Sonntag, 7. Februar 2016

"Lahntour"

August 2015

Das ist ja toll – einmal nicht die Regensachen einpacken zu müssen, nicht mal nur so zur Sicherheit ins Topcase – denn das wird der perfekte Sommertag – laissez faire für unseren Wetterguide ;-)

Auch wenn es wieder einmal eine Tour mit gut 500 Gesamtkilometer wird, unsere heutigen Ziele "Entlang der Lahn" lohnen jede Mühe.

Ob Limburg an der Lahn, Bad Ems, Nassau, Montabaur, das Gelbachtal  oder die Marksburg – jedes unserer Ziele ist für sich schon sehenswert und diese Reise wert.

Und dann haben wir da noch, an der Aussichtsstelle Kördorf, ein Treffen mit Ralf aus dem Honda NC-Forum. Ralf hat sich freundlicherweise angeboten, mit uns eine Insider-Tour durch Limburg an der Lahn zu fahren!!!


Um 08:30 Uhr geht es an der Raststätte Bedburger Land an der A61 los, die wir nach einer Stunde bei Burgbrohl wieder verlassen. 


Erst mal zu Penny ;-) Bäckereien in Discountern und Baumärkten sind ein toller Stopp für unterwegs - und in fast jedem größeren Ort vorhanden.


In Burgbrohl bieten die freundlichen Mitarbeiterinnen der Bäckerei Hoefer Kaffee, Kuchen und Teilchen an – alles, was man an einem frühen Tour-Morgen so braucht ;-)


Weiter geht's durch das schöne Brohltal und auf Teilen der "Vulkanpark-Route"Ein kurzes Stück geht es dabei auch an der Strecke der historischen "Brohltalbahn" entlang, die hier sehr bekannt und beliebt für Wochenendausflüge ist.


Wen wunderts, dass hier die Häuser mit dem reichlich vorhandenen Vukangestein gebaut sind.

Koblenz zeigt sich zunächst von der industriellen Seite – aber dann wird es schöner.


Es geht über die Rheinbrücke mit Blick auf die "Festung Ehrenbreitstein". Ein Bummel durch die Altstadt, "Das Deutsche Eck" und die Festung Ehrenbreitstein sind für mich immer ein besonderes Erlebnis.


Seit der Landesgartenschau 2011 führt eine Seilbahn vom Deutschen Eck bis zur Festung hinauf. Eigentlich sollte sie nach der Gartenschau wieder demontiert werden. Das wäre aber doch zu schade gewesen.


Einen Bericht und interessante Fotos der Festung Ehrenbreitstein gibt es von der Bloggerin MotoMinya in ihrem Beitrag "Hinter Festungsmauern"


Nachdem wir in Koblenz den Rhein überquert haben, ist es ab "Bad Ems", dem Kurbad mit Geschichte, die "Lahn", der wir weiter folgen.


Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber hier kommt mir noch so einiges bekannt vor.


Ein paar schöne Tage und Ausflüge auf der Lahn mit Freunden hatten wir damals im "Häcker's Hotel Bad Ems"



Später erreichen wir Nassau.
Nassau ist Stammort der noch heute regierenden Grafen von Laurenburg, die bei der Befreiung der Niederlande mitwirkten. An die Vergangenheit erinnert die Burg Nassau, deren Ruine in den 80er Jahren restauriert wurde.


Wir nähern uns dem Treffen mit Ralf, den wir schon von weitem auf dem Aussichtpunkt Kördorf ausmachen können.


Was für ein tolles Gefühl :-)


Wir sind hier 200 km von Zuhause entfernt und am Aussichtspunkt mit Tischen und Bänken wartet ein Biker auf uns mit einem Korb voller Gebäck, Kaffee und Getränken.


Ein toller Platz mit schöner Aussicht ist das hier, an dem Ralf uns herzlich begrüßt.


360° Rundumblick, bis weit in den Westerwald und Taunus hinein.


Schön ist‘s auf der Höhe an der Allee zur Höchst, und toll verpflegt werden wir hier von Ralf.


Nach dem Picknick folgen wir mit unseren Bikes Ralfs voll beladener Vespa hinunter nach Kördorf.


Dort holt er seine Honda NC700S aus der Garage und los geht es auf „Insider-Tour“ nach Limburg.

Auch mal eine schöne Erfahrung für mich, dem Guide zu folgen :-)




Eine tolle Gegend ist das hier, und immer wieder begleitet uns die Lahn.



Auch eine Menge Kanuten nutzen den schönen Tag auf dem Wasser.


Besonders schön sieht es in Balduinstein aus, nachdem wir die Lahn über die dortige Brücke überquert haben.




Dort werden wir noch einmal hinfahren und einen Pausenstopp direkt an der Lahn, unterhalb der Burgruine einlegen.




Limburg, die großartige Fachwerkstadt an der Lahn


Schon lange bevor Tebartz van Elst die alte Stadt an der Lahn in die Nachrichten brachte - war Limburg, seit dem 13. Jh., mit ihrem Wahrzeichen, dem roten Dom mit seinen sieben Türmen, eine berühmte und gerne besuchte Stadt.


Imposant reckt sich das romanisch-gotische Meisterwerk in den Himmel, ein Anblick, dem sich niemand entziehen kann, egal aus welcher Richtung er sich der Stadt auch nähert.


Ohne Zoll und Aufenthalt überquert man heute die alte steinerne Brücke über die Lahn.
Das war nicht immer so leicht. Schon im Mittelalter war die alte Lahnbrücke eine wichtige Handelsverbindung zwischen den Städten Köln und Frankfurt. Als erste steinerne Brücke Deutschlands machte sie Limburg durch ihre Zolleinnahmen reich.


Die Zweiradparkplätze auf der Graupfortstraße, nicht weit von der Altstadt, sind mit Baustellen-Schildern und Barken zugestellt. Dann stellen wir unsere Bikes halt dazu. Wie es aussieht, wird hier heute sowieso nicht mehr gearbeitet.


Nur ein paar Sträßchen weiter sind wir auch schon in der romantischen "Altstadt" mit ihren historischen Gebäuden und schönen Fassaden rund um den Fischmarkt.


Und natürlich gibt es für die vielen Reisenden zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen man sich von der Reise erholen und dem geschäftigen Treiben gelassen und entspannt zusehen kann.




Das schon im Netz ausgespähte Restaurant „Don Camillo“ stellt sich als passend für uns heraus und man ist redlich bemüht, unseren Hunger und Durst gebührend zu stillen.




Anschließend nimmt Ralf uns auf eine Führung durch die Limburger Altstadt mit und erzählt so manches zu den eindrucksvollen Häusern wie das Werner-Senger-Haus von 1250, das etwa gleich alte Haus Römer 2-4-6 und vom "Säuferbrunnen", direkt auf dem Plötze neben dem Don Camillo.


Steil führt uns nun der mit altem Kopfstein gepflasterte Weg hinauf zum Limburger Dom.



Am Domplatz liegt auf der rechten Seite das „Diözesanes Zentrum St. Nikolaus“ , das einige Jahre für negative Schlagzeilen sorgte.


Der Dom selbst ist in seinen Ausmaßen deutlich kleiner, als ich ihn mir vorgestellt hatte, aber doch sehr eindrucksvoll.


Ralf nimmt uns noch mit auf die linke Seite des Doms, von der aus man einen guten Blick auf die alte und die im Bau befindliche neue Brücke der A3 hat. Dort werden sicherlich mehr Millionen verbaut, als durch den ehemalige Bischof der Stadt ;-)

                         
Von Limburg aus geht es nach Montabaur


Der im südlichen Westerwald gelegene Fremdenverkehrsort, mit seinen Schiefer-verkleideten Fachwerkhäusern aus dem 16./17. Jh. und den Stadtmauer-Resten mit dem Wolfsturm, beeindruckt durch seine Kleinstadtidylle.


Durch das Gelbachtal


25 Kilometer Urlaubsstimmung - das ist das Erlebnis für Biker bei einer Fahrt durch das romantische Gelbachtal  zwischen Montabaur und Nassau.


Kein Wunder, dass die vielen tollen Kurven inkl. zweier schöner Spitzkehren das Tal zu einem beliebten Ziel bei Motorradfahrern gemacht haben.


Links und rechts begrenzen grüne Wiesen den Bachlauf, Wald wechselt mit  Weideflächen und kleine Dörfer liegen romantisch in der natürlichen Landschaft.


In großen und kleinen Schwüngen folgen wir dem Gelbachtal - Ein Muss für jeden Biker.


Bei Obernhof mündet der Gelbach in die Lahn und kurze Zeit später sind wir auch schon wieder in der Nähe von Ralfs Wohnort, wo sich unsere Wege auf dieser tollen Limburg-Gelbachtal-Runde wieder trennen.
Ein Handschlag, wir winken uns zu und schon sind wir hinter dem nächsten Hügel verschwunden.


Über Miehlen und Dachsenhausen geht es hinunter zum Rhein wo wir mit unseren Rössern den steilen Aufstieg zur „Marksburg“ wagen.


Die Marksburg ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Höhenburg oberhalb der Rheinland-Pfälzischen Stadt Braubach am Rhein. Sie steht auf einem Schieferkegel in 160 Meter Höhe und ist die einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein.
Da wir nicht mehr wirklich im Zeitplan sind, wählen Christine und Günter den schnelleren Heimweg über Koblenz zur A61, während wir unsere Reise Rhein-aufwärts fortsetzen.


Warten...warten...warten...

....dann geht es mit der Fähre über den Rhein nach Boppard.


Durch das kurvige Mühlental fahren wir die L207 hinauf bis wir in Sichtweite der Burg Thurant die Mosel bei Löf überqueren.


Im Moselort Hatzenport geht es dann rechts ab -



und wir schlagen uns wieder einmal erfolgreich durch das verwunschene "Schrumpftal" – immer ein tolles Erlebnis.


Links rum? :-)



Dann doch lieber zum McD-Mendig und danach geht es zügig über die A61 Richtung Heimat.


Ein wunderschöner Sommertag, dicht gefüllt mit tollen Begegnungen und Erlebnissen.

Limburg ist sehr sehenswert **** und auch dem Lauf des Gelbachtals *** zu folgen ist lohnenswert.

Ansonsten sind ja auch der Rhein und ebenso die Lahn, der wir auf unserer Reise gleich mehrfach begegnet sind, einfach traumhafte Flüsse in toller Landschaft.

Dies alles hat Birgit wieder mit ihren schönen Fotos festgehalten – wenn ich sie so sehe, möchte ich gleich schon wieder losfahren ;-)

Noch einmal ein dickes Dankeschön an unseren Insider Ralf für deine freundliche Begleitung – es war ein sehr schöner Tag mit dir :-)

Auch meinen Gefährten Birgit & Thomas, Christine und Günter, Heike und Helmut, Rainer und ThomasK unserem RL meinen herzlichen Dank für eure Begleitung und den immer fröhlichen und leichten Tag.


Zurück nach 510 Kilometern um 19:49 Uhr



Den Download zur Tour findest du "HIER"


Viel Spaß & tolle Touren
wünscht

HerBert ;-)



Kommentare:

  1. Hättste doch was gesagt! Wär ich doch auch mitgekommen!
    An der Lahn bin ich im letzten Jahr auch mal unterwegs gewesen. Sowohl mit dem Motorrad, als auch mit dem Paddelboot. Das ist auch absolut empfehlenswert. Und wenn man mit der Strömung fährt, dann ist es total entspannend.

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  2. Da bekomme ich sofort Lust, mich aufs Motorrad zu schwingen und eine Runde durch die Heimat zu drehen. Prima Story! Sorgt für gute Laune.

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  3. Ja HerBert,
    das war wirklich ein wunderschöner Tag :-)
    Solltest Du Lust verspüren und gleich wieder losfahren...
    ...wir sind dabei ;-)
    Toll!
    Lg Thomas und Birgit

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