Donnerstag, 8. Mai 2014

Kraftwerk-Power - Tour



Los geht’s am Samstag, den 03. Mai 2014 - 14:00 Uhr, vom Pastor-Bauer-Platz in Hückelhoven Baal, mit 11 Bikes und 2 Sozia, zur – 

Kraftwerk-Power - Tour



Schon von weitem fallen uns im „Jülicher Land“ die riesigen Dampfsäulen des Kraftwerks Weisweiler im Braunkohle-Tagebau Inden auf. Riesige Abbauflächen liegen vor uns, sogar die Inde wurde für die Riesenbagger in ein neues Bett verlegt.



Vorbei am Kraftwerk geht es hinauf zum „Indemann“, diesen gewaltigen Koloss aus über 20.000 stählernen Einzelteilen, der am Rande des Braunkohle-Tagebaus Indeland steht und nachts so toll mit seinen über 40.000 LED-Lämpchen leuchtet.



Alles hier ist groß und beeindruckend – Der Indemann, das große Loch des Inde-Tagebaus und das Kraftwerk Weisweiler. Alles gut zu sehen von der Aussichtsplattform hoch über der Goltsteinkuppe.



 Hier im Tagebau Inde liegt die Braunkohle, 45 Meter stark, in einer Tiefe von bis zu 230 Metern.





Am Horizont, weit hinter dem Loch des Tagebaus, liegt ein großes, merkwürdig anmutendes Bauwerk. Runde Türme mit spitzen Dächern – die Zuckerrüben-Fabrik-Jülich.


Ein Aufzug im Fuß des Indemanns führt fast bis ganz nach Oben. Die letzten Meter klettert man, bei genügend Schwindelfreiheit, selbst bis zur höchsten Plattform hinauf.


Zu Füßen des Indemanns gibt es einen großen Kinderspielplatz, und die modern gestaltete Restauration Indemann 1.





Weiter geht es zum Tagebau Hambach, zwischen Jülich und Elsdorf. Zurzeit baggert man dort in 370 Metern Tiefe. Braunkohle findet man hier bis zu einer Tiefe von 450 Metern.


Da das Dorf „Pier“ bereits seit Ende des vergangenen Jahres für den Durchgangsverkehr gesperrt ist, leitet mich mein TomTom, dank "Free Livetime Maps", von Luchtenberg auf die neu angelegte Straße neben der A4. Mein Navigon7 hätte mir hier mittlerweile nur noch freies Gelände angezeigt :-(


Kurz darauf liegt Bedburg und das Paffendorfer Schloss vor uns, der „Stammsitz“ von RWE-Power.


Schloss Paffendorf in Bergheim ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Schloss dient RWE-Power seit 1976 als Informations- und Veranstaltungszentrum.


Im sehenswerten Schlosspark stehen viele alte und urzeitliche Bäume in einer gepflegten Gartenanlage mit ausgedehnten Wasserflächen und einem kleinen Moor.


Die Brasserie im Schlosshof Paffendorf bietet zum Kaffee selbst gebackene Kuchen in historischem Ambiente.



Nachdem wir das Schloss verlassen haben, durchfahren wir das Gebiet der Kraftwerke Niederaußem, Frimmersdorf und Neurath, die ihre gewaltigen weißen Dampfsäulen in den weiten Himmel schicken.






Mit Brennstoff werden Die Kraftwerke aus dem Tagebau Garzweiler versorgt, dessen riesiges Loch am Aussichtspunkt bei Jackerath vor uns liegt.




Hochhaushohe Schaufelradbagger tragen hier die Braunkohle ab, die in drei Flözen von insgesamt 40 Metern Stärke lagert. Die Kohle liegt hier in bis zu 210 Metern Tiefe.


Alt-Kaster ist ein schönes historisches Örtchen, das es eigentlich gar nicht mehr geben sollte.


Schließlich fand man dann aber doch eine Lösung und die Bagger gruben sich rund um den Ort, so dass er wie eine Spitze in die, inzwischen rekultivierte, Abbauzone ragt.


Mein Tipp: Kommt alle noch mal zur Adventszeit hierher zurück. Dann hat sich der ganze Ort in einen Adventskalender verwandelt und es gibt Glühwein und Kaffee & Kuchen im Wohnzimmer der Bewohner. So manches historische Haus hat dann seine Türe für die zahlreichen Besucher geöffnet.



Immerath, mit seiner tollen zweitürmigen Kirche, sieht man leider schon an, dass die Bagger nicht mehr weit von hier ihre unaufhörliche Arbeit verrichten.




In einigen Jahren wird es diesen Ort, im Zuge von Garzweiler II, leider auch nicht mehr geben.




Um 19:00 löst sich unsere Gruppe  hinter Immerath auf. Den weitesten Weg haben nun noch Sander & Heike - zurück in die Niederlande.

---


Es war schon sehr beeindruckend, die geballte Braunkohle - Kraftwerk-Power - NRW zu erleben.



Dabei sind nicht nur die Abbauflächen riesig, auch die Kraftwerke selbst haben gewaltige Ausmaße.



Müssen sie ja wohl auch - schließlich liefern sie einen großen Teil unserer Energieversorgung.

Vielen Dank an Birgit, Thomas, Christine, Günter, Heike, Helmut, Frank, Sander, Heike, Matthias, Ulrike und unser RL ThomasK.

Mit euch war es wieder ein toller Tag :-)




Kommentare:

  1. Herbert, ich bin auch immer wieder zwischen Faszination und Entsetzen hin und her gerissen, wenn ich den Tagebau sehe. Dennoch, im Vergleich zur Ölsandförderung in Nordkanada ist das, was wir hier in Deutschland machen, Kleinkram.
    Ich stelle mir immer vor, in ein paar Jahrzehnten, lässt man einfach Wasser in das tiefe Loch und macht ein schönes Biotop daraus ;-)
    Eine tolle Tour habt Ihr da gehabt. Sprecht Ihr Euch wegen der Motorradklamotten ab? Alles in Schwarz...

    AntwortenLöschen
  2. Ups Sonja, jetzt fällt‘s mir auch auf - schwarz gekleidet wie eine Trauergesellschaft. Da müssen wir was dran ändern :-)

    Die Pläne zur Rekultivierung des Braunkohletagebaus sehen ja tatsächlich große Seen vor. So ist bei uns der Blausteinsee aus dem Braunkohleabbau entstanden – ein tolles Naherholungsgebiet.

    http://www.blausteinsee.com/

    AntwortenLöschen