Dienstag, 4. März 2014

Juni 2013 – „Das Salz der Opalküste“ III


Nach 450 Kilometern, 4 Pausen, 1 Tankstopp und 10 Stunden Reisezeit landen wir punktgenau um 18 Uhr auf der Place de l’Eglise in Saint-Riquier.



Die kleine Stadt, mit 1200 Einwohnern, besitzt eine schöne Kathedrale mit einer alten Abtei, deren Geschichte bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann.

Von hier aus wollen wir uns auf unsere drei verschiedenen „Ferme de France“ verteilen und uns später wieder hier, im Restaurant „ESPRIT GOURMAND“, zum Abendessen treffen.

Birgit & Thomas, unsere beiden Experten in „Französischfragen“,  reservieren noch schnell  einen Tisch für uns und ab geht’s zu den Unterkünften.

Ute und ich haben 2 Zimmer mit Frühstück in der „Ferme du Scardon“ in  Neufmoulin gebucht. Bis dahin sind es gerade mal 4 Kilometer in südwestlicher Richtung.



Wir biegen von der kleinen Dorfstraße ab, dann knirschen unsere Reifen über die dicke Schicht Kies in der Einfahrt der „Ferme du Scardon“

Schön romantisch sieht‘s hier aus. Schmiedeeisernes Gitter, rechts das alte Farmhaus, links das neue geschmackvolle Gästehaus. Und in der Mitte eine große Trauerweide.

Gerade haben wir unsere Bikes abgestellt, da werden wir auch schon freundlich von Madame Chivot begrüßt.

Zur Verständigung wird alles herangezogen was man so auf Französisch, Englisch, Deutsch und mit Händen und Füßen zusammenbekommt – na klappt doch.



Von den Zimmern, die uns Madame Chivot nun zeigt, sind wir sofort angetan. Utes Zimmer liegt im Neubau und ist geschmackvoll und mit Liebe eingerichtet. Mein Zimmer ist im Dachgeschoss des alten Farmhauses. Ich mag diese alten Dielen und Balken und den Blick auf den Hof mit der großen Trauerweide.

Viel Zeit bleibt uns nicht unsere Sachen in den Zimmern zu verstauen.
Und "fein" brauchen wir uns auch nicht machen, es geht ja mit den Bikes zurück zum historischen Stadtkern von
"Saint-Riquier"



Als wir unsere Maschinen auf dem alten Kopfsteinpflaster der Place d’Eglise parken, hat der Regen endlich aufgehört und warme Sonnenstrahlen brechen durch die weißen Wolken am blauen Himmel.



Das Kopfsteinpflaster, das Denkmal, die Bistros rundum, dies alles von alten Bäumen überschattet - und im Hintergrund die großen Abbaye - was für ein toller Platz.



Und mittendrin, einfach filmreif, sitzen Ulrike & Matthias unter der Markise eines der Bistros, mit einem Glas Wein in der Hand und genießen die tolle Atmosphäre. Auch sie hatten es nicht weit. „La Nicoulette“ in Gapennes liegt nur 5 Kilometer nördlich von Saint-Riquier.



Den längsten Weg zum Abendessen haben Birgit & Thomas und ThomasK. Aber auch ihre Bikes treffen nach 12 Kilometern fast zeitgleich mit uns ein.

Nur ein paar Meter sind es hinüber zum „Esprit Gourmand“ wo wir vom Gastwirtspaar schon freundlich erwartet werden.



Die Speisekarte wird mit „großen Emotionen“ rauf und runter besprochen und hin und her übersetzt und am Ende weiß ich mal wieder erst, als mein Essen vor mir steht, was für mich bestellt wurde. Aber da ist auf Birgit & Thomas Geschmack immer Verlass :-)



Trotz der 0-Promillegrenze wird es ein fröhlicher Abend, an dem sich auch unsere Gastwirte rege beteiligen. Als der Chef de Cuisine noch von seiner Dienstzeit bei der Grand Arme in Berlin erzählt, sind wir alle schon längst bekennende Europäer.



Zu fortgeschrittener Stunde starten wir unsere Maschinen und fahren gut gelaunt zu unseren Unterkünften zurück. Madame & Monsieur stehen in der Türe ihres Restaurants und winken uns zu – ein wundervoller Abend…..



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