Sonntag, 9. August 2015

„Champagnerland“ – Mal sehen, wo der Champagner wächst I

"In Champagnerlaune"



Die Champagne - Nie sind die Hügel höher, als dass man den nächsten Kirchturm nicht sehen könnte :-)





„Santé“ sagt Madame Patricia Périn in unsere Runde, nachdem sie uns allen einen Champagner eingeschenkt hat, und hebt das Glas an ihre Lippen.



Toll ist es, nach 540 Kilometern hier gut angekommen zu sein und schon sooo viel gesehen und erlebt zu haben. Und nun werden wir tatsächlich auch noch mit einem Glas echten Champagner willkommen geheißen – suuuper :-)



„Santé“ rufen auch wir fröhlich in die Runde und genießen den Augenblick.

 

 Alles fing mit der Frage an, wohin uns unsere Juno-Tour in diesem Jahr führen sollte. 2013 die Opalküste im Norden Frankreichs und die Vogesen im letzten Jahr.





Für eine Anfahrt von ca. 500 km kam da noch die Champagne in Frage – nicht gerade eine Region für Kurvenenthusiasten – aber immerhin mit einer schönen, sanft hügligen Weinlandschaft.




Und mal schauen wo der edle Champagner wächst – na, das hat ja auch schon was.



Berichte von Motorradtouren aus der Champagne – da gibt es nicht so viele. Aber die 2-3, die im Netz zu finden waren, waren schon mal ein Anfang. Dazu noch die offizielle Seite der Champagne – da nimmt die Planung gleich konkretere Formen an.



Und wie immer, wenn man sich erst einmal mit einem Ziel beschäftigt, sammeln sich, wie von selbst, die Attraktionen und Glanzstücke einer ganzen Region auf dem Rechner.



Immer wieder ist es faszinierend, sich mit einer unbekannten Gegend zu beschäftigen. So nach und nach wird sie dann immer vertrauter bis man es kaum noch erwarten kann, endlich dort zu sein.

Und eines Tages ist es dann so weit, man fährt real durch die nun wirklich gewordene Landschaft, hält an den bemerkenswerten Orten der Region und sieht nun seine Planung mit den eigenen Augen.

Dafür braucht es natürlich immer wieder neue Ziele ;-)



Im Dezember 2014 steht die grobe Planung für eine 3-Tagestour. Die Anfahrt geht durch die Ardennen und führt uns nach Troyes in der Champagne.





Dabei erleben wir bei einer Stadtrundfahrt Reims,

die Hauptstadt der Champagne, mit ihrer altehrwürdigen Kathedrale Notre-Dame.





Wir fahren über die „Montagne de Reims“, die Berg von Reims.

Und der Leuchtturm von Verzenay leitet uns sicher durch ein “Meer“ von Champagnerreben.






Was wäre ein Besuch der Champagne ohne eine Fahrt über die „Avenue de Champagne“ in Épernay,
der „Hauptstadt“ des Champagners?





Hier sind die ganz Großen, des edlen Getränks mit den prickelnden und berauschenden Bläschen,
wie Moët & Chandon oder Perrier Jouët, mit ihren luxuriösen Stammsitzen etabliert.






Geschaffen für den Empfang von Königen und Kaisern.

Vorweg gesagt – Gunter, der unser Team mit der Dose auf eigenen Strecken begleitet,

hat hier Fotos geschossen, wie sie eindrucksvoller nicht sein könnten.






Am zweiten Tag besuchen wir Troyes mit seiner toll restaurierten Fachwerk-Altstadt.






Montbard mit der schön gelegenen Abbaye de Fontenay.






Von dort aus folgen wir dem Canal de Bourgogne durch interessante Orte und Städte
mit französischer Lebensart.






Die Rückfahrt am dritten Tag verläuft auf der einzigartigen Straße der Fachwerkkirchen.






Über Verdun, dem Mahnmal des „Großen Krieges“, geht es wieder zurück nach Hause.




Eine Unterkunft für 8 Personen auf 5 Zimmern – das sieht zunächst nach einem Hotel in Troyes aus – bis wir dann bei „Gites de France“ eine bäuerliche Unterkunft finde, die uns gleich auch nicht mehr los lässt.





Im "Les Furets" - Chambres et tables d'hôtes, in der kleinen Region Pays d‘ Othe und nicht weit von Troyes entfernt, wohnen wir auf einem 150 Jahre alten Bauernhof und essen am großen Tisch mit Familienanschluss – Cool, da müssen wir unbedingt hin.



Birgit & Thomas führen die notwendigen Telefonate mit Madame Périn in ihrer Landessprache. Sie klären bestens alle Fragen und terminliche Abstimmungen und so haben wir, schon vor dem Jahreswechsel, unseren Reisetermin und unsere Unterkunft sicher in der Tasche.



Bleibt nur noch die Frage, ob unser wichtiger Reisebegleiter – das schöne Wetter – dann auch mit uns fährt ;-)



Fortsetzung folgt...

Grüße von HerBert ;-)



Kommentare:

  1. Also, Herbert... wenn Motorradfahren ausschließlich aus Kurven"räubern" bestehen würde, wäre es doch langweilig, oder? Ist es nicht der kulturelle Mix, die Sehenswürdigkeiten am Rande der Straße, Begegnungen und kulinarische Erlebnisse, die dem Reisen auf zwei Rädern die notwendige Würze geben? Ich freue mich jedenfalls schon auf Deinen spritzigen Champagner-Reisebericht. In diesem Sinne: Stößchen!

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  2. Es ist wie beim Champagner: Die Assemblage bestimmt den Geschmack. Ist zu viel des Einen, oder des Anderen enthalten, wird es rasch fad. Schön daß Ihr auch mal Gegenden er - fahrt, die noch nicht so motorradtouristisch erschlossen sind!

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  3. Wir waren vor ziemlich genau einem Jahr in der gegend unterwegs. Bin gespannt, wie du es so erlebst :)

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