Sonntag, 7. Dezember 2014

„Sagenland“

August 2013 - Die "Dornröschen Mission"



„Westward goes Extern“ - Tag Eins von Zwei

Es war einmal.....

Vergesse den hektischen Alltag und komme mit auf eine Reise in die Welt der Sagen, Märchen und Legenden.

In den Teutoburger Wald - zu den Mythen der deutschen Geschichte - zum Hermannsdenkmal  und zu den Externsteinen.

Ins Weserbergland - entlang der Deutschen Märchenstraße - zu den Märchen der Gebrüder Grimm.

Eine Welt aus Märchen und Sagen öffnet sich für dich im Weserbergland zwischen Bodenwerder und Hannoversch Münden.

Mittendurch schlängelt sich die Weser, zu deren Seiten sich anmutige Uferlandschaften, stille Bergwälder, kleine Gebirge und schmale Kämme erstrecken.

Ob der Baron von Münchhausen in Bodenwerder, Aschenputtel in Polle, Rapunzel auf der Trendelburg,  Dornröschen und die Sababurg, oder Dr. Eisenbart in Hann. Münden – Die Märchen deiner Kindheit begegnen dir auf deiner Reise entlang der Deutschen Märchenstraße fast in jedem Ort und auf jedem Marktflecken.

Ein Landstrich, der dich einfach faszinieren wird!

Und wenn sie nicht gestorben sind....


Reisetag Eins – „Sagenland“




An einem frühen Samstagmorgen starten fünf der neun Gefährten
Frau Birgit & Herr Thomas, Herr Rainer, Herr ThomasK und der des Weges kundige Meister HerBert  
von Erkelenz aus zu ihrer abenteuerlichen Reise ins ferne Sagen & Märchenland.
Dabei wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass sich ihr Führer von einer sprechenden Landkarte der
Manufaktur NAVIGON leiten ließ.
















Ihr erstes Ziel war das Polodrom in Jüchen, wo bereits drei weitere Gefährten -
Frau Christine & Herr Günter und Herr Helmut, der bis hier von Frau Heike begleitet wurde, auf sie warteten.















Nach fröhlichem Hallo und der freundlichen Verabschiedung von Frau Heike
war auch schon bald die Zeit gekommen sich auf den Weg ins ferne Weserbergland zu machen.
















Nun fehlt nur noch Frau Ute die in Düsseldorf, an der A46, zu Ihnen stoßen sollte.
Doch – oh Schreck – die Ausfahrt  war versperrt, da gabt es kein Durchkommen.
 Noch während unklar war wie Sie nun zueinander finden sollten, schloss Frau Ute sich fliegend Ihrer Gruppe an.
















Sie hatte das Problem erkannte und am Wegesrand auf ihre Gefährten gewartet. Gut gemacht Frau Ute ;-)



Der Möhnesee mit Mittagspause im Bikertreff “Geronimo”
Bis dahin war auch schon die Tagesration von knapp 100 Autobahn-Kilometern geschafft. Ab Iserlohn gabt es  für den Rest des Tages nur noch tolle Wegestrecken für die motorisierten Gefährte - und die schönsten Landschaften von Sauerland und Teutoburger Wald für die Augen ihrer Reiter.

 




ist mit dem Rursee und dem Biggesee einer der größten Stauseen Nordrhein- Westfalens.
Neben der Stromerzeugung ist der Wasserspeicher ein wichtiger, kontinuierlicher Lieferant für die wasserdurstige Industrie des Ruhrgebiets.
Zur Bauzeit, zwischen 1908 und 1913, war die Sperrmauer mit ihrer Kronenlänge von 650 Metern und einer Höhe von 40 Metern eine der größten in Europa.


Beim Blick über die idyllische und beschauliche Landschaft der Möhnetalsperre ahnt man nicht, welch ein schreckliches Ereignis sich in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943, genau an dieser Stelle, abspielte.
Im Laufe der Kriegshandlungen wurde bei einem britischen Fliegerangriff, unter der "Operation Chastise / Züchtigung", mit einer eigens zu diesem Zweck entwickelten Rollbombe, die Mauer in 10-15 Metern Tiefe derart stark beschädigt, dass sie auf einer Breite von 77 und einer Tiefe von 22 Metern aufbrach und in der Folge ca. 1600 Menschen mit in den Tod riss.
Die Zerstörung der Möhnetalsperre überstieg alle Vorstellungen. Das untere Möhnetal und das Ruhrtal, zwischen Neheim und Hengsteysee, wurden teils völlig zerstört.



"Das Geronimo"
Begegnung mit dem "Spirit of the Lake"
















Das Geronimo ist DER Bikertreff am Möhnesee mit herrlichen Aus- und interessanten Ein-Blicken.















Zum „High Noon“ betraten unsere Reisenden das Geronimo und tauchten somit ein in die Welt des „Wilden Westens“ und der Saloons.


Sie nahmen Platz auf der hölzernen Terrasse, dabei schweifte ihr Blick über das rege Treiben auf- und rund um den See.
















Faszinierend die einzigartige Innenausstattung, die unsere Gäste in eine stimmige Western- Atmosphäre versetzte.















Hungrig wurde die reichhaltige und interessante Speisekarte des „American-Café & Restaurant“ studiert und kurz darauf wurden auch schon große Portionen Burger, Schnitzel und Currywurst mit Pommes serviert und gleich darauf auch hungrig vertilgt.



Ein toller Stopp, der jederzeit auch vom Niederrhein als Tagestour erreichbar ist.


Als es schließlich weiter ging, drangen unsere Gefährten immer weiter nach Osten vor.
















Unbeschwert ging es über Warstein, Büren und Altenbraken, bis Sie sich im Teutoburger Wald, in der Nähe von Detmold befanden.


Die Gefährten irgendwo im Teutoburger Wald





Hermann der Cheruskers, oder Arminius, wie er eigentlich hieß, erhebt mächtig sein Schwert und erinnert an die
"Schlacht im Teutoburger Wald".


Arminius? - Hermann? - Thomas :-)







Auf dem Rückmarsch zu ihren Rössern erblickten unsere Reisenden mutige Kletterer, die sich an Seilen und Stricken durch die Wipfel des Waldes schwangen und sich so mit dem großen Heerführer auf „Augenhöhe“ befanden ;-)



"Das Hermannsdenkmal"

ist eines der bekanntesten Denkmäler in Deutschland und erinnert an die "Schlacht im Teutoburger Wald", in der im Jahr 9 n.Chr. die römische Armee von germanischen Stämmen unter der Führung von Arminius vernichtend geschlagen wurde.



Mit den Bauarbeiten wurde 1838 begonnen, aber erst 37 Jahre später sah sein Erbauer, der Architekt  Erich Bandel, der Vollendung des Denkmals entgegen, das 1875 unter der Teilnahme Kaiser Wilhelm I eingeweiht wurde.

Maße des Denkmals:
Unterbau: 26,89 m
Standbild bis zur Schwertspitze: 26,57m
Gesamthöhe: 53,46 m
Länge des Schwertes: 7,00 m
Gewicht des Schwertes: 11,00 Ztr.


Die Parkplatzgebühren betrugen 2013 1,50€ pro Bike















Vom Hermannsdenkmal bis zu den Externstein waren es für unsere Freunde nur ein paar Kurven weiter.




Bei Ihrer Ankunft, bei strahlendem Sonnenschein, sah alles wundervoll aus und auf der kurzen Wanderung zu den Steinen herrschte freundlich leichte Stimmung.




Als die Felsformation am See vor den Gefährten auftauchte, war einfach alles perfekt.
Während einige Besucher an den Steinen herumkletterten,
saßen am Fuße der Externsteine fröhliche Menschengruppen
und genossen den wundervollen Tag und den stimmungsvollen Ausblick.




Mystische Klänge schwebten über der Kultstätte, von fremdartigen Musikinstrumenten erzeugt.



Eine Stimmung, die man einfach einmal erlebt haben muss.
Ein Ort mit kultigem Flair.























"Die Externsteine"

sind eine markante und eindrucksvolle, bis zu 40 Meter hoch aufragende Felsformation im Tal der Wiembecke bei Horn-Bad Meinberg im Lipperland.
Sie zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands und ein Besuch der hoch aufragenden Felsen am ruhigen See ist schon etwas Besonderes.

















Zur letzten Etappe des Tages wurden die Rösser noch einmal gesattelt und in leichtem Galopp steuern die Gefährten Ihrer Unterkunft in Lichtenhagen entgegen.



Dabei lagen Bad Pyrmont und auch so manch schmuckes Örtchen auf Ihrem Wege.
















Zuletzt führte Sie Ihr Weg durch Felder und Wälder in leicht hügligen Landschaften. Dabei war die kurvige Anfahrt über Deitlevsen nach Lichtenhagen, das Sie erhöht über sich erblickten, ganz besonders schön.

















Im schwindenden Sonnenlicht erreichten Sie, nach 370 Kilometern, müde aber zufrieden Ihr Gasthaus, das
"Haus am Schneiderbrunnen"




Hier war alles so wie Sie es erwartet hatten
und wie man es sich von einem Bauernhof aus dem Jahre 1843 vorstellt.




Romantisch und verträumt als wäre man in ein Märchenbuch eingetaucht.
Unzweifelhaft, dass hier auch „Das tapfereSchneiderlein“ gewohnt haben könnte.

Ermattet aber frohgemut führten die Reisenden Ihre motorisierten Gefährte durch den zauberhaften Garten und stellten sie sicher in der alten Stallung ab.




Freundlich wurden Sie von Ihrer Gastwirtin empfangen und anschließend auf Ihre Zimmer im alten Gasthaus geleitet.
Ihre Unterkünfte lagen in der ersten Etage, waren alle liebevoll restauriert und für die Gäste geschmackvoll hergerichtet.




Nachdem Ihre Rösser ja schon versorgt waren und Sie sich vom Staub der Reise gereinigt hatten, war es an der Zeit für Ihr leibliches Wohl zu sorgen. Also ging es wieder hinunter in den Garten, wo unter einem Zeltpavillon schon einige der Gefährten auf den Rest der Gruppe warteten.




Als Willkommensgruß hielt die Wirtin ein kühles Allersheimer BügelPils für die durstigen Kehlen unserer Freunde bereit. Dies wurde auch gerne und erfreut angenommen und umgehend hinuntergespült.




Auch Frau Utes Mann Gunter saß nun in der gemeinsamen Runde. Mit seiner motorisierten Kutsche war er schon einige Zeit vor den anderen angekommen. Auch er hatte eine schöne und interessante Reise und genoss nun sein Feierabendbierchen in gemeinsamer Runde.

Mit am Gartentisch saß auch eine Reisegruppe aus Hamburg. Sie waren mit ihren stolzen amerikanischen Rössern schon vor einem Tag hier eingekehrt. Munter wurde nun gegenseitig von den tollen Abenteuern der Reise berichtet und wohl auch so manches ein wenig übertrieben – ganz wie es sich in Hause eines tapferen Schneiderleins geziemte :-)

















Nun wurde es aber endgültig Zeit für das leibliche Wohl zu sorgen und unsere Gefährten machten sich auf zum
Dorfrestaurant „Schneiderhof“.




"Genießen mit malerischer Aussicht in der schönen Luft der Ottensteiner Hochebene,
gleich neben dem Haus am Schneiderbrunnen"

So hatte der Wirt in seinem Aushang geworben.




Na da hatten unsere Freunde wohl auch mit ihrem Restaurant ein recht „Märchenhaftes Glück“




Der Gastwirt und Koch, alles in einer imposanten Person, unterbreitete Ihnen persönlich seine Menüvorschläge und gab Ihnen bereitwillig Einblick in seine gute Küche. Nur als von Seiten unserer Gäste die Rede auf eine „filetierte“ Forelle kamm, schimmert es feucht in seinen Augenwinkeln. OK, dann doch bitte die ganze Forelle.
Einem engagierteren "Koch aus Leidenschaft" waren Sie bis dato noch nicht begegnet.




Wie dem auch sei – Das Essen war vorzüglich und den Getränken wurde reichlich zugesprochen – Ein wahres „Tischlein deck dich“ hatten Sie gefunden.

















Zu vorgerückter Stunde traten unsere Helden dann wohlgesättigt und leicht schwankend den kurzen Heimweg an
und sanken, wie dazumal wohl auch das tapfere Schneiderlein, im Hause am Schneiderbrunnen in einen tiefen und erholsamen Schlaf.....




"Sagenland" - Vom Autobahnende A46 Iserlohn  nach Lichtenhagen




Der „Sagenland“-Tour folgt in Kürze die „Märchenland“-Tour.


Eine Abschrift des Reiseverlaufs bekommt der geneigte Leser an dieser Stelle
„Westwards Sagenland"


Kommentare:

  1. Das klingt außerordentlich interessant! In Richtung Weser habe ich auch schon mal gedacht. Mal sehen, wann ich es angehe...
    :)
    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!

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    1. Im Weserbergland muss man wirklich mal gewesen sein – so viele high lights hatten wir bisher auf keiner Tour :-)

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  2. Schön, die Gegend kenne ich aus Jugendtagen von Klassenfahrten. Ich habe sogar von damals eine ähnliche Bilderkollektion, allerdings (noch) ohne Bikes. Wenn ich mal in die Ecke komme, werde ich diese doch mal wieder erkunden müssen... verdammt lang her. Dankeschön für die Inspiration, HerBert.

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