Donnerstag, 13. März 2014

Juni 2013 – „Das Salz der Opalküste“ V


Was nach dem Kreisverkehr hinter Boulogne-sur-Meer folgt, ist schon ein toller Anblick.



Das Bike auf Cruiser- Geschwindigkeit drosseln und den Anblick hinunter auf "Wimereux", solange es nur geht, genießen.



Für uns ist der Himmel tiefblau, die Sonne strahlend und die Brandung rollt bei Windstärke 6 immer wieder mächtig gegen die befestigte Uferpromenade an.



Der haushoch aufspritzenden Gicht verteilt sich zu tollen Lichtreflexen.



An der 900m langen befestigten Strandpromenade drängen sich die gut erhaltenen Villen der Belle Epoque. 
Die Wellen zerbrechen wuchtig am betonierten Schutzwall und der Wind zerstäubt die Gichtfontänen im Nu.



Endlich sind wir am Ziel. Wir schauen hinaus aufs Meer – dann schmecken wir's auf unseren Lippen  –
„Das Salz der Opalküste“ 


 „Im Land der beiden Caps“

Die „Hotspots der Steilküste am „Pas de Calais" sind die beiden Caps Gris-Nez – Graunase und  Blanc-Nez – Weißnase.



Schon seit langer Zeit haben wir Cap Gris-Nez, das kleinere der beiden Caps, im Blickfeld. Grau leuchtet es aus der blauen See zu uns herüber.



Noch ist es eine weite Strecke bis wir an der Spitze des Caps stehen, denn vorher haben wir noch ein Treffen mit der deutschen Geschichte in Nord-Frankreich.



Nach links folgen wir dem Schild „Batterie Todt“



Kurtz darauf liegt sie vor uns, die ehemalige deutsche Geschützstellung aus dem Zweiten-Weltkrieg. Mächtig, in Beton gegossen liegt sie da, mit gewaltigen Geschützrohren, die auf die andere Seite des Kanals gerichtet sind. Die 38-cm-Schiffsgeschütze hatten eine Reichweite von bis zu 55,7 km – bis zur andere Seite des Kanals. Hier war während des zweiten Weltkriegs auch der Schriftsteller Heinrich Böll stationiert.

Die Batterie kann, auch im Innenbereich, als zeithistorisches Denkmal besichtigt werden. Zur Erfrischung gibt's im Außenbereich ein kleines Bistro.



Uns genügt wie immer eine ganz laaaangsame Runde mit unseren Bikes ums Areal , ein paar Fotos von unserer Top-Tour-Fotos-Sozia-Birgit und ab geht’s zum Cap Weißnase.



Ein paar Kilometer fahren wir aufs Kapp hinaus, dann ist am großen Parkplatz Schluss, weiter geht's nur noch zu Fuß. Danke noch mal an Ute, die die erste Wache übernommen hat. Unbeaufsichtigt sollte man seine Bikes in dieser Einsamkeit nicht zurücklassen.



Holzstege führen durch die Dünen bis ganz nach Vorne ans Kap, wo ein hölzernes Podest einige Meter über die Steilküste hinausragt. Unter uns tobt das Meer und der Wind bläst mit Windstärke 6 mächtig um unsere Ohren.



Von hier aus trifft unser direkter Blick hinüber nach England und im Dunst liegt das Shakespeare-Cliff bei Dover. Mit 33 km ist dies die engste Stelle des Kanals, die „Straße von Dover“.



Was für ein tolles Gefühl, hier am "Cap Gris-Nez"am Ziel unserer Reise, zu stehen.



Erstaunlich, wie gut von hier aus die Verbindung nach zu Hause ist. Ach, kein Wunder. Mächtig erhebt sich über uns der Leuchtturm, der den Schiffen vor uns den Weg durch die viel befahrene Seestraße weist und für uns natürlich auch eine Mobilfunkantenne besitzt.




Nächster Punkt, nächstes Cap.
Doch zuvor gibt’s noch eine kleine Kaffeepause in einem der tollen, urgemütlichen Cafés zwischen den Dünen.



145 Meter über dem Meeresspiegel reckt "Cap Blanc-Nez" anmutig seine Kreidenase in die Höhe.



Anmutig leuchtet vor uns die Landspitze in der Sonne über dem opalfarbenen Wasser des Ärmelkanals.



Langsam schrauben wir uns den Hügel hinauf bis wir den Parkplatz auf der Kuppe des Caps erreicht haben.



Hoch oben, auf der Spitze des Caps erblicken wir einen eindrucksvollen Obelisken.



Er und sein Gegenstück auf der anderen Seite bei Dover, erinnern an die „Dover Patrol“, an die gute Zusammenarbeit der französischen und englischen Verteidiger des Ärmelkanals im 1. Weltkrieg.....



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