Sonntag, 5. Oktober 2014

"Rheingold"

September 2013 - Auf der fast vergessene Rheingoldstraße über die Hügel des Hunsrück ins Rheintal.




An unserem Treffpunkt für HS-Kennzeichen, beim McD in Erkelenz, treffe ich mein „Permanent-RL“ ThomasK und aus Rheydt kommen Heute auch Christine & Günter hierher. Das restliche Team, aus MG- Helmut und Matthias und aus NE- unsere Ute, sammeln wir an der Raststätte Bedburger Land auf. Rainer hat dann noch das Angebot für „Kurzentschlossene“ angenommen und kommt, trotz HS-Kennzeichen, auch noch zum TP II.

Mit 8 Bikes geht es gleich, nach einer Schlechtwetter-Verschiebung von einer Woche, auf „Rheingold-Tour“. Über 500 Kilometer zu Mosel, Rhein und Ahr.

Heute ist auch der Tag der Wahrheit für meine neue NC 700 X. Habe ich alles richtig gemacht, oder habe ich mich verzockt? Mit 48 PS fahre ich nun an der Spitze des Teams – mit dem „PS schwächsten“ Bike. Hinter mir folgen jeweils eine BMW F800R, BMW R650GS, BMW 1200GS, Kawasaki Versys1000, BMW 1300S, Suzuki V-Strom 650 und eine KTM 690 Duke – Wow, alle weitaus stärker als meine Neue. Aber ich bin zuversichtlich – überholen können sie mich sowieso nicht, ich bin ja der Tourguide ;-)

Los geht’s mit zwei BMW’s und der Duke im Nacken. Die KTM hat zwar 20PS mehr als meine "X", dafür muss sie aber auch ein wenig mehr tragen :-)

Erst mal Landstraße, 70-100km/h im Wechsel, bis zum AD Jackerath. Alles super.

Nun bin ich aber doch gespannt. Das erste kurze Stück der A61 bis zum TP Bedburger Land wird mir zeigen, ob für mich die Standardscheibe ok ist. Für AB-Fahrten sind 120-130km/h vereinbart, das geht. Bei meiner ZR7-S war es besser. Ein wenig mehr muss ich meinen Kopf schon gegen den Wind stemmen.



Großes Hallo am Rastplatz, als wir den Rest der Truppe treffen.



Hey, neue Maschine. Sieht aber gut aus. Probesitzen und Austausch von Infos – Die“ X“ kommt gut an.

Nun gibt’s erst mal 60km A-61 bis zum Abzweig Mendig. Aus Erfahrung weiß ich - die veranschlagten 120km/h schaukeln sich beim Überholen mit der Gruppe leicht auf 150 hoch. Da habe ich ein wenig Sorgen - die „X“ ist ja noch nicht voll eingefahren. Man findet nicht immer gleich eine Lücke für 8 Bikes und im Gänsemarsch will ich ja auch nicht auf der Überholspur unterwegs sein. Ganz zu schweigen von den genervten Autofahrern, die leicht ungehalten werden wenn sie nicht schnell wieder 200+ fahren können. Hat aber gut geklappt, mehr als 130km/h sind’s nicht geworden – Geschwindigkeitsanzeige des Navi‘s.

Von Mendig aus geht es runter zur Mosel. Mit einem kleinen Schlenker nehmen wir vorher noch das „Schrumpftal“ mit. Da wollte ich schon lange mal durch. Einfach super! Und die NC? Der hat‘s auch super gefallen, war immer gut drauf, nichts hat ihr gefehlt.



Super Strecke bis Boppart am Rhein.



Wir sitzen am großen Strom, trinken Kaffee und erzählen Benzin.



Allgemeine Meinung: Alles läuft prima und mein neues Bike ist gut drauf.


 













Wie immer gibt es dann wieder dieses plötzliche, allgemeine Aufbrechen, diese spannende Erwartung, denn die „Rheingoldstraße“ lockt.




Bei „Rheingold“ denkt man gleich an die „Siegfried-Saga“ und den finsteren Hagen von Tronje, der den Nibelungenhort, das „Rheingold“, im Rheinstrom versenkt haben soll. Und wo könnte er ihn wohl besser versenkt haben, als gleich am Loreley- Felsen.

Aber auch an den „Rheingold-Express“ denkt man gerne zurück, an jenen legendären, luxuriösen Trans-Europa-Express der Deutschen Bahn, der zwischen 1928 – 1987 die Strecke von Hoek van Holland durch das Rheintal bis in die Schweizer Berge verkehrte.

Und dann gibt es noch die „Rheingoldstraße", jene fast vergessene Hunsrück- Höhenstraße mit fantastischen Ausblicken ins Rheintal, auf den Loreley- Felsen und bis weit in den Taunus hinein.
Von den mit regem Leben erfüllten Tälern führt die „Rheingoldstraße“ über steile Hänge zu den stilleren Höhen bis sie in berauschender Fahrt wieder hinab ins Tal führt.
Grüne Wiesen und Wälder wechseln so in schneller Folge mit verwinkelten Weindörfern und gastlichen Wirtshäusern ab.

Als Hauptorte der „Rheingoldstraße“ zählen Boppard, Oberwesel, St. Goar, und Bacharach.

Allen bekannt ist die Loreley. Von Gästen aus aller Welt wird die Sagengestalt mit dem goldenen Haar auf ihrem Felsen am Rhein besucht.

Entlang der Loreley-Burgen-Straße begegnen uns trutzig die Burgen Gutenfels in Kaub und mitten im Rhein, auf einer Insel, die Pfalz Grafenstein. In St. Goarshausen zeugen die Burgen Katz und Maus von ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit.


 













Auf geht’s zum Aussichtspunkt „Loreleyblick“ bei Urbar.


Hier treffen wir Klaus-0902 aus dem "NC 700 Forum", mit dem ich mich hier verabredet habe.


 













Total Cool. Er wohnt in St. Goar und kann uns alles hier erklären. 


 













Ab hier begleitet er unsere 8 Bikes, mit seiner NC 700 S im coolen Design, auf unseren weiteren Etappen entlang der Rheingoldstraße.



Der schmale Höhenzug hinüber zur Mosel ist später wieder schnell überwunden und wir folgen gemütlich dem Flusslauf bis Pommern. 



Hier haben wir uns beim „Moselimbiss“ den nächsten Stopp verdient.


 













Zusammen sitzen wir bei Pommes und leckeren Bratwürsten und tauschen uns aus. Toll, welche Möglichkeiten überregionale Foren bieten können. Werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.



Herzlicher Abschied von Klaus der nun wieder nach St. Goar zurückfährt, während wir am Bahnübergang 10 Minuten verplempern ohne zu wissen, dass auf der anderen Seite Waller von unseren "WSBikern" mit seiner Truppe ebenfalls auf den Zug wartet. Erst als Egbert „Hey Herbert“ ruft werde ich aufmerksam, da sind wir aber auch schon aneinander vorbei.


 













Schöne Strecken bis Bad Münstereifel, ein letzter Kaffee, herzliche Verabschiedung und ab auf die Bahn.


 













Wir wollen ja vor dem Dunkeln wieder zu Hause sein ;-)

Am AD Jackerath löst sich unser „Rheingold-Team“ so nach und nach wieder „fliegend“ auf, ein super Tourtag mit tollen Bikerinnen und Bikern geht zu Ende – Dann bis zur nächsten Tour.




520 spannenden Kilometer und eine super gestimmte NC 700 „X“, die alle meine Erwartungen erfüllt-  und mir ein tolles neues Fahrgefühl vermittelt hat.


Kommentare:

  1. Ist aber auch ein schniekes Bike, die "X" :-)

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  2. Ihr fahrt echt häufig bei mir in der Gegend rum... :)
    Aus dem Rheintal werde ich demnächst auch mal etwas berichten. Aber mein Film ist noch nicht voll...

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    1. Das ist aber auch eine tolle Landschaft. Schade, dass sie für uns so weit weg ist – sonst wären wir noch öfter da :-)

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