summende und flatternde Lebewesen.




Als Höhepunkt des Aufstiegs erreiche ich das Bergplateau auf 80 Höhenmetern und ein toller Fernblick tut sich auf.




Eine beeindruckende stählerne Konstruktion ist dort oben im Berg verankert, mit eindeutigen Bezügen zum ehemaligen Bergbau an diesem Ort.




Die erneuerbaren Energien, wie die Windkrafträder am Horizont, haben die fossilen Energien dieser Region inzwischen weitestgehend verdrängt.




 Weit geht der Blick von der halbrunden roten Kanzel in die Region hinein. In der Ferne zeichnet sich die Eifel am Horizont ab.




Auch andere Halden ehemaliger Zechen des Kohlereviers, bis nach Süd-Limburg hinein, prägen das eindrucksvolle Panorama.




Auf Edelstahltafeln ist eingraviert, welche Städte und Orte in den verschiedenen Himmelsrichtungen zu erahnen sind.




An einer extra dafür gedachten Tafel haben Verliebte sich ihre innige Verbundenheit mit einem der vielen bunten Schlösser gesichert. Man sollte meinen, wer dazu bis hier oben klettert, der meint es auch ernst ;-)




Für den Weg zurück wähle ich den Bergpfad, der mich über gut einen Kilometer, in sanften Kurven, um den Berg herum zum Ausgangspunkt zurückführt.
Im „Bistro“ des Bergfoyers hätte ich gerne noch einen Kaffee getrunken, aber heute war dort leider geschlossen. Also geht es zurück zu meiner „X“ und dann nach Hause auf einen Kaffee – ist ja nicht so weit :-)
Ein Ausflug von ca. 50 km, der sich zu 100% gelohnt hat.





Viel Spaß & tolle Touren
wünscht
HerBert ;-)




Kommentare:

  1. Toll, Herbert! Solche Ausflüge in die Umgebung sind doch auch schön. Ohne Deinen Bericht hätte ich nie davon erfahren und so habe ich vielleicht mal die Gelegenheit dort vorbei zu schauen, wenn ich in der Gegend bin.

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  2. Ja, es müssen nicht immer die ganz weiten Touren sein, in der nähreren Umgebung finden sich so viele schöne Orte, die man unbedingt erkunden muss.
    Diese Halde könnte ich mir auch vorstellen zu besuchen, die Plattform und der Steg sehen so aus, als würde selbst ich mit meiner Höhenangst dort zurechtkommen.

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