Donnerstag, 6. März 2014

Juni 2013 - "Das Salz der Opalküste" IV


Heute geht es endlich ans Meer.

Dazu starten wir gemeinsam um 09:00 in Buigny-Saint-Maclou von der Ferme „Wastinne“ in der Birgit & Thomas und ThomasK übernachtet haben.

Das heißt für Ute und mich 7:30 Frühstück, 8:30 Abfahrt von unserer Unterkunft.

  

Madame Chevot hat alles aufgeboten, was ein Frühstück in der Picardie zu bieten hat. Kaffee oder Tee so viel man möchte, Brot, Käse, Wurst, Marmelade, Joghurt, Müsli, Törtchen und Kuchen – einfach toll.
Super ist auch der Blick vom Frühstückstisch hinaus in den weiten Garten mit Wiesen und Bäumen – Schön ist es bei Madame Chivot. 

Leider hat es wieder angefangen zu nieseln. Dann müssen eben die Regenkombis drüber – und los geht’s.



Kleine niedrige Häuser stehen hier im satten Grün - sie scheinen sich im Regen und Wind zu ducken, genau wie die Weiden, die sich dem stetigen Westwind gebeugt haben. Unwirklich erscheint die Fahrt im Morgendunst, dem Rest unseres Teams entgegen.



Der erste Blick aufs Meer gelingt uns bei Le Crotoy, wo die “Somme” in einem großen Delta in den Ärmelkanal mündet. Links ist gerade noch der  historischer Ort "Saint-Valerie-sur-Somme" zu erkennen. Hier versammelte Anno 1066 Wilhelm der Eroberer seine Normannenkrieger um mit ihnen England zu erobern.




Der nächste Tankstopp - Ute wird schon wieder leicht nervös  - klappt zum Glück super.  Eine Tankstelle mit Supermarkt, hier ist sogar am Sonntag geöffnet. Die Tankstelle funktioniert aber nur mit Tankkarten. Und hier, was für ein Glück, sogar mit meiner EC-Karte. Die französische Anmeldeprozedur klappt natürlich nur mit Thomas freundlicher Unterstützung, dafür dürfen dann aber auch die restlichen Maschinen der Reihe nach ihre Tanks bei mir füllen. Dass gut 60 Liter eigentlich nicht in meine Kawa passen, ist dem Tankautomat zum Glück nicht aufgefallen.



Wir durchqueren das ehemalige Fischerdorf "Berck sur Mer", das heute, im französischen Sinne, ein Seebad und eine gut besuchte Badestadt ist.



Kurz darauf treffen wir in "Le Touquet Paris Plage" ein, einem der bevorzugten Seebäder der Pariser Bevölkerung.



Langsam rollen wir durch die lichten Kiefernwälder, die dem Luftkurort mit mondänem Flair umgeben.
Mit jedem Meter lichtet sich der Himmel und endlich, als wir im Schneckentempo auf die riesige tolle Strandpromenade einbiegen, zerteilen sich die Wolken und die Sonne strahlt zu uns herunter und bleibt für den ganzen Tag. „Du wirst mir langsam unheimlich, wie du das alles so organisierst“, sagt Thomas noch.„Glück – oder?“



 Weiter geht‘s, die Küste entlang in Richtung Boulogne-sur-Meer.



Aber erst noch ein kleiner Zwischenstopp in den Dünen - die Regensachen müssen runter. Die Temperaturen sind mittlerweile mehr als angenehm geworden.

Dann liegt "Boulogne-sur-Meer" vor uns, der größte Ort an der "Opalküste" und der größte Fischereihafen Frankreichs.



Langsam rollen wir von der Höhe herunter auf Boulogne-sur-Meer zu. Der Blick auf die oben liegende Stadt, mit der hoch aufragenden Kuppel der Kirche Notre Dame, ist einfach toll.

Nachdem wir die Brücke vor der Stadt überquert haben ist unser Ziel die von dicken Festungsmauern umgebene Altstadt. Von dort oben hat man einen weiten Blick aufs Meer.



Auf street view habe ich mir genau die Stelle in der Stadtmauer angesehen, an der wir mit unseren Bikes durchbrechen können. Die Vorbereitung klappt perfekt – kurz darauf sind wir mitten in der sehenswerten Altstadt.



Nun geht es wieder den Berg hinunter zum Hafen. Von hier aus starteten die Römer die Unterwerfung der Insel Britannien.



Entlang der beeindruckenden Uferpromenade mit hunderten geparkten Strandseglern, die wir wegen des starken Windes leider nicht in Aktion sehen können, verlassen wir die beeindruckende Stadt in Richtung Wimereux…..


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